Workplace: Facebook für Unternehmen startet offiziell

Workplace - das Facebook für Unternehmen - verlässt die geschlossene Beta und geht ab sofort offiziell und für jedermann an den Start.

Anfang letzten Jahres berichteten wir bereits über die Testphase von Facebook at work, wie sich die geschlossene Unternehmens-Plattform von Facebook damals noch nannte. Jetzt verkündet das Social Network den offiziellen Start von Facebook Workplace. Stellt es euch vor wie das normale Facebook – eben nur für Unternehmen und für die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander.

Wie Facebook – nur in Grau

Workplace ist aus dem Tool gewachsen, mit dem die Facebook-Mitarbeiter schon seit Jahren untereinander kommunizieren und in der Testphase konnte Facebook bereits 1.000 Unternehmen für diese Plattform begeistern. Facebook Workplace tritt damit also in direkte Konkurrenz mit anderen Business-Plattformen wie Slack, Hipchat oder Yammer.

Im Kern geht es darum, dass die Kommunikation in vielen Firmen viel rückständiger geführt wird, als es die aktuell verfügbaren technischen Möglichkeiten zulassen. Gerade bei Mitarbeitern, die große Teile ihrer Arbeitszeit nicht im Büro verbringen, sondern unterwegs sind, bietet es sich an, diese Möglichkeiten zu nutzen – zum Beispiel, indem sie Workplace als Android- oder iOS-App auf dem Smartphone nutzen.

The workplace is about more than just communicating between desks within the walls of an office. Some people spend their entire workday on the go, on their mobile phone. Others spend all day out in the field, or on the road. We’ve been amazed by the breadth of organizations who’ve embraced Workplace — from a shipping company that can now connect with their ship crews using Live video, to a bank that now uses Workplace instead of fax machines and newsletters to share updates with its distributed bank branches. Large multinational companies like Danone, Starbucks and Booking.com, international nonprofits such as Oxfam, and regional leaders such as YES Bank in India and the Government Technology Agency of Singapore have all embraced Workplace. People work in different ways, around the world, and Workplace’s mission is to help them stay connected.

Facebook Workplace orientiert sich dabei optisch ganz klar an der ganz normalen Facebook-Designsprache – mit dem Unterschied, dass das kräftige Blau einer blasseren, grauen Farbe weichen muss:

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Davon abgesehen wird sich jeder Facebook-Nutzer direkt zurechtfinden, denn die typischen Funktionen – Newsfeed, Live-Video, Gruppen, Chats usw. – finden sich alle auch bei Facebook Workplace wieder. Allerdings erklärt Facebook auch ausdrücklich, dass ihr als Mitarbeiter bzw. Unternehmen nicht zwingend auch einen privaten Facebook-Account benötigt und natürlich ist die Unternehmens-Plattform auch streng vom normalen Social Network getrennt.

Damit wirft Facebook seine 1,6 Milliarden Nutzer in die Waagschale, denn wir haben es hier mit einem schnell wachsenden Markt zu tun, von dem sich auch Facebook ein großzügig bemessenes Teil sichern möchte. Dabei baut man natürlich darauf, dass die Nutzer sich direkt bei Workplace und dessen bereits bekannten Funktionen zurechtfinden und in Unternehmen daher leichter die Entscheidung pro Workplace und gegen Konkurrenten wie Slack gefällt wird.

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Damit ein Unternehmen die Kontrolle über Workplace und das Treiben der Mitarbeiter hat, gibt es entsprechende Analyse-Ansichten und darüber hinaus wird auch ein Rollout erfolgen für die Multi-Company Groups – eine neue Möglichkeit, Gruppen zu bilden von Mitarbeitern verschiedener Unternehmen.

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Workplace setzt zudem natürlich auf das Smartphone und rückt auch die Apps für Android und iOS in den Vordergrund.

Workplace by Facebook
Workplace by Facebook
Entwickler: Facebook, Inc.
Preis: Kostenlos
 
Workplace by Facebook
Workplace by Facebook
Entwickler: Facebook
Preis: Kostenlos

Facebook Workplace – natürlich nicht kostenlos

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Logisch ist, dass Facebook mit dieser Business-Plattform auch Geld verdienen möchte. Was ein Unternehmen dabei pro Mitarbeiter bezahlen muss, richtet sich nach der Größe des Betriebs:

  • bis zu 1.000 aktive Nutzer – 3 US-Dollar monatlich
  • zwischen 1.001 und 10.000 aktive Mitarbeiter – 2 US-Dollar monatlich
  • mehr als 10.001 aktive Mitarbeiter – 1 US-Dollar monatlich

Dabei lässt Facebook wissen, dass nur für die Mitarbeiter gezahlt werden muss, die auch wirklich auf der Plattform aktiv sind. Außerdem kann Facebook Workplace drei Monate lang kostenlos getestet werden. Damit bringen sich die Kalifornier jetzt mächtig in Stellung, um auch hier der Konkurrenz das Wasser abzugraben und ganz ehrlich: Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sehr viele Firmen diesen Weg suchen werden. Was sagt ihr? Könnt ihr euch vorstellen, Slack oder ähnliche Plattformen für Workplace zu verlassen oder gar mit Workplace erstmals eine solche Bühne für Unternehmens-Kommunikation zu betreten?