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Gerüchte und Fakten zu “Project Scarlett” – Infos zur neuen Xbox

2020 wird Microsoft die neue Xbox in den Handel bringen, Codename "Project Scarlett". Wir tragen hier ab jetzt bestätigte Fakten und auch Gerüchte zusammen.

von Carsten Drees am 19. Juni 2019

Schon seit vielen Jahren duellieren sich Sony und Microsoft im Kampf um die beste Spielkonsole und wir wissen bereits, dass sich das auch im Jahr 2020 nicht ändern wird. Da erwarten wir nämlich sowohl eine neue Xbox-Konsole von Microsoft als auch eine neue PlayStation von Sony. Noch ist nicht klar, ob die Sony-Konsole tatsächlich als PS5 an den Start gehen wird, Microsoft hat zumindest schon mal verraten, dass die neue Hardware aktuell unter dem Codenamen “Project Scarlett” geführt wird.

Gerüchte um den Nachfolger der Xbox One gibt es schon sehr lange, auch der Codename “Scarlett” machte bereits früh die Runde. Jetzt allerdings — im Rahmen der E3 — bestätigte Microsoft offiziell diesen Projektnamen und nannte auch einen groben Termin für den Gaming-Neuankömmling. Wir fassen die bereits bekannten Fakten hier zusammen und schauen auch, was sonst noch an Gerüchten zu “Scarlett” bekannt ist.

Technische Daten

Wie ihr euch denken könnt, sind die offiziell bestätigten Informationen noch recht dürftig und das gilt auch für alles, was das Innenleben der Konsole betrifft. Lasst uns trotzdem schon mal drauf schauen, was wir wohl unter der Haube erwarten dürfen.

Das Herz von Scarlett wird ein AMD-Prozessor auf Zen-2-Basis sein, der im 7nm-Verfahren gefertigt wird. Dabei wird es sich um einen optimierten Ryzen-Prozessor der dritten Generation handeln. Microsoft ist zuversichtlich, dass man auf diese Weise die Leistung gegenüber der Xbox One X vervierfachen kann.  Weiter erwartet uns eine Navi-GPU, GDDR6-RAM und eine SSD, die die Ladezeiten deutlich verkürzen soll. Diese SSD wird eine Eigenentwicklung von Microsoft sein und man gibt an, dass die Ladezeiten ums 40-fache flotter sein sollen als das, was wir von der Xbox One gewohnt sind.

Weiter hat Microsoft Raytracing bestätigt, strebt Bildraten in Höhe von 120 FPS an und will eine Auflösung bis 8K unterstützen. Das Unternehmen aus Redmond strebt mit Project Scarlett an, den Erzfeind Sony und dessen kommende Konsole PS5 in Sachen Hardware-Leistung hinter sich lassen zu können. Ob das gelingt, wird sich dann im nächsten Jahr zeigen müssen. Mehr dazu, wenn es weitere Informationen gibt.

Spiele für Project Scarlett

Microsofts “Xbox Backwards Compatibility Programm” soll auch bei Project Scarlett greifen, womit schon mal gewährleistet ist, dass auf der neuen Konsole Spiele aus vier Generationen Xbox laufen werden. Namentlich sind das Xbox-Original-Titel, zudem Spiele für die Xbox 360, Xbox One und Xbox One X. Damit dürfte schon mal gewährleistet sein, dass ihr unabhängig von der Zahl der neuen Launch-Titel nicht in die Verlegenheit kommt, gelangweilt vor der neuen Konsole verrotten zu müssen.

Einen Launch-Titel ließ sich Microsoft auch bereits entlocken: Halo Infinite wird für Microsofts kommende Hardware zum Start bereitstehen. Das Game wird seinen Weg aber auch auf die Xbox One und auf den PC finden. Hierbei haben wir noch keine Informationen, ob der Launch zeitversetzt stattfindet und somit vielleicht für einen gewissen Zeitraum Exklusivität für Project Scarlett angestrebt wird.

Weitere exklusive Titel sind bislang noch nicht bekannt, aber ihr könnt natürlich davon ausgehen, dass auf alle kommenden Spiele-Hits, die für die aktuelle Xbox umgesetzt werden, auch eine Version für Project Scarlett folgen wird.

Project Scarlett: Preis und Verfügbarkeit

Vermutlich ist das für Gaming-Fans der wichtigste Punkt: Wann kann man das Teil kaufen und wie viel muss man dafür hinblättern? Dummerweise ist der Konzern aus Redmond auch in diesen Punkten ziemlich geizig mit Antworten. Das Einzige, was man anlässlich der Spielemesse E3 offiziell verlauten ließ, war der Release zu den Weihnachtsfeiertagen 2020. Ob das bedeutet, dass ihr mit eurem hart zu Weihnachten ergaunerten Geld die neue Kiste kaufen könnt, oder ob sie sogar so rechtzeitig veröffentlicht wird, dass ihr sie euch unter den Weihnachtsbaum legen lassen könnt, wissen wir noch nicht.

Ebenso sieht es beim Preis aus, wo es ebenfalls noch keine bestätigten Infos der Redmonder gibt. Angesichts der exzellenten Hardware, die auch einen neuen Elite-Controller einschließt, müssen wir aber wohl befürchten, dass Project Scarlett nicht direkt ein Schnapper wird. Realistisch wäre da wohl ein Launch-Preis von um die 500 US-Dollar.

Ein klein wenig anders hingegen ist die Überlegung von Michael Pachter, der als Analyst für Wedbush Securities im Einsatz ist und gegenüber Gaming Bolt äußerte, dass er zwar ebenfalls davon ausgeht, dass bei der verbauten Technik ein Preis von 500 Dollar angemessen wäre. Er geht gleichzeitig aber auch davon aus, dass Microsoft diesen Preis aus Marketing-Gründen unter die Schmerzgrenze von 400 US-Dollar drücken könnte und die Konsole somit für 399 Dollar anbietet.

Nicht nur das: Er geht davon aus, dass Sony es Microsoft gleichtun wird und bei der PS5 exakt genau so verfährt. Würde bedeuten, dass möglicherweise beide Konsolen zu diesem eigentlich zu niedrigen Preis erscheinen und sich die Unternehmen die Kohle woanders wieder reinholen müssen.


Die bisherigen Infos sind natürlich noch einigermaßen mager, aber wir werden ab sofort ein Auge drauf haben und diesen Beitrag sukzessive erweitern, damit ihr euch jederzeit ein möglichst akkurates Bild davon machen könnt, wie die neue Microsoft-Konsole aussehen wird.

Apropos Aussehen: Auch dazu ist noch nichts bekannt und wir werden natürlich auch danach schauen, erste Bilder der Konsole aufzutreiben, sobald sich hier was ergibt. Bis dahin heißt es aber noch abwarten und spekulieren, wie sich Microsoft im Vergleich zu Sony schlagen wird.

Persönlich begrüße ich den Kurs des Unternehmens. Nachdem man die klassischen Konsolen eigentlich fast schon selbst totgesagt hat, fährt man nun zweigleisig und entwickelt auf der einen Seite eben neue Konsolen, während man gleichzeitig aber mit der xCloud seine Streaming-Plattform vorantreibt. Klingt für mich vernünftig und profitieren werden im Endeffekt die Gamer, für die das nächste Jahr auch wegen Project Scarlett ein äußerst spannendes werden dürfte.

Quellen: Windows Central, WinFuture.de