Google Home Max: Googles Antwort auf Apples HomePod

Zwar nahm die Präsentation von Google nicht so viel Raum ein, wie Apples Vorstellung des HomePod, aber die aufgezählten Features zeigten ganz deutlich, dass Google hier eine direkte Alternative abliefert - offenbar ist man auch dort der Meinung, dass es einen Bedarf an einer solchen Kombination aus persönlichem Assistenten und hochwertigen Boxen gibt. 

Da gibt es nichts zu diskutieren: Google Home Max ist die direkte Antwort auf den HomePod von Apple. Ob es um die Frage der Soundqualität geht oder um die automatische Anpassung der Audioausgabe den jeweiligen Raum. Die Botschaft ist deutlich: Was Apple kann, das können wir bei Google natürlich auch – aber wir haben die bessere AI. Aber an dieser Stelle ist überraschenderweise mal Apple günstiger: Wer also Apples Ansage von $349 schon dreist fand, der wird über die aufgerufenen $399 für den Google Home Max kaum als günstig empfinden. Immerhin gibt es da noch ein Jahr werbefreies YouTube Music dazu.

Aber auch Google Home Max wird zuerst nur in den USA verfügbar sein, weitere Länder sollen folgen – wann ist aber noch offen.

Rein äußerlich sind die Unterschiede zwischen den beiden Geräten deutlich größer. Während Apple für seinen HomePod das an eine Tonne erinnernde Design des Mac Pro als Basis verwendet hat, hat man sich bei Google für das Aussehen eines klassischen Lautsprechers entschieden. Dieser kann entweder waagrecht oder senkrecht aufgestellt werden. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, was nun am Ende wirklich besser klingt dürfte von einigen Faktoren abhängig sein, nicht zuletzt auch vom persönlichen Geschmack des Nutzers.

Neben YouTube Music unterstützt Google Home Max selbstverständlich weitere Streamingdienste wie Spotify oder Deezer. Auch kann der Google Home Max per Bluetooth oder Kabel mit Geräuschen gefüttert werden. Farblich ist die Auswahl etwas geringer als beim ganz kleinen Bruder Google Home Mini, statt in drei Farben gibt es den Max nur in zwei Farben: Chalk und Charcoal.

Unabhängig von technischen Details und Preisen zeigt Google mit dem Google Home Max exemplarisch, dass man auch dort das „me too“-Spiel beherrscht und auch keine Probleme hat, für ordentliche Hardware auch ordentliche Preise aufzurufen.

Die Zielgruppe ist für den Google Home Max sind wohl audiophile Menschen, die nicht neben ihrem Google Home (Mini) noch externe Boxen stehen haben wollen, eine trotz allem relativ mobile Lösung suchen, die sie auch mal in einen anderen Raum tragen können und die dafür bereit sind auch ein paar Euro mehr zu investieren. Und natürlich sind diese Menschen schon in Googles Ökosystem daheim.