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Smart Travel
Google Maps: 11 Tricks, wie Dich die App schneller an Dein Reiseziel führt

Google Maps nutzt mittlerweile ja wirklich fast jeder und gerade auf Reisen ist diese App mehr als nur nützlich. Aber es gibt auch so das ein oder andere Feature, das selbst ich noch nicht kannte. Jakob Steinschaden hat sich für uns die App mal genauer angeschaut...

Geschrieben von Jakob Steinschaden:

Einer der wichtigsten Internet-Dienste der Welt, Google Maps, ist kürzlich zehn Jahre alt geworden. Vor allem Smartphone-Nutzer, die viel unterwegs sind, können sich ihre Reisen ohne der Gratis-App für iPhone und Android wohl kaum vorstellen. Was viele der mehr als eine Milliarde User aber nicht kennen, sind die vielen kleinen Tricks, die Google in die App eingebaut hat. Mit diesen 11 Funktionen kommt man auf Reisen einfacher weiter:

1. Offline-Karten speichern

Diese Funktion ist gut versteckt, für Reisende im Ausland aber wohl das wichtigste Feature, weil es dabei hilft, die gesalzenen Roaming-Kosten für mobile Daten zu sparen. Wer sich Kartenmaterial offline am Smartphone speichern möchte (man kann auch mehrere Regionen oder Städte gleichzeitig ablegen), gibt den Namen einer Stadt (z.B. New York City) oder Region (z.B. Bretagne) in das Suchfeld ein und tippt dann unten das Suchergebnis an. Nun sollte unten ein Feld mit weiteren Informationen ausklappn und oben rechts neben der Lupe drei kleine Pünktchen eingeblendet werden. Wählt man diese an, poppt unten die Option “Offlinekarte speichern” auf – genau das haben wir gesucht. Google Maps lässt den Nutzer dann so lange auf der Karte einen Bereich auswählen, bis dieser klein genug ist, um ihn herunterzuladen. Wenn man ab jetzt ohne Internetempfang auf den Teil der Karte geht, kann man die Map offline verwenden. Im Bereich “Meine Orte” im Menü sind die gespeicherten Offline-Karten gelistet, dort kann man sie, wenn man sie nicht mehr braucht, auch wieder löschen.

offline karten google maps

2. Zoomen mit einer Hand

Man kennt das ja: Man sitzt im Auto, klammert sich im Bus an eine Haltestange oder schleppt einen Koffer mit sich herum und hat nur eine Hand frei, um auf Google Maps nach dem Ziel zu suchen. Die Entwickler haben sich dazu etwas überlegt und die Möglichkeit eingebaut, die App auch mit einer Hand zu steuern: Man tippt mit dem Daumen zwei Mal schnell hintereinander auf das Display und lässt dann den Finger am Touchscreen. Jetzt kann man die Karte verkleinern, indem man am Display nach oben fährt, oder die Karte vergrößern, indem man den Daumen nach unten streicht.

3. Wichtige Adressen festlegen

Wer sich oft von Google Maps navigieren lässt, weiß: Arbeitsplatz und Zuhause sind fast immer Start- oder Zielpunkt. Deswegen kann man seine Privatadresse sowie die Adresse seines Arbeitsplatzes speichern, und zwar in der App im Menü (vom linken Displayrand nach innen wischen) unter “Einstellungen” -> “Adressen bearbeiten”. Wenn man ab jetzt “zuhause” oder “Arbeit” ins Suchfeld eintippt, kann Google Maps auf die entsprechende hinterlegte Adresse zugreifen.

4. Lieblingsorte merken

Plätze, Restaurants, Geschäfte oder andere Orte, die man oft besucht oder die man auf seinen Reisen durch die Welt nicht vergessen will, kann man jederzeit in einer Merkliste abspeichern. Dazu sucht man einfach den Ort (z.B. Stephansplatz) und klickt auf das “Speichern”-Sternchen. Eine Sammlung der gespeicherten Adressen findet sich per Wisch nach rechts im Menü unter dem Punkt “Meine Orte”. Um einen gemerkten Ort von der Liste zu entfernen, muss man ihn anwählen und dann das Sternchen wieder wegnehmen.

meine orte google maps

5. Bewertungen abgeben

“Been there, done that” – als Vielreisender hat man natürlich zu allem eine Meinung. Die kann man auch auf Google Maps kundtun. Wenn man einen Ort (z.B. ein Café) angewählt hat, kann man im Infobereich unten bis zu fünf Sterne vergeben und eine kleine Bewertung tippen. Die Sternbewertung wird dann mit den Bewertungen anderer Nutzer gegengerechnet und in Mittelwert angegeben, den andere Nutzer über die Qualität des Lokals informieren. Sollte man einen unangemessenen Kommentar entdecken, kann man diesen melden, indem man rechts neben dem Kommentar auf die drei kleinen Punkte tippt.

6. Die Gegend scannen

Wenn man sich in einer Gegend noch nicht so gut auskennt – meistens im Ausland -, kann man sich von Google Maps Bars, Restaurants, Cafés oder Sehenswürdigkeiten in der Nähe anzeigen lassen. Dazu tippt man einfach in das Suchfeld und wählt eines der dann eingeblendeten Symbole für die gewünschte Kategorie. Die App zeigt dann eine Liste an passenden Orten. Diese kann man zusätzlich nach Bewertungen filtern und sich nur Orte mit zwei/drei/vier oder mehr Sternen ausspucken lassen. In manchen Ländern wie den USA gibt es gar ein eigenes Symbol für Geldautomaten (a.k.a. ATM) – weil Cash kann man immer brauchen.

Orte von interesse suchen google maps

7. Fehlende Orte eintragen

Niemand ist perfekt, auch nicht die Datenkrake Google. Deswegen ist es relativ einfach, fehlende Orte einzutragen. Dieses Feature ist vor allem für Lokalbetreiber oder Firmeninhaber interessant, die auf Google Maps gefunden werden möchten. Sie können sich über die App sehr einfach auf Google Maps verzeichnen lassen. Dazu hält man einen Finger länger an die gewünschte Stelle auf der Karte und lässt sich Straßenname und Hausnummer von der App anzeigen. Wenn man nun den Infobereich unten antippt, kommt man zu der Option “Fehlenden Ort hinzufügen”. Wählt man diesen an, kann man dem Ort einen Namen geben, gegebenenfalls die Adresse nachjustieren (z.B. wenn die Hausnummer nicht stimmt), den Ort einer Kategorie zuordnen, eine Telefonnummer hinterlegen und die offizielle Webseite verlinken. Eine E-Mail informiert anschließend darüber, ob der Ort in Google Maps aufgenommen wurde.

8. Die Location sharen

Manchmal ist es auch ganz praktisch, wenn man Kontakten wissen lassen will, wo man gerade ist oder wo man sich treffen will – dann kann man Location sharen. Mit der längeren Berührung eines Punktes auf der Google Maps kann man diesen Ort anwählen und anschließend teilen. Je nach Betriebssystem des Smartphones gelangt man nun zu der Auswahl, über welchen Kanal (von E-Mail über SMS bis Facebook) man den Ort verschicken möchte. Der Empfänger erhält in der Regel einen Link, der ihn zu der Position auf Google Maps führt.

9. Den Standortverlauf löschen

Wer etwas Schocktherapie braucht, kann sich im Netz auf einer eigenen Webseite anschauen, was Google alles über seine täglichen Wege weiß. Zwar kann man in der Google Maps-App selbst unter “Einstellungen” -> “Google Maps-Verlauf” einsehen, welche Orte man alle gesucht hat – das ist schon erschreckend genug. In der Smartphone-App lassen sich diese Orte aber nur einzeln aus der Liste löschen. Wer seine gesamte “Location History” einsehen und löschen will, muss die Webseite https://maps.google.com/locationhistory besuchen und sich mit seinem Google-Konto anmelden. Hier kann man in dem Kalender-Tool einen Zeitrahmen eingeben, innerhalb dessen die Standortdaten gelöscht werden sollen.

10. Schnelle Navigation starten

Gerade wenn man im Auto sitzt oder es eilig hat, ist diese Funktion sehr wichtig. Ohne einen Suchbefehl nach einem Ort ins Suchfeld tippen zu müssen, kann man rechts unten das blaue Navigationssymbol anwählen und bekommt dann die zuletzt gesuchten Orte sowie den “Zuhause” und den “Arbeit”-Ort gelistet, die man direkt anwählen kann. Die Chance, dass man zu einem dieser Orte möchte, ist sehr groß.

11. Per Sprachbefehl suchen

Wie Michael Knight mit dem Auto reden, dieses Feeling kann man mit der Google Maps-App auch nachempfinden. Vor allem beim Autofahren wertvoll ist die Sprachsuche, die man über das kleine Mikrofon-Symbol im Suchfeld startet. Google Maps ist ganz gut darin, den genannten Straßennamen zu erkennen, allerdings sollte man schön Hochdeutsch sprechen und nicht unbedingt im Dialekt ins Smartphone nuscheln. Wenn es gar nicht funktioniert, sollte man noch in den “Einstellungen” einmal überprüfen, ob die richtige Sprache eingestellt ist – oder man greift auf die altbewährte Methode “Tippen” zurück.


Jakob Steinschaden

Jakob Steinschaden ist seit 2006 publizistisch auf Papier und Pixel tätig. Er arbeitet in Österreich als Journalist und hat die beiden Sachbücher „Phänomen Facebook – Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt“ (2010) und „Digitaler Frühling – Wer das Netz hat, hat die Macht?“ (2012) veröffentlicht. In seinem Blog “Jakkse.com” und in Vorträgen schreibt und spricht er gerne über die Menschen und ihr Internet – von Social Media über Netzaktivismus bis zu Start-ups.