Google I/O 2015
Google präsentiert Android M Developer Preview

Die Google I/O ist eröffnet und wie zu erwarten war, hat man uns schon eine Menge zu Android M erzählen können, welches später im Jahr auf Android 5.0 Lollipop folgen wird. Wir fassen schon mal das Wichtigste zusammen, was man bislang zur Developer Preview von Android M verraten hat.

Viel ist spekuliert worden, was uns Google mit der Keynote der soeben eröffneten Google I/O kredenzen würde. Android Auto und Android Wear hatten wir selbstverständlich auf dem Schirm, aber darüber hinaus haben wir natürlich mit Android M auch eine völlig neue Android-Version erwartet für den heutigen Tag. Die hat man uns soeben als Android M Developer Preview vorgestellt, den finalen Namen hat man uns also bislang vorenthalten, ebenso die Nummer, unter der es firmieren wird.

 

Bis das neue Android M auf die ersten Geräte kommt, müssen wir uns noch bis zum dritten Quartal gedulden, aber zumindest wissen wir schon mal grob, was auf uns zukommt. Hier sind die wichtigsten Neuerungen, die man eben vorstellte. Sechs signifikante Änderungen, die uns unter Android M erwarten, wurden dabei aufgelistet:

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  1. App Permissions
  2. Web Experience
  3. App Link
  4. Mobile Payments
  5. Fingerprint Support
  6. Power and Charging

App Permissions

Als ersten Punkt sprach Dave Burke einen Punkt an, den wir schon vorab auf dem Zettel hatten: Die App Permissions! Die werden insofern aktualisiert, als ihr künftig nicht mehr eine ganze Latte an Erlaubnissen erteilen müsst, wenn ihr eine App installiert. Erst, wenn eine bestimmte Erlaubnis benötigt wird – beispielsweise das Erfassen der Location, Zugriff auf Kamera oder Mikro etc – wird auch danach gefragt und dann könnt ihr eben zustimmen oder nicht.

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Als Beispiel präsentierte man uns WhatsApp: Wer “nur” schreibt oder Bilder verschickt, braucht dazu das Mikrofon des Smartphones nicht. Sobald ihr aber eine Sprachnachricht verschicken oder via WhatsApp telefonieren wollt, wird die Erlaubnis fürs Mikro angefragt und keine Sekunde früher.

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Web Experience

Auch die Web Experience möchte man mit Android M verbessern und das geschieht, indem man uns Apps Chrome schneller und einfacher nutzen lässt. Dafür führt man die Chrome Custom Tabs ein, die auf einer geöffneten App aufsetzen und uns einen Chrome-Tab als zusätzliche Instanz anbieten. Das demonstrierte man uns am Beispiel Pinterest. Beim Klicken auf Content wurde nicht etwa ein normaler Chrome-Tab geöffnet, sondern besagter Custom Tab. Das ist ein winziger Tab, der direkt auf die App aufsetzt und bei dem die Anwendung – und somit wir als Nutzer – von all dem profitiert, was wir mit Chrome genießen, beispielsweise die gespeicherten Passwörter, die Sicherheits-Features und das Autovervollständigen für die Tastatur.

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App Link

Auch mit den App Links möchte man uns das Android-Leben künftig einfacher machen. Im günstigsten Fall werdet ihr euch beim Klicken auf einen Link nicht mehr bis zur passenden App durchklicken müssen, sie wird stattdessen automatisch ausgewählt – beispielsweise, wenn ihr auf einen Twitter-Link klickt und dann direkt die Twitter-App auf eurem Smartphone gestartet wird.

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Mobile Payments

Auch das mobile Bezahlen gehörte zu den Dingen, die vorab schon ein Thema waren, wenn man über die Neuerungen sprach, die mit Android M kommen werden. Um es kurz zu machen: Wallet ist Geschichte – ab sofort setzt Google auf Android Pay! Dazu werden wir uns nochmal in einem eigenen Artikel äußern, können euch aber jetzt schon mal mit auf den Weg geben, dass das Feature NFC voraussetzt und zunächst einmal nur in den USA an den Start gehen wird.

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Fingerprint Support

Auch die native Unterstützung für Fingerprint-Sensoren war im Vorfeld schon erwartet worden und wird mit Android M Einzug aufs Smartphone halten. Das ist u.a. auch für Android Pay ziemlich spannend, weil ihr euch dann zum Bezahlen via Fingerabdruck verifizieren könnt. Mobile Payment soll ebenso einfach wie sicher von der Hand gehen, bei beidem ist der Fingerprint Support von Nutzen.

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Power and Charging

Der 6. und letzte wichtige Punkt, der zum Thema Android M angesprochen wurde, betrifft das Power-Management und den Akku in unseren Android-Devices. Zunächst einmal führt man das “Doze”-Feature ein: Unser Smartphone oder Tablet erkennt anhand unserer täglichen Gewohnheiten, wann wir unsere Ruhezeiten haben – und verhält sich dementsprechend dann auch ruhiger. 

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Mit einem Nexus 9-Tablet getestet, soll das dazu geführt haben, dass der Akku doppelt so lange gehalten hat als ein Nexus 9 mit Android 5.0 Lollipop. Darüber hinaus werden Android-Geräte mit Android M nativ den den neuen USB Typ C-Anschluss unterstützen.