Hat Chrome den Browserkrieg gewonnen? [Umfrage]

Der Ex-Technik-Chef von Mozilla glaubt, dass Firefox den Browser-Kampf gegen Google Chrome endgültig verloren hat. Seht ihr das auch so? Nennt uns euren Lieblings-Browser in unserer Umfrage.

Es ist schon etwa 20 Jahre her, dass Microsoft den ersten Browserkrieg mit dem Internet Explorer für sich entschied und Netscape aus dem Markt drängte. Es dauerte ein paar Jahre, bis mit Mozilla und dessen Firefox-Browser wieder ein ernsthafter Konkurrent auftauchte. Der Firefox war es auch, der dem IE aus Redmond dann erstmals wirklich ernsthaft Marktanteile abluchsen konnte.

2008 betrat dann — quasi aus dem Nichts — Googles Browser namens “Chrome” die Browser-Bühne und hat sich seitdem kontinuierlich nach vorne gekämpft. Das brachte Andreas Gal, seines Zeichens Ex-Technikchef von Mozilla, bereits im Mai in einem Blog-Beitrag dazu, den aktuellen Browserkrieg aus seiner Sicht für beendet zu erklären — mit einem Sieger, der “Google Chrome” heißt.

Gal, der vor zwei Jahren das Unternehmen verließ, um mit Silk Labs sein eigenes AI-Start-Up zu gründen, veröffentlichte folgende Grafik, die sich auf Daten von StatCounter bezieht.

Dort sehen wir die vier führenden Browser und ihre Entwicklung über die letzten sechs Jahre. Gal erklärt dazu:

The chart above shows the percentage market share of the 4 major browsers over the last 6 years, across all devices. The data is from StatCounter and you can argue that the data is biased in a bunch of different ways, but at the macro level it’s safe to say that Chrome is eating the browser market, and everyone else except Safari is getting obliterated. Andreas Gal

Jetzt hat er nochmal nachgelegt und ist ins Detail gegangen, was die Entwicklung bei Mozilla angeht, aber auch bezüglich des Grundes dafür, dass Google so dominant ist. Die Schuld sieht er natürlich bei den Kaliforniern, die ihren Browser sehr aggressiv bewerben auf verschieden Plattformen wie Google Mail oder auch bei YouTube — diese Screenshots belegen das ganz eindrucksvoll:

Gal bescheinigt übrigens dem Firefox-Team, dass es gute Arbeit abliefert und auch tolle Verbesserungen eingeführt hat in letzter Zeit. Das scheint aber nur von immer weniger Nutzern honoriert zu werden, wie es scheint.

Ob es nun an aggressivem Marketing liegt oder an den Qualitäten des Browsers: Fakt ist, dass Chrome aktuell plattformübergreifend mit über 54 Prozent Marktanteil absolut dominant ist, während der Firefox mittlerweile sogar schon unter sechs Prozent gesunken ist. Drüben bei Heise beschäftigt man sich ausführlich mit der Analyse des Firefox und den zurückgegangenen Installationen des Browsers.

Welches ist euer bevorzugter Browser?

So tiefschürfende Ursachenforschung wollen wir an dieser Stelle gar nicht betreiben, sondern eher ermitteln, wie sich eure Browser-Sympathien verteilen und wieso dem so ist. Ihr könnt also in unserer Umfrage, welchen Browser ihr am Rechner oder mobil nutzt und würden uns darüber freuen, wenn ihr uns in den Comments auch noch erklärt, wieso ihr euch so entschieden habt.

Ich selbst muss zugeben, dass ich — seit ich Google Chrome nutze — außer Microsofts Edge keinen anderen Browser mehr über einen längeren Zeitraum ausprobiert habe. Vermutlich bin ich mit der mangelnden Experimentierfreude aber gar nicht mal alleine. Also: Über welchen Browser surft ihr am liebsten?