HowTo: Samsung – So erstellt ihr die AR-Emojis

Mit dem Samsung Galaxy S9 oder dem S9+ könnt ihr die sogenannten AR-Emojis erstellen: Emoji-Abbilder von euch selbst. Wir zeigen euch, wie es geht.

Als vor einer Woche in Barcelona das Samsung Galaxy S9 und S9+ vorgestellt wurden, gab es verschiedene Punkte, die Samsung bei der Veranstaltung besonders hervorgehoben hat. Dazu gehört zweifellos das AR-Emoji-Feature. Bei der Präsentation des neuen Smartphone-Flaggschiffs ließ uns Samsung wissen, dass täglich 5 Milliarden Emojis und 1 Milliarde GIFs geteilt würden.

Gerade mit Blick auf Apples Animojis musste daher vermutlich eine ähnliche Funktion her und das sind die gerade bereits erwähnten AR-Emojis. Sowohl bei der Erstellung als auch der Funktionalität unterscheiden sie sich von dem, was wir bei Apple zu sehen bekommen. Zusätzlich zu einigen vorgefertigten Emojis könnt ihr bei Samsung zusätzlich auch noch euer eigenes Emoji-Abbild schaffen.

Dabei müssen wir allerdings berücksichtigen, dass Samsung im Gegensatz zu Apples Face ID euer Gesicht lediglich aufgrund eines Fotos scannt. Wer ein bisschen Glück hat, erhält dann dennoch ein Emoji, welches mehr oder weniger dem eigenen Gesicht entspricht. Die Dinger könnt ihr dann teilen und als GIFs nahezu überall nutzen. Vielseitiger als die Apple Animojis sind sie also allemal, technisch hapert es bei Samsungs Variante leider noch ein wenig. Mein Casi-AR-Emoji jedenfalls sieht manchmal eher nach Schlaganfall aus als nach realistischer Mimik.

Aber wie erstellt man nun seine AR-Emojis? Das geht eigentlich äußerst leicht — wie ihr gleich sehen werdet:

AR-Emojis erstellen auf dem Samsung Galaxy S9/S9+

Los geht es damit, dass ihr die Kamera-App öffnet. Dort habt ihr neben den üblichen Kamera-Optionen auch die Möglichkeit, AR-Emoji auszuwählen. 

Erst einmal haltet ihr also euer Gesicht so vor die Selfie-Cam, dass euer Gesicht komplett erfasst werden kann, wobei keine Brille und keine Haare eure Gesichtszüge verdecken sollen. Bei meiner „Frisur“ natürlich eine einfache Übung für mich. Wenige Sekunden, nachdem ihr „AR Emoji erstellen“ angetippt habt, seht ihr euch dann auch schon eurem Emoji-Ebenbild gegenüber.

Ihr könnt vorab entscheiden, ob euer AR-Emoji männlich oder weiblich sein soll und kurze Zeit später blicke ich auf ein Emoji mit netter mittellanger Mähne. Da frage ich mich natürlich, ob Samsungs App einfach nur nett sein möchte, oder vielleicht tatsächlich nicht mitbekommen hab, dass ich eine Glatze trage.

Ihr könnt euer Emoji selbstverständlich noch anpassen. Helligkeit bzw. Farbe der Haut wird festgelegt, außerdem könnt ihr zwischen verschiedenen Frisuren, Brillen und abschließend auch Klamotten wählen könnt.

Alles ist da noch ziemlich rudimentär gehalten, wenn ihr mich fragt. Samsung dürfte da also deutlich mehr auffahren, um die Individualität unseres Comic-Abbilds besser herauszukitzeln. Im Bild oben seht ihr, wie ich ungefähr aussehen würde, wenn ich Hipster-Klamotten tragen würde – und ich ungefähr drei Viertel meines Körpergewichts abgenommen hätte.

Das ist ebenfalls — neben der geringen Auswahl an Kleidung etc. zu bemängeln: Ihr habt alle einen identischen Körper! Und selbst, wenn ich gerne ein schlanker Hungerhaken wäre: Das bin ich nun mal nicht und das macht es dann schwieriger, sich selbst in dem Emoji zu erkennen. Unabhängig vom Gewicht sieht mein AR Emoji fast exakt so aus wie das Emoji-Pendant von Caschy. Wenn ihr mit eurem Emoji glücklich seid, könnt ihr es dann auf Facebook und Co teilen.

Eine sehr nette Idee ist es von Samsung, dass daraus dann gleich ein paar GIFs generiert werden, die ihr als Reaktion — zum Beispiel im Messenger — posten könnt. Sagt selbst, ob ihr mich auf diesen GIFs erkannt hättet ;)

oder:

Hier sind noch vier Mini-Casis:

Erstes Fazit, nachdem ich mit dem Galaxy S9+ und speziell mit dieser Funktion herumgespielt habe: Die Teile sind kinderleicht zu erstellen, können ebenso leicht verbreitet werden und haben damit einen klaren Vorteil gegenüber Apple, da dort die Animojis lediglich in der eigenen Message-App genutzt werden können.

Bei der Ästhetik allerdings liegt Apple dann doch deutlich vorn und ich würde mir wünschen, dass uns Samsung mit einem der nächsten Updates auch mehr Klamotten, Körperformen usw. zur Verfügung stellen könnte. Würde ich ein Galaxy S9/S9+ wegen der AR Emojis kaufen? Sicher nicht. Aber wenn man die Funktion noch ein wenig verfeinert und aufbohrt, macht es durchaus Laune. Meine Einschätzung: Die Dinger werden uns haufenweise im Netz begegnen, sobald die neuen Smartphones im Handel sind.