HowTo: So gelingen mit dem Huawei P8 die besten Nachtaufnahmen

Das Huawei P8 hat eine Kamera, die sich definitiv hinter keiner Cam in egal welchem Flaggschiff-Smartphone verstecken muss und speziell nachts weiß sie zu verblüffen. Nicole hat eine Nacht am Lagerfeuer verbracht und dabei wirklich viele tolle Nacht-Fotos schießen können. 

Es gibt wahrlich nicht viele Smartphones, mit denen man auch nachts wirklich starke Fotos machen kann. Das Huawei P8 mit seiner 13 Megapixel Cam hat ein paar spezielle Optionen für Nacht-Shootings und wir werden euch zeigen, wie man damit im Dunkeln die besten Bilder machen kann.

Die Hauptkamera das Huawei P8 bietet 13 Megapixel, kommt mit einer f/2.0-Blende, Dual-LED-Blitz und optischem Bildstabilisator. Vorne gibt es einen 8 MP-Shooter, der ebenfalls mit Dual-LED-Blitz ausgestattet ist, über einen Director Mode verfügt für Multi-Cam-Videos und auch FullHD-Videos zustande bringt.

Das Huawei P8 kommt mit einem 5,2 Zoll großen FullHD-Display, welches vom Kirin 930-SoC befeuert wird un dem 3 GB RAM zur Seite stehen. Der Speicher – 16 oder 64 GB – kann per microSD-Karte erweitert werden, zudem findet unter der Haube ein 2.600 mAh Akku Platz, mit dem ihr problemlos über den Tag kommen könnt, wenngleich die Kapazität auf dem Papier erst mal nicht besonders überragend aussieht.

huawei-p8-back

Bevor wir uns nun an die Einstellungen fürs Smartphone begeben, solltet ihr euch erst einmal einen stabilen Untergrund suchen oder noch besser: Einen Tripod mit Smartphone-Halterung. Schon das kleinste Wackeln sorgt für ein verschwommenes Bild, also gilt es, bestens vorbereitet zu sein. Huawei weist per Pop Up-Fenster darauf hin, dass ihr in dem Kameramodus besser einen Tripod nutzt und exakt das hat Nicole für uns getan. Dabei hat sie eine preiswerte Smartphone-Halterung genutzt, die tut’s allemal. 

p8-front

Das P8 hat ein paar unterschiedliche Lichteffekt-Einstellungen, nämlich Licht-Graffiti, Rücklichtspuren, seidiges Wasser, Sternspur und den Super Nacht-Modus – und alle sorgen für ganz unterschiedliche Arten von Bildern.

Will man Aufnahmen von einem Lagerfeuer machen, erweisen sich sowohl die Rücklichtspuren und auch Licht-Graffiti als nützlich, weil sehr viel Licht aufgenommen wird. Beide Modi arbeiten mit sehr langen Belichtungszeiten, wodurch sehr viel Zeit bleibt, Licht einzufangen, ohne dass sich der Smartphone-Besitzer lange in die Materie bezüglich Belichtungszeiten einarbeiten muss.
Das ist insofern großartig, weil vom Moment der Aufnahme an die Kamera entscheidet, welche Verschlusszeit angebracht ist, um das beste Resultat zu erzielen. Gerade, wer sich noch überhaupt nicht mit professioneller Fotografie auseinandergesetzt hat, wird es zu schätzen wissen, dass die Smartphone-Kamera ihm diese Arbeit abnimmt. Wenn man den Modus “Seidiges Wasser” oder “Super-Nacht” nutzt, hat man die Option, den Countdown abzubrechen – je länger man ihn laufen lässt, desto mehr Lichteffekte kann man erzielen.

Lasst uns mit dem Super-Nacht-Modus anfangen – jenem Modus, der explizit für Nacht-Fotos gedacht ist und der beim Knipsen die meiste Kreativität zulässt. Brecht ihr früh ab, könnt ihr mit den verschiedenen Schichten von Flammen herumexperimentieren, wartet ihr ab, wird der Hintergrund heller dargestellt.

Foto vom Lagerfeuer
Super-Nacht-Modus, nur wenige Sekunden Belichtung, die Flamme im Fokus
Lagerfeuer
Super-Nacht-Modus, empfohlene Belichtungszeit, auf den schwarzen Hintergrund fokussiert

Das Huawei P8 hat ein paar ausgefallene Kamera-Modi, die den Leuten dabei helfen, besonders kreative und schlicht bessere Bilder zu machen, ohne viel technisches Know-How vorauszusetzen.

Aber wieso werden die Fotos so gut, die man nachts mit diesem Smartphone macht? Das liegt daran, dass im P8 ein 13 MP RGBW-Sensor von Sony zum Einsatz kommt mit dediziertem Bild-Prozessor und f/2.0-Blende, welcher eigens dafür gestaltet wurde, eine besonders gute Low-Light-Performance abzuliefern und das Bildrauschen zu minimieren. Das gelingt dadurch, dass der Sensor neben Rot, Grün und Blau eben in diesem Fall auch Weiß aufnimmt. Eine Sache, die ihr unbedingt ausprobieren solltet, wenn ihr mit Nacht-Fotos experimentiert, ist das Auswählen verschiedener Areale mit unterschiedlicher Beleuchtung, aber auch das Ergänzen einer zweiten Lichtquelle. 

Mann am Lagerfeuer
Nicoles Vater sitzt auf der Mauer und versucht, ein Foto vom Feuer zu machen. Sein Blitz erlischt und erzeugt so diesen sehr coolen Effekt.
Lagerfeuer
Eine kleine Lampe auf der Mauer erleuchtet die Steine im Hintergrund
Lagerfeuer
Seidiges Wasser-Modus, 1 Sekunde, kurze Belichtung
Lagerfeuer
Seidiges Wasser-Modus, 10 Sekunden, lange Belichtung

Ihr könnt den Unterschied auf diesen beiden Fotos, die im “Seidiges Wasser”-Modus gemacht wurden, direkt erkennen: Auf dem ersten sieht man tolle Flammeneffekte und einzelne Funken. Beim zweiten Bild mit der längeren Belichtung wirkt die Flamme einheitlicher durch die verschiedenen Licht-Schichten, die übereinander liegen. Wie der Name dieses Features schon sagt, ist die Einstellung eigentlich dazu gedacht, dass Wasser – beispielsweise Wasserfälle oder Flüsse – besonders glatt dargestellt werden. Aber wie ihr seht, kann man auch bei Feuer spannende Effekte erzielen.

Sehr interessant sieht es auch aus, wenn ihr noch ein zusätzliches Smartphone zur Hand habt. Nicole hat im Foto unten das Smartphone eines Freundes genutzt und mit der Taschenlampen-Funktion die Steine links angeleuchtet.

Lagerfeuer
Nochmal der „Seidiges Wasser“-Modus, dieses mal mit einer zusätzlichen Lichtquelle, die die Steine links anstrahlt

Als nächstes probieren wir uns am Auto-Mode, welcher automatisch einen Timer einstellt und dabei die Lichtbedingungen berücksichtigt. Das kreative Herumspielen mit dem Abbrechen des Countdowns für unterschiedliche Effekte bekommt ihr in diesem Fall nicht ermöglicht, denn in dieser Einstellung kann man ihn nicht frühzeitig unterbrechen. Dafür erhaltet ihr jedoch sehr realistische Fotos des Feuers.

auto

Sternenspur: Ja, mit dem Huawei P8 kann man die Sterne fotografieren

Nicole kann nach ihren Erfahrungen mit dem Huawei P8 behaupten, dass sie nie zuvor ein Smartphone hatte, mit dem man nachts so tolle Landschaftsaufnahmen machen kann. Richtig aus den Socken gehauen haben sie aber die Fotos von Sternenspuren, die sie mit dem Gerät machen konnte.

star-trails

Mit ein Grund dafür, wieso diese Nacht-Fotos mit dem P8 so toll werden, ist die optische Bildstabilisierung im Gerät: Während im iPhone 6 Plus beispielsweise Bewegungen bis 0,6 Grad ausgeglichen werden können, sind es beim Huawei P8 1,2 Grad. Gerade bei schlechter Beleuchtung schlägt sich der OIS in diesem Smartphone besonders wacker und verhindert verwackelte Fotos. Dass auch nächtliche Landschaftsaufnahmen bestens gelingen, beweist dieser Schnappschuss von Nicole:

Nächtliche Waldlandschaft mit Mond

Wenn ihr mit diesem Super-Nacht-Modus Leute fotografieren wollt, wird es knifflig, denn die müssen eine Weile komplett unbeweglich bleiben – sonst verwackeln sie auf dem Foto.

 

Übrigens ist uns aufgefallen, dass ihr im Super-Nacht-Modus nur Bilder im 4:3-Format machen könnt, selbst wenn ihr eigentlich 16:9 eingestellt habt.

 

superior-night-people

Auf dem Foto oben seht ihr Nicoles Eltern und könnt sehr schön erkennen, welchen Unterschied es macht, ob man stillsteht oder nicht: Während es Nicoles Vater scheinbar zur Meisterschaft gebracht hat im Stillstehen, hat ihre Mutter ihr Gesicht ein klein wenig bewegt und dadurch wird es auf dem Foto ein bisschen unscharf. Es ist also nicht wirklich einfach, in diesem Kamera-Modus Leute zu fotografieren, aber nichtsdestotrotz macht es jede Menge Spaß, es mal auszuprobieren.

Nicole hatte diesen Spaß jedenfalls definitiv beim Herumexperimentieren mit den unterschiedlichen Nacht-Einstellungen der Kamera des Huawei P8. Es ist auf jeden Fall ein ziemlich unkomplizierter Weg, Menschen an fortgeschrittenere Foto-Techniken heranzuführen. Eigentlich wollte Nicole mit den Pro-Einstellungen der Cams beim Galaxy S6 und dem S6 Edge+ ein Vergleichs-Video erstellen, aber selbst ihre Kenntnisse beim Fotografieren reichen nicht aus, um dort ähnlich hochwertige Aufnahmen zu machen.

Wie sie sagt, hat sie sich jedenfalls nach dieser Lagerfeuer-Nacht in das Huawei P8 verliebt, was nicht nur an der starken Kamera liegt, sondern auch, weil sie eh schon Fan dieses Formfaktors ist und sie das P8 leicht mit einer Hand bedienen kann. In einer Welt, die aktuell von 5,5 Zoll-Geräten dominiert wird, freut sie sich darüber, dass sie diesen 5,2-Zöller in die Hosentasche stecken kann und ihn mit nur einer Hand bedienen kann.

Nach dieser Erfahrung will sich Nicole nun als nächstes das Huawei Mate S ausprobieren. Die Kamera soll nochmal verbessert worden sein gegenüber der im P8 und wenn ihr Vorschläge habt, wie man dieser Kamera dann am besten auf den Zahn fühlen kann und welche Features ihr erklärt haben wollt – lasst es uns wissen.