HP ZBook x2 vorgestellt – erste „Detachable Workstation“ der Welt

Mit dem HP ZBook x2 wurde im Rahmen der Adobe-Max-Konferenz ein bärenstarker Windows-10-Hybrid vorgestellt, der sich an professionelle Nutzer und vor allem Grafiker und Designer wendet.

Der US-Computerhersteller HP hat mit dem HP ZBook x2 ein neues High-End Detachable-Notebook bzw. -Tablet vorgestellt, das sich ausdrücklich an professionelle Anwender wie Designer richtet und mit enormen Spezifikationen aufwartet. Das Gerät hat wie Microsofts Surface einen Ständer, bietet aber erheblich mehr Leistung und wiegt dabei mehr als ein ganzes 15-Zoll-Notebook.

Das HP ZBook x2 wurde auf der Adobe Max-Konferenz erstmals gezeigt, womit bereits klar ist, an wen man sich mit dem Produkt richtet. Designer und professionelle Grafiker sollen damit selbst riesige Dateien problemlos bearbeiten können und gleichzeitig eine Art mobile Workstation bekommen, um so auch unterwegs ohne Einschränkungen aktiv bleiben zu können.

HP selbst spricht von der „ersten Detachable- und gleichzeitig leistungsfähigsten PC-Workstation der Welt“. Zumindest im ersten Punkt dürfte man Recht haben. Die Hardware entspricht dem hohen Anspruch: Das 14-Zoll-Display löst mit ganzen 3.840 x 2.160 Pixeln auf und besitzt eine mattierte Oberfläche. Der Anwender bekommt einen Wacom EMR-Stylus dazu, der dank 4096 Druckstufen höchst präzise und weitestgehend verzögerungsfreie Eingaben ermöglichen soll.

Die Grafik-Power für das 4K-Display liefert in den am besten ausgerüsteten Versionen eine Nvidia Quadro M620 Zusatz-GPU mit zwei Gigabyte eigenem GDDR5-Speicher. Unter der Haube hat der Kunde die Wahl zwischen einer ganzen Palette von Dual- und Quad-Core-SoCs von Intel, die vom zweikernigen Intel Core i7-7500U mit 2,7 Gigahertz Basistakt und 3,5 GHz Maximalfrequenz bis hoch zum Intel Core i7-8650U aus der „Kaby Lake-R“-Familie reicht, dessen vier Kerne mit 1,9 GHz Basistakt arbeiten und bei Bedarf per TurboBoost auf bis zu 4,2 GHz beschleunigen.

Beim Arbeitsspeicher hat der Kunde die Wahl zwischen 16 und 32 Gigabyte DDR4-RAM, während die SSD-Palette von einer 128 Gigabyte großen SATA-SSD bis hoch zu einer 2-Terabyte-SSD auf PCIe-Basis reicht. Natürlich ist das Gesamtpaket keineswegs kompakt und auch nicht lüfterlos. Das Gerät bringt es auf ein Gewicht von fast 1,7 Kilogramm — ohne Tastatur wohlgemerkt — und trägt mit einer Bauhöhe von gut 15 Millimetern für ein Tablet ziemlich dick auf.

Dafür verpasst HP seinem ZBook x2 aber auch noch einen mit 70 Wattstunden extrem großen Akku für bis zu 10 Stunden Laufzeit und hat das Gehäuse nach MIL-STD810G, also nach dem von diversen Rugged-Notebooks und -Tablets bekannten US-Militärstandard zertifizieren lassen, so dass es Stürze aus bis zu 1,2 Metern höhe problemlos überleben dürfte. Auf der Rückseite befindet sich ein ausklappbarer Ständer, mit dem das Tablet in einem beliebigen Winkel aufgestellt werden kann.

Am unteren Ende lässt sich dank eines magnetischen Streifens auf Wunsch eine hintergrundbeleuchtete Tastatur andocken, wie sie mit dem Surface Type Cover auch von Microsoft angeboten wird. Außerdem stopft HP ein Gigabit-WLAN- und Bluetooth-4.2-Modul, NFC, zwei Stereo-Lautsprecher mit Anpassungen von Bang & Olufsen, eine 720p-Webcam auf der Front und eine 8-MP-Cam auf der Rückseite sowie einen Fingerabdruckleser in das Gehäuse.

An HPs neuem Über-Tablet befinden sich außerdem Thunderbolt-fähige USB-C-Ports, ein HDMI-Ausgang von voller Größe sowie ein ganz normaler USB-3.0-Port. Darüber hinaus hat man eine Reihe von Hardware-Tasten integriert, um bei der Stiftnutzung Mausklicks zu ermöglichen und so die Bedienung von diversen Bildbearbeitungsprogrammen zu erleichtern.

 

Für Kreative und generell jeden, der gerne auf professionellem Niveau an einem möglichst mobilen Windows-Device arbeiten möchte, sind das derzeit richtige Festtage, denn HPs neues Kraftpaket wird lediglich einen Tag nach der Enthüllung des Microsoft Surface Book 2 vorgestellt. Preislich muss man der Leistung entsprechend aber auch bei beiden relativ tief in die Tasche greifen.

HP hat die Preise auf der Produktseite noch nicht bekanntgegeben, nennt aber als Einstiegspreis 1 749 Dollar, was angesichts dessen, was man dafür bietet, auch absolut klar geht. Besonders Grafiker und Menschen in artverwandten Berufen dürften diesen Hybriden dem Neuankömmling von Microsoft vorziehen, auch wenn ihr davon ausgehen könnt, dass in besserer Ausstattung auch der Preis nochmal deutlich nach oben geht.

Quelle: WinFuture.de