Huawei MateBook E 2-in-1-Laptop im Hands On-Video

Neben dem vollwertigen Laptop MateBook X hat Huawei auch ein 2-in-1-Gerät vorgestellt. Das MateBook E ist ein Update seines Vorgängers MateBook und bringt eine Reihe Verbesserungen mit. Ist das MateBook E eine Alternative zum New Surface Pro?
von Jake Pietras am 24. Mai 2017

Mit dem MateBook X hat Huawei sein erstes „echtes“ Notebook vorgestellt, es gibt aber auch einen direkten Nachfolger zum letztjährigen 2-in-1-Device. Um es vom X zu unterscheiden, hat das den Namenszusatz „E“ erhalten und bekam ein paar sehr nette Features und Updates spendiert.

Zum einen ein mit 2160 x 1440 Pixeln auflösendes IPS-Display, das für ein Gerät seiner Klasse mit 400 Nits gute Helligkeitswerte besitzt. Der zwölf Zoll große Bildschirm kann als Tablet genutzt werden und ist dann mit 640 Gramm rund 70 Gramm leichter, als das rund ein Zoll größere iPad Pro.

Und gleich 130 Gramm leichter als das etwa gleich große Microsoft Surface Pro. Wobei der Vergleich aufgrund leistungsfähigerer Komponenten sowie dem integrierten Surface Stand natürlich hinkt. Schmal ist das MateBook E dafür und misst lediglich 6,9 Millimetern Dicke.

Statt Stand bringt das MateBook E ein Tastaturcover (oder Folio) mit, das wie das Smart Keyboard für das iPad funktioniert. Ich bin tatsächlich iPad-Fan, finde die 180 Euro für das Smart Keyboard aber unverschämt und freue mich, dass Huawei seine Version in den Lieferumfang gepackt hat. Mit Folio wiegt das MateBook E dann 1100 Gramm.

Das Folio kann bis zu 160 Grad nach hinten geklappt werden und erlaubt so einen angenehmen Blickwinkel in allen möglichen Körperstellungen, zum Beispiel auf dem Bauch auf der Couch liegend. Dazu gibt es auch noch das MateDock 2, das per USB-C angeschlossen wird und dann wiederum Anschlüsse in Form von HDMI, VGA, USB-C und USB-A anbietet.

Beim Prozessor dagegen trickst Huawei ein wenig bei der Namensgebung. Das MateBook E hat einen Intel i5-7Y54-Prozessor verbaut, der zwar i5-CPU-Power suggeriert, aber ein Nachfolger des m5-6Y54 ist. Er ist mit seinem 1,2 Gigahertz Base Speed also nicht ganz so performant wie ein echter i5, bewältigt Leistungsspitzen aber mit 3,2 Gigahertz Turbo Speed. Nur eben nicht dauerhaft. Der Arbeitsspeicher ist übrigens vier Gigabyte groß, der Hauptspeicher 256 auf einer SSD.

Ein nettes Feature, das auch das MateBook X besitzt ist der Fingerabdrucksensor, der zwischen den Lautstärkebuttons installiert ist. Somit könnt ihr euch ohne Passwort einloggen oder das Device aus dem Ruhezustand aufwecken. Damit das MateBook E aber nicht die ganze Zeit rumpennt, sondern auch Power beim Arbeiten hat, hat Huawei einen 4430 mAh großen Akku verbaut.

Somit soll das gute Stück rund 9 Stunden Videos abspielen, wenn ihr die Helligkeit auf 50 Prozent habt. Soundtechnisch sind zwei Lautsprecher verbaut, die Dolby Audio Premium-Sound liefern. Ich persönlich bin generell kein Fan von Laptoplautsprechern und würde vermutlich eher zu Kopfhörern greifen. Als Kabelhasser empfehle ich Blueetooth-Kopfhörer, eine Klinkenbuchse hat Huawei dem MateBook E aber trotzdem spendiert.

Das MateBook E erscheint Ende Juni für 1 199 Euro und wird in Deutschland in der Farbe Champagne Gold mit einem braunen Cover ausgeliefert. Die Variante in Titan Grey mit blauem Folio kommt bei uns vorerst nicht.