Alle Specs geleakt
Huawei P20 Pro: Lässt die Irsinns-Kamera das Galaxy S9 alt aussehen?

In wenigen Tagen wird in Paris das Huawei P20 Pro enthüllt. Dessen Cam wird mit 40 MP-Cam und 5-fach Hybrid-Zoom aufwarten können, wie jetzt enthüllt wurde.

Und noch ein Leak! Vieles dürfte nicht mehr zu enthüllen sein, wenn Huawei seine neuen Modelle der P20-Reihe in Paris offiziell vorstellt. Jetzt gibt es nämlich weitere Informationen und wie so oft wurden sie von Roland Quandt für WinFuture.de ins Licht gezerrt. Konkret geht da um Informationen zum Huawei P20 Pro, welches das neue Flaggschiff der Chinesen darstellen wird.

Auffällig ist dabei, dass wieder einmal das Hauptaugenmerk auf die Kamera gerichtet wurde. Das fällt schon bei Huaweis eigenen Teasern auf und bestätigt sich beim Blick auf die bereits enthüllten Specs. Egal, ob Apple, Samsung oder nun eben auch wieder einmal Huawei: Bei neuen Modellen wird sowohl bei der Entwicklung aber eben auch beim Bewerben der Geräte viel Energie vor allem in die Kamerasysteme gesteckt. Vielleicht ist die Cam eines Smartphones tatsächlich am ehesten dazu geeignet, den eigenen Fortschritt zu dokumentieren und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Das soll nun auch beim Huawei P20 und vor allem beim P20 Pro der Fall sein. Das Pro-Modell soll den Enthüllungen zufolge mit einer Triple-Cam ausgestattet sein, die bis zu 40 Megapixel ermöglicht und über einen 5-fach Hybrid-Zoom verfügt. Klar, dass hier Erinnerungen wach werden an das Nokia Lumia 1020, welches seinerzeit mit 41 Megapixeln aufwarten konnte. Wie zu erwarten war, haben wir es auch hier wieder mit einer Kamera zu tun, die der Leica-Schriftzug ziert.

Beim Zoom wird ein 3-facher optischer Zoom dank der 40 MP-Cam mit einer digitalen Vergrößerung kombiniert, so dass das Resultat eben ein 5-fach Zoom sein soll, der zumindest nah an einen rein optischen Zoom heranreichen soll. Die Belege dafür wird Huawei natürlich noch liefern müssen.

Neben der zweiten Cam mit 8 Megapixeln befindet sich dann noch ein dritter Shooter auf der Rückseite des P20 Pro, der dem Leak zufolge mit 20 Megapixeln ausgestattet ist und wohl monochrom arbeiten soll, was für eine größere Tiefenschärfe sorgen wird. Weitere durchgesickerte Infos zu den Kameras: Eine noch nicht näher erläuterte “Light Fusion”-Technik soll zum Einsatz kommen, an Bord befinden sich ein IR-RGB-Sensor sowie ein Laser-Autofokus und bei den Blenden setzt man auf Größen zwischen f/1.6 und f/2.4. Vorne vertraut Huawei auf eine 24-MP-Cam. Mit an Bord wird auch eine Zeitlupen-Funktion sein, die wie das Samsung Galaxy S9 960 Frames per Second bei 720p-Auflösung ermöglicht.

All das in Summe ist zumindest auf dem Papier ganz großes Kino und könnte dafür sorgen, dass auch die einschlägig als sehr gut bekannten Kameras beispielsweise vom Galaxy S9, Pixel 2 oder den jüngsten iPhones in Bedrängnis geraten.

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Aber auch jenseits der Kamera will Huawei hier eine völlig neue Duftmarke setzen und hat sich bemüht, ein äußerst überzeugendes Smartphone mit durch die Bank beeindruckenden Specs zu bauen. Dabei kennen wir den Huawei Kirin 970 Octa-Core-SoC (vier ARM Cortex-basierte A53-Kerne mit bis zu 1,8 GHz und vier Cortex-A73-Kerne mit bis zu 2,36 GHz) nebst NPU (Neural Processing Unit) schon aus anderen Huawei-/Honor-Modellen.

Dazu gibt es 6 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Auf die Möglichkeit, den Speicher per microSD-Karte zu erweitern, scheint Huawei dieses mal zu verzichten. Zwar soll es auch eine Version des P20 Pro mit 256 GB Speicher geben, die scheint aber nicht für den europäischen Markt vorgesehen.

Das Display mit Notch im 19:9-Format wird mit 2.240 x 1.080 Pixeln auflösen, wobei es sich hier um ein OLED-Panel handelt. Meine Meinung zur Notch kennt ihr ja, aber anscheinend soll die in diesem Fall Software-seitig immerhin zu deaktivieren sein. Das Display mit einer Diagonale von 6,1 Zoll dürfte insgesamt wieder ein starkes sein, allerdings nichts, was der Konkurrenz Kopfschmerzen bereitet.

Der Akku soll mit 4.000 mAh wirklich riesig ausfallen und dank SuperCharge-Technologie auch denkbar flott befüllt werden können. Es gibt weiter Unterstützung für 31 LTE-Bänder und Gigabit-ac-WLAN, allerdings kommt lediglich Bluetooth 4.2 zum Einsatz. Das P20 Pro setzt auf einen Type-C-Anschluss mit USB-3.1-Unterstützung.

Wie es aussieht, fällt dafür der 3,5 mm Klinkenanschluss weg, so dass ihr an den beiliegenden Kopfhörern einen Typ-C-Stecker vorfindet, wobei allerdings ein Adapter auf die Klinke ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist. Sowohl Android Oreo als auch die hauseigene EMUI befindet sich in Version 8.1 auf dem Gerät, wobei über die Software-Neuerungen noch wenig bekannt ist — vielleicht das letzte große Geheimnis, welches es am 27. März zu enthüllen gilt.

Das Smartphone wird in den Farben “Ceramic Black”, “Midnight Blue” und “Twilight” angeboten, ist IP67-zertifiziert und soll bei einem Gewicht von 174 Gramm schlanke 7,65 Millimeter dünn sein. Im Handel wird dieses Huawei P20 Pro dann für eine unverbindliche Preisempfehlung von 899 Euro zu haben sein. Mit diesem High-End-Phone greift man ganz bewusst die Premium-Konkurrenz an und lässt sich das dann logischerweise von den Käufern auch dementsprechend bezahlen.

Ob diese Rechnung aufgeht, wird sich dann zeigen, wenn das Huawei P20 Pro in den Handel gelangt, was vermutlich auch schon sehr bald nach der Präsentation in Paris der Fall sein könnte. Allein schon wegen der ausgeklügelten Kamera-Technologie könnte dieses P20 in der Pro-Ausführung eines der spannendsten Modelle des Jahres werden – und wir werden euch selbstverständlich darüber informieren, sobald alle Daten offiziell sind.

Quelle: WinFuture.de