Instagram: Fünf Dinge, die mich an euren Instagram Stories nerven

Stories werden täglich mehr und mehr genutzt, vor allem bei Instagram. Manche sehe ich mir sehr gern an, manche nerven übelst. Ich sage euch, was mir in euren Stories besonders auf den Senkel geht.

Eins direkt mal vorweg: Selbst, wenn ich in diesem Beitrag fünf Punkte nenne, die mich an euren Stories nerven, fühlt euch bitte nicht zu sehr auf den Schlips getreten. Ich meine das auch nicht ganz so bierernst und würde mich freuen, wenn ihr es auch ein wenig mit Humor nehmt.

Und nicht vergessen: Ich bin ein alter Mann :-D Soll heißen, ich hab schon Mühe, alles zu begreifen, was über Facebook und Twitter hinausgeht. Instagram hat sich mir erst spät erschlossen, Snapchat kapier ich bis heute nicht wirklich. Bei den immer erfolgreicher werdenden Stories, egal ob bei Insta, Facebook oder eben Snapchat (von wo Mark Zuckerberg sich die Funktion abgekupfert hat), kommt es tatsächlich für mich auf die Leute und natürlich die Inhalte an, ob sich mir der Sinn erschließt.

Bei Menschen, die ich sehr mag, interessieren mich auch Kleinigkeiten aus dem Alltag, bei vielen anderen hingegen gehen mir solche Kleinigkeiten auf den Wecker. Manche Leute haben einfach ein Talent dafür, mir von ihrem Tag zu berichten und man sieht und hört ihnen ebenso gern zu, wie man beispielsweise auch Podcast lauscht. Andere wiederum erzählen ebenfalls aus ihrem Leben, aber es langweilt mich so hart, dass ich es fast schon unverschämt finde, dass man so etwas in einer Story veröffentlicht.

Ihr merkt also, dass diese Nerv-Faktoren eine sehr subjektive Kiste sind und ich ganz sicher nicht der Maßstab für euch bin. Nichtsdestotrotz: Ich habe mich in letzter Zeit mit Freunden und Bekannten ausgetauscht, was sie selbst für Stories machen, was sie sich gern ansehen und was sie nervt. Daher bin ich zumindest guter Dinge, dass meine fünf Punkte nicht nur mir allein auf die Nerven gehen. Los geht’s:

Gehen

Ich bediene mich hier übrigens mal bei einem Bild, welches nicht aus Instagram stammt. Das hat seinen Grund, denn ich will ja hier nicht meine Insta-Freunde als schlechtes Story-Beispiel auf die Bühne zerren. Also verkneife ich mir das mal ;)

Es geht jedenfalls um ein Element, welches ich wirklich tagtäglich in den Stories sehe und welches ich auch tagtäglich nicht begreife: Leute latschen irgendwo rum und filmen sich während des Gehens auf die eigenen Füße. Ich mag auch keine “Ich lieg am Strand und das hier sind meine Füße”-Fotos von euch, aber die Strand-Saison neigt sich ja wohl jetzt dem Ende. Diese Rumlatsch-Videos sind aber leider Saison-unabhängig und werden mir damit noch länger auf den Zeiger gehen.

Was wollt ihr damit eigentlich ausdrücken? Hurra, ich kann laufen? Seht her, wie aktiv ich bin? Das waren noch Zeiten, als man von den Dingen erzählt hat, zu denen man gegangen ist und nicht in eine Story verpackt hat, wie man gerade dabei ist, zu irgendwas hinzugehen.

Nicht falsch verstehen: Innerhalb einer Story kann das durchaus mal ein sinniges Element sein, wenn die Marschiererei tatsächlich für irgendeinen Spin in eurer Geschichte gut ist. Aber in 99 von 100 Fällen erreicht man bei mir damit nur, dass ich zur nächsten Story wischen möchte.

 

Boomerang

Dieser Punkt wird gerne mal mit dem Laufen aus dem ersten Punkt kombiniert. Auf diese Weise entsteht ein Meisterwerk, welches mir in der einen Sekunde marschierende Füße präsentiert, in der nächsten einen klitzekleinen Fitzel Straßenbelag neben den marschierenden Füßen. Unabhängig davon, dass mir das in den Augen wehtut und man Angst haben muss, dass man durch dieses unsinnige “Boomerangen” seekrank wird, verstehe ich auch hier den Mehrwert einfach nicht.

Wir haben schon einmal einen Artikel explizit über dieses Feature geschrieben und dort findet ihr auch einige tolle Beispiele wie das oben gezeigte. Genau SO ergibt diese Funktion Sinn, also gebt euch gefälligst ein bisschen Mühe.

Instagram: Tipps, um großartige “Boomerang”-Videos aufzunehmen

Langeweile

Ich erwähnte es oben schon, dass es Menschen gibt, denen ich einfach gerne zuhöre. Vermutlich könnten die auch aus dem Telefonbuch (die älteren wissen noch, was ich meine) vorlesen und ich würde es genießen. Das sind aber nur eine Handvoll Menschen und das bedeutet, dass bei allen anderen wichtig ist, dass das erzählte irgendwelche Substanz hat.

Hat es leider aber oft nicht, denn nicht selten merken die Verfasser selbst, dass ihre Story — sorry — scheiße ist. Da wird in der Story berichtet, dass ihnen langweilig ist, oder dass sie gar nicht wissen, was sie in ihre Story packen sollen. Wisst ihr was? Dann lasst es — es geht die Welt nicht davon unter, wenn ihr zwei Tage pausiert und erst am dritten Tag wieder eine Story postet.

Manchmal merken die Instagram-Nutzer allerdings auch nicht, dass sie langweilig sind. Dann darf man einen Blick auf die Kaffeemaschine werfen, lässt sich erzählen, dass der Nutzer gleich einkaufen geht und andere Sensationen. Irgendwann hat euch mal irgendwer erklärt, dass es total super ist, viel mit euren Fans und Freunden zu kommunizieren und durch eure fancy Stories Nähe zu signalisieren. Aber dann seht bitte zu, dass die Story eben auch wirklich fancy ist und nicht irgendein lahmer “Was erzähl ich denn jetzt mal”-Kram.

Stories, die mitten im Satz…

Dieser Punkt ist eher technischer Natur, nervt mich aber dennoch hart: Nehmt doch eure Stories so auf, dass man auch wirklich hört, was ihr zu erzählen habt. Wenn nur mal das letzte Wort abgeschnitten wird — drauf geschissen, das ist mir echt egal. Aber oft geht genau die ganze Message verloren, wenn ein Teil eines Satzes fehlt.

Manche von euch stellen das fest und ergänzen es dann im nächsten Kapitel der Story entsprechend. Viele machen aber einfach weiter und genau an dem Punkt macht es für mich dann weder Sinn noch Spaß, weiter zuzuhören.

Bilder ohne Zusammenhang

Ein letzter Punkt, bei dem ich mir ziemlich sicher bin, dass es sehr vielen von euch nicht so auf die Nerven geht wie mir: Aneinanderreihungen von Fotos! Ich sehe ein angebissenes Frühstücksbrot, dann die Füße des Protagonisten, ein Plattencover und dann vielleicht noch ein verwackeltes Party-Bild. Alles ohne Kontext, ohne Kommentar und somit für mich ohne Mehrwert. Stellt eure Stories doch bitte nicht so lieblos zusammen. Wie schon oben beim Punkt “Langeweile” gilt meiner Meinung nach auch hier: Macht eine Story, wenn ihr eine Geschichte auf der Pfanne habt. Wenn es nix Besonderes gibt, was es mitzuteilen gilt, dann muss es auch nicht so eine unmotivierte Bildersammlung sein.


Und? Könnt ihr meine fünf Nerv-Punkte nachvollziehen? Oder seid ihr komplett anderer Meinung? Letzteres ist wie gesagt gut möglich, weil es selbstverständlich subjektiv ist, was einem auf den Wecker geht. Sagt mir in den Comments, ob es andere Dinge innerhalb der Stories auf Instagram (oder sonst wo) gibt, die euch furchtbar auf den Senkel gehen. Ich werde mir derweil mal überlegen, ob ich mal eine Umfrage auf dem Blog starte, um einfach mal bei euch abzufragen, wie beliebt diese ganzen Stories bei euch überhaupt sind und welches eure favorisierte Plattform dafür ist.

Artikelbild: Allfacebook.de