Intel Atom x3, x5 & x7: die neue Generation startet noch vorm Sommer

Intel hat auf dem Mobile World Congress 2015 wie erwartet seine Namensstruktur für die Atom-Familie öffentlich gemacht und gleichzeitig die baldige Einführung der neuen Atom-Chipfamilien “SoFIA” und “Cherry Trail” bekanntgegeben, die jeweils als Intel Atom x3, x5 und x7 auf den Markt kommen sollen. Alles zusammen klingt durchaus vielversprechend und lässt durchblicken, dass Intel hier eine breite Front aus neuen mobilen Prozessoren einführen will.

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Die ersten Anzeichen dafür, dass der MWC 2015 als Plattform für den Launch der neuen Chips für Smartphones, Tablets und günstige Notebooks dienen würde, gab es bereits in der letzten Woche. Jetzt ist es soweit und das Unternehmen hat angekündigt, dass im weiteren Jahresverlauf die ersten Geräte mit den Chips auf den Markt kommen. Konkret heißt dies, dass die Intel Atom x3 C3000-Serie auf Basis der SoFIA-SoCs in Smartphones und 3G/4G-fähigen Tablets landen soll, während die Intel Atom x5 Z8000- und Intel Atom x7 Z8000-Serie in leistungsfähigeren Tablets auf Basis von Windows und sicherlich auch Android Einzug hält. Die neuen Chips lösen dann schon bald die noch nicht gerade alten Intel Atom “Bay Trail” und vor allem auch die bisher nur in wenigen Geräten verwendeten Intel Atom “Moorefield”- und “Merrifield”-SoCs ab. Immerhin sechs Hersteller sollen noch in der ersten Hälfte des Jahres entsprechende Geräte auf den Markt bringen.

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Die Intel-Slides machen schon rcht deutlich wie der Markt aufgeteilt wird. Ab nur 75 Dollar soll es mit Geräten auf Basis des Intel Atom x3 losgehen, der dort dann in der Variante mit 3G-Support verbaut wird. Bis 150 Dollar geht es dann mit den LTE-fähigen x3-Varianten auf Basis von “SoFIA” weiter, bevor dann allmählich der Bereich der “Value”-Geräte beginnt, bei denen der x5 auf Basis der “Cherry Trail”-Architektur verbaut ist, aber ohne ein Mobilfunkmodem auskommen muss. Ab 250 Dollar soll es dann schon mit Geräten auf Basis des Intel Atom x5 und x7 losgehen, bei denen ein 3G- oder LTE-Modem eines Drittherstellers verbaut sein wird. Für alle Geräte jenseits von rund 450-500 Euro sieht Intel ohnehin seinen Core M vor, wobei die neuen x7-Atoms wohl durchaus im Bereich der ultrasparsamen Core-Chips wildern könnten.

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Das Block-Diagramm von Intel zu den x5- und x7-SoCs verrät einige interessante Details. So wird es nicht nur Varianten mit Support für die Intel RealSense-Technologie geben, sondern auch Modelle mit HDMI1.4b-Support, also die Möglichkeit zur Wiedergabe von Inhalten in 4K-Auflösung bei 30 Frames pro Sekunde sowie den Betrieb von internen Displays mit 2K-Auflösung. Limitierend wirkt unter anderem der noch immer per eMMC-Anbindung ausgeführte Speicher und einige andere Faktoren, so dass Intel die Trennlinie zwischen Atom und Core auf diesem Weg trotz steigender Leistung weiter beibehält. Apropos Performance: In GFXBench lieferte ein Atom x7 im Vergleich zum aktuellen Intel Atom Z3795 rund die doppelte Grafikleistung und in 3DMark Ice Storm Unlimited fiel das Ergebnis um und 50 Prozent höher aus. Als Vergleichsplattform diente ein ElitePad 1000G2 von HP, das gegen ein ähnlich ausgestattetes Prototypen-Tablet antrat. Folgende Konfigurationen wurden für die oben genannten Ergebnisse verwendet:

  • Intel Reference Platform: Intel® AtomTM x7-8700 processor 2.4GHz, 4GB LPDDR3-1600, eMMC, Windows* 8.1 64bit, Display: 8” 1920×1200, Battery assumption: 21WHr
  • HP* Elitepad 1000 G2 based on Intel® AtomTM Z3795 processor 1.59GHz, 4GB LPDDR3, eMMC, Windows* 8.1 64bit, Display: 10.1” 1920×1200, Battery: 30WHr
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