NECLUMI – Pico-Projektor wirft Lichtmuster an den Hals

Ein iPhone mit passender App und ein Pico-Beamer und schon ist der „Lichtschmuck“ fast marktreif. Wie die App funktioniert und welche Licht-Motive an den Hals projiziert werden können erkläre ich im Beitrag.

Zuerst ein Rückblick – Anno 2009: Projektoren als Wearable Device

Erinnert sich noch jemand an den 2009er TED-Talk Pranav Mistry: The thrilling potential of SixthSense technology. Wer den Talk noch nicht kennt sollte sich nun sofort das Video anschauen:

Pranav Mistry nutzte damals einen Projektor an einem Halsband um ein Bild an Wände und auf Personen zu projizieren. Wer sich bei seiner Gesten-Steuerung an den 2002er Film Minority Report erinnert fühlt, da trügt der Eindruck nicht.

2014: Neclumi wird vorgestellt

Vor vier Montaten stellten Jakob Kozniewski (Design) und Piotr Parszzewski (App-Entwicklung) das Projekt in einem Video vor. Auf der Website schreibt das Team:

We’re posing a question if we’re willing to abandon atoms of gold for the waves of light ? At the current stage the whole setup is based on iPhone running custom app and a picoprojector connected via hdmi cable and attached to the wearers chest.

Geht man nun ein Schritt weiter, so haben wir in ein paar Jahren einen ganz neuen Markt für Damenschmuck. Wieso nur für Damen? Wir Herren könnten statt Hipster-Bart ein #LightBeard tragen. Habe ich mir gerade ausgedacht. Fragt nicht…

Roto, Movi, Giro und Sono – Die vier Modi der Neclumi-App

  • Roto: Mit dem Gyroskop des iPhone wird auf die Drehungen des Trägers geachtet und eine Wolke an Leuchtpunkten am Hals der Trägerin herum rotiert.
  • Movi: Der Beschleunigungssensor des Smartphones dient als Vorgabe für die Lichtbilder.
  • Airo: Der Pedometer des Smartphones dient als Impulsgeber für das Licht. Die Gehgeschwindigkeit bestimmt das Leuchtverhalten. So entstehen wundervolle Leuchtmotive am Hals.
  • Sono: Das Mikrofon des iPhones “kontrolliert” die Lichtmuster. Je höher der Lärmpegel, desto wilder werden die Bilder.

Ausblick auf das Projekt und die Idee des Licht-Schmucks

Given the rate of miniaturisation of the picoprojector technology and observing the trend of wearables treated more as jewellery and fashion accessories rather than just gadgets, we predict that wearable projection and projection-based jewellery become a reality in a few years. We’re currently committed to create a standalone version of the project and we’re opened for funding and collaboration.

Wer nun über News zu dem Projekt auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich in den Newsletter der Entwickler eintragen. Oder direkt Kontakt aufnehmen und mit den Entwicklern eine Kickstarter-Kampagne starten. Mich würd´s freuen!