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Netflix & Amazon Prime: Top Empfehlungen im Juni

Mit The Neighbors, Vom Winde verweht und London Spy ist man gut aufgehoben: Vom klassischen Streifen über Sci-Fi Comedy und BBC Rätselspaß ist alles dabei!
von Jessica Mancuso am 13. Juni 2016

Der Juni bringt uns wieder allerhand Filme und Serien zum Streamen. Bevor am 17.6. die 4. Staffel Orange is the new black auf Netflix beginnt, habe ich uns zwei Serien und einen Film rausgesucht, die man sich entspannt zur Überbrückung anschauen kann.

The Neighbors – Amazon Prime

Bei The Neighbors handelt es sich um eine Sci-Fi-Sitcom aus dem Hause ABC Studios, bestehend aus 2 Staffeln mit insgesamt 44 Episoden, die allesamt via Prime aufrufbar sind.
Im Mittelpunkt der Sitcom steht die Familie Weavers, die ein neues und sehr günstiges Haus gekauft haben, welches es nun zu beziehen gilt. Doch schnell soll ihnen bewusst werden, dass ihre neuen Nachbarn nicht von dieser Welt sind. Ihre neue Wohnsiedlung wird nämlich von Aliens bewohnt, die fortan vieles von ihren irdischen Nachbarn lernen wollen. Besonders Larry Bird, ihr direkter Nachbar und Anführer der Zabvronianer (vom Planeten Zabvron), frisst von Anfang an einen Narren an den neuen Erdenbewohnern. Und obwohl die Weavers schnell aus der Siedlung rauswollen, entscheiden sie sich letztendlich doch, dort wohnen zu bleiben und den Außerirdischen einen Einblick in das irdische Leben zu gewähren.

Wenn du bis hierhin gelesen hast, hast du bereits meinen Respekt. Denn meine ersten Gedanken nach Folge 1, 2, 3… waren: »Was für ein Schrott«, »Wer lässt sich bloß sowas einfallen?« und »Haha! Wie bescheuert!« Und nun ja, diese Serie ist speziell. Oder wie man als Elternteil vorsichtig sagen würde: Sie ist etwas ganz, ganz Besonderes. Doch ich würde sie wahrlich nicht empfehlen, hätte ich dann nicht doch ordentlich Spaß mit den Weavers und den Zabvronianern gehabt.

The Neighbors ist eine Familienserie, die durch und durch niedlich und perfekt für zwischendurch ist. Mir persönlich haben 2 Dinge so gut gefallen, dass ich beide Staffeln schon durch habe. Zum einen stoßen die Zabvronianer einen Freudenlaut aus, der mich jedes mal zum Lachen bringt (Whooo!) und zum anderen die Figur Dick Butkus, der den jüngsten Sohn der Außerirdischen spielt und zum Niederknien ist! 

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Vom Winde verweht – Netflix

Zugegeben; für den Streifen muss man sich schon über 3 Stunden Zeit nehmen und ordentlich was zu essen und trinken bereitstehen haben, sobald man auf PLAY drückt.
Aber dann ist es einfach nur herrlich! Ein richtig alter Schinken mit ordentlich Charme. Ich hatte ja keine Ahnung, was für ein törichtes und dickköpfiges Mädchen die junge Scarlett ist, die allen Männern den Kopf verdreht und noch keine Ahnung vom Leben, geschweige denn von sich selbst hat. Außerdem kreischt niemand so wundervoll “Rhett!” in die Kamera. Wirklich niemand.

Jeder kennt diesen Film oder hat zumindest schon mal davon gehört. Ich war bis vor Kurzem noch der Typ »mal von gehört«, aber nie gesehen und bin jetzt umso froher, ihn endlich mal gesehen zu haben. Oder wusstet ihr z. B., dass der Film an einigen Stellen mit zeitlosem Humor überzeugen kann? Ich wusste es nicht. Und so hat der Film, von der Länge abgesehen, mich positiv überrascht und noch besser unterhalten. Daher mein Tipp: Einfach mal reinschauen. Kostet ja nichts ;)

Wer aber 12 Stunden und mehr Zeit hat und sich lieber das Hörbuch anhören möchte, der kann das hier auf YouTube in insgesamt drei Teilen tun.

London Spy – Netflix

Madonna! Was für eine geniale, atmosphärisch einwandfreie Miniserie! Da lässt sich BBC einfach nicht lumpen, niemals.

Selten haben mich die ersten Minuten einer Serie so in ihren Bann gezogen! Normalerweise muss man erstmal rein kommen, sich langsam darauf einlassen und naja, sich im besten Fall langsam überzeugen lassen. Doch nicht bei London Spy – hier kriecht bereits die erste Folge unter die Haut, bricht dir das Herz, lässt es wieder zusammenwachsen und alles nur, um es dir endgültig zu brechen. Aber das ist o. k., denn die Geschichte wirft so viele Rätsel auf, dass man überhaupt nicht auf PAUSE drücken kann. Unmöglich.

Im Grunde genommen handelt es sich bei London Spy um eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen gibt es den sensiblen Danny, der eine Affinität für berauschende Substanzen hat, und zum anderen den sehr intelligenten Alex, der streng genommen Alistair heißt und sogar ein Genie ist. Danny ist das Herz und Alex das Gehirn, wenn man so möchte. Die beide lernen sich eines Morgens auf einer Brücke kennen, als Alex im Morgengrauen joggt und den am Boden liegenden Danny trifft, dem er umgehend seine Hilfe anbietet, indem er ihm etwas Wasser reicht. Danny, der ein solches Verhalten gerade im anonymen London nicht gewohnt ist, verliebt sich sofort in ihn. Alex hingegen ist eher distanziert und joggt schnell weiter, als eine Berührung ihn zu verwirren scheint. Danny lässt nicht locker und sucht tagelang diese eine Brücke auf, bis Alex ihm erneut über den Weg läuft. Die beiden lernen sich nun endlich kennen.

Dem Zuschauer wird immerhin eine ganze Folge lang diese Liebesgeschichte gezeigt, die meines Erachtens unglaublich unter die Haut geht. Doch das Blatt wendet sich schnell. Aus der Liebesgeschichte dieser zwei Menschen wird schnell ein Thriller, der mehr Fragen aufwirft, als er zu beantworten vermag. Und so befindet man sich als Beobachter umgehend in einer Geschichte voller Geheimnisse, an die allerhand Geheimdienste interessiert sind, weswegen Danny fortan sehr gefährlich lebt.

Stammleser wissen mittlerweile: Gebt mir eine ordentliche Portion Atmosphäre und ich schaue den Shit! Und ich schaue ihn nicht nur, nein, die Wahrscheinlichkeit ihn zu mögen steigt damit automatisch um 75%. Von daher: Schaut alle London Spy! Außer ihr habt Probleme mit gleichgeschlechtlicher Liebe, dann sucht euch bitte Hilfe <3

PS: Obwohl 2 Trailer auf englisch sind, sind die jeweiligen Serien auch auf deutsch streambar.