Crowdfunding
Nextbit Robin: Vorbestellbar ab 399 Dollar, lieferbar ab Februar 2016

Mit dem Nextbit Robin betritt bei Kickstarter ein neues Smartphone die Bühne und setzt dabei sowohl auf individuelles Design und fairem Preis-Leistungs-Verhältnis als auch auf eine Cloud-first-Strategie. Wer schnell ist, kann das ordentlich ausgestattete Device bei Kickstarter für  299 Dollar erwerben, später soll es dann regulär 399 Dollar kosten. 

Update 22. Oktober 2015:

Seit der IFA und dem Kickstarter-Erfolg haben wir nichts mehr vom Nextbit Robin gehört, jetzt aber meldet man sich wieder zu Wort: Das „Cloud first“-Smartphone kann nun offiziell vorbestellt werden, wobei die Auslieferung jedoch erst im Februar des nächsten Jahres erfolgt. 399 Dollar werden dafür fällig, wobei ihr aber für den Versand – je nach Region – noch ordentlich was drauflegen müsst. Da Deutschland nicht explizit erwähnt wird, kommen da noch einmal unerfreuliche 95 Dollar hinzu. Außerdem wird das Robin, welches es in den Farben „Mint“ und „Midnight“ zu kaufen gibt, lediglich mit einem Kabel ausgeliefert. Den Quick Charger müsst ihr also separat erwerben, was nochmals mit 10 Dollar berechnet wird und den Gesamtpreis dann auf knapp über 500 Dollar pusht.

Nextbit Robin in den Farben Mint und Midnight

Auch verschiedene Cases bekommt ihr auf der Seite angeboten mit Preisen zwischen 15 und 35 Dollar, außerdem einen Screen Protector und ein Vinyl-Schaf – das Nextbit-Maskottchen. Die Spezifikationen stehen weiter unten im Beitrag und dort könnt ihr auch nochmal nachlesen, wie sich das Robin sowohl von der Ausrichtung auf die Cloud als auch vom Design von anderen Smartphones abhebt. Dann gilt es zu entscheiden, ob ihr genügend Argumente auf der Pro-Seite findet, um für round about 500 Dollar zuzuschlagen.

Quelle: The Verge

 

Update (16.09.2015): Es gibt ein kleines Update zur Crowdfunding-Kampagne für das Nextbit Robin. Die hat mittlerweile die magische Grenze von einer Million Dollar durchbrochen und liegt somit bereits beim Doppelten des ursprünglich avisierten Ziels. Alle Infos zu dem Smartphone haben wir ja bereits für euch zusammengefasst.

Update (06.09.2015): Auf der IFA hatten wir die Gelegenheit uns das Nextbit Robin näher anzuschauen und uns mit dem Design zu beschäftigen. Auch wenn wir es mit einem frühen, nicht funktionierenden Prototypen zu tun hatten (immerhin ist die Auslieferung noch ein halbes Jahr entfernt), so war die Verarbeitung recht gut. Das Nextbit Robin besteht komplett aus Plastik und ist mit seinem eckigen Design nicht gerade das handlichste Smartphone. Neben den typischen Anschlüssen und Tasten ist vor allem die Upload Anzeige in die Cloud interessant, die mit Hilfe von LEDs anzeigt, ob gerade Daten in die Wolke geschoben werden.

Nextbit robin hands on 6

Originalartikel vom 1.9.2015: Tom Moss und Mike Chan sind ganz alte Android-Hasen, die seinerzeit bei Google an diesem mobilen Betriebssystem gearbeitet haben. Dem Unternehmen hat man aber den Rücken gekehrt und kehrt nun mit dem neuen Unternehmen Nextbit auf die Tech-Bühne zurück – mit einem eigenen Smartphone namens Robin, welches man über Kickstarter finanziert bekommen möchte.

Wie will man sich angesichts unzähliger Konkurrenten auf diesem Markt durchsetzen? Indem man auf eine Cloud-first-Strategie setzt zum Beispiel:

Robin Cloud

Die Macher sagen, dass die Cloud bei diesem Smartphone – deutlich mehr als andere Konkurrenten – tiefer ins Android integriert wurde. Neben dem internen Speicher (32 GB) bekommt ihr auch noch 100 GB Online-Speicher. Eure Apps, Fotos und sonstige Dateien werden stets dort aktualisiert und synchronisiert, wenn ihr am Stromnetz oder im WLAN seid. Selbstverständlich könnt ihr das in den Einstellungen weniger restriktiv gestalten, aber die Cloud gehört definitiv zur Nextbit-Strategie. Das Robin lernt mit der Zeit, wie ihr das Smartphone verwendet – nutzt ihr eine App zum Beispiel über Monate nicht, wird sie in die Cloud verschoben und belastet euren Gerätespeicher nicht. Ein Fingertipp reicht – und die App ist wieder einsatzbereit.

Design-Statement

Robin 02

Darüber hinaus will man aber auch noch anders punkten: Dazu gehört ein Design, welches sich von dem unterscheidet, was die meisten anderen zu bieten haben. Dazu hat man sich eine wahre Koryphäe an Land gezogen: Scott Croyle – den Mann, der bei HTC für das ikonische Design der Flaggschiffe One M7 und One M8 zuständig war! Und das ist dabei herausgekommen:

Auf der Rückseite findet ihr neben der Kamera samt Dual-LED-Blitz auch ein paar Status-LEDs – die zeigen euch an, ob die Verbindung zur Cloud steht, sehen darüber aber auch cool aus. Alles in allem gefällt mir das Design jedenfalls richtig gut.

Spezifikationen des Nextbit Robin

Wenn ihr mich fragt, kann sich das Nextbit Robin tatsächlich sehen lassen und auch das Innenleben muss sich nicht dahinter verstecken – hier sind die Specs:

  • Processor: Snapdragon 808
  • Memory: 3GB RAM / 32 GB onboard / 100 GB online
  • Screen: 5.2” IPS LCD 1080p
  • Rear Camera: 13MP with phase detection autofocus, dual tone flash
  • Front camera: 5MP
  • Battery: 2680 mAh
  • Dual front facing stereo speakers
  • Fingerprint sensor
  • NFC
  • Quick charging
  • USB 3.0 Typ C-Anschluss
  • Bluetooth 4.0 LE
  • WiFi A/B/G/N/AC
  • GSM 850/900/1800/1900
  • WCDMA 850/900/1800/1900/2100
  • LTE Bands 1/2/3/4/5/7/8/12/17/20/28

Beim Display begnügt man sich mit FullHD, setzt dabei auf ein 5,2 Zoll großes IPS-Panel. Angetrieben wird es vom Snapdragon 808, außerdem verbaut man 3 GB RAM. Der Speicher ist wie bereits erwähnt 32 GB groß, dazu kommen die 100 GB Speicherplatz in der Cloud. Dazu kommen auffällig gestaltete Front-Speaker, ein Fingerprint-Sensor, der im Power-Button untergebracht wurde. Einen USB 3.0 Typ-C-Anschluss findet ihr bereits vor und den 2.680 mAh-Akku könnt ihr flott dank Quick Charging wieder aufladen.

Die Nextbit-Mannschaft verspricht, euch immer das aktuellste verfügbare Android zu bieten – wenn alles klar geht, wird das Robin bereits mit Android Marshmallow ausgestattet sein. Außerdem könnt ihr dank unlocked Bootloader CyanogenMod oder jedes andere ROM aufspielen und auf nervige Bloatware verzichtet man auch!

Damit begeben wir uns in der Summe durchaus in die Nähe von bekannten Flaggschiffen – die lässt man sich allerdings keinen Flaggschiff-Preis von 500 oder mehr Dollar kosten: In der Early Bird-Phase hauen die Jungs das Nextbit Robin für 299 Dollar raus, danach immerhin noch für 349 Dollar. Nach der Kickstarter-Kampagne, bei der man 500.000 Dollar einsammeln will, soll das Smartphone dann für 399 Dollar zu haben sein. Was sagt ihr? Hat dieses Device eine Chance zwischen all den Samsungs, Apples und Co?