Nokia 150: 40 Euro Handy ab sofort in Deutschland erhältlich

HMD Global bringt mit dem Nokia 150 sein günstiges "Dumb Phone" nach Deutschland. Es ist ein klassisches Handy, welches bei Mobilcom-Debitel lediglich 40 Euro kosten wird. 

2017 ist das Jahr, in dem Nokia mit nagelneuen Android-Smartphones an alte Erfolge anknüpfen soll. Der Name wurde an HMD Global lizenziert und in der Tat hat man einige spannende Geräte in der Mache. Dabei wollen wir aber nicht vergessen, dass Nokia nicht nur für Smartphones, sondern auch für die klassischen Feature Phones steht. Bis zuletzt konnte das klassische Nokia hier noch in Märkten wie Indien große Erfolge mit besonders günstigen Handsets feiern.

Auch in der neuen Nokia-Zeitrechnung spielen die klassischen Handys eine Rolle, was wir spätestens im letzten Dezember gesehen haben, als das Nokia 150 präsentiert wurde. Lediglich 26 Dollar (vor Steuern) kostet es in den USA, ist aber auch dementsprechend eingeschränkt im Funktionsumfang. Jetzt ist es dank Provider Mobilcom-Debitel auch in Deutschland angekommen und kann dort ab sofort sowohl in Schwarz als auch in Weiß erstanden werden. Einen Aufpreis müsst ihr allerdings in Kauf nehmen – 39,99 Euro kostet das Nokia 150 in unseren Gefilden.

Das Handy bietet euch rudimentäre Features an, die selbstverständlich meilenweit von modernen Smartphones entfernt sind, das Gerät aber gerade bei diesem Preis dennoch für so manchen ziemlich interessant machen könnte. Immerhin könnt ihr neben den Basis-Funktionen – Telefonieren und SMS schreiben – auch einen MP3-Player sowie ein FM-Radio nutzen und VGA-Fotos machen.

Das 2,4 Zoll große QVGA-Display löst mit 240 x 320 Pixeln auf, darunter befindet sich eine klassische Tastatur in Form eines Nummern-Blocks. Eine Front-Cam sucht man vergeblich, hinten sind VGA-Fotos möglich, immerhin mit LED-Blitz. Zum Prozessor sagt uns Nokia nichts, so wie das Spec Sheet generell recht dünn ausfällt. Immerhin wissen wir, dass Bluetooth 3.0 an Bord ist – so könnt ihr beispielsweise die geknipsten Fotos teilen, außerdem können microSD-Karten bis zu 32 GB Kapazität im Nokia 150 untergebracht werden.

Mit dem Akku möchte Nokia – wie in alten Zeiten – punkten, unterstrichen wird dieser Anspruch durch eine Standby-Zeit von 31 Tagen und eine Sprechzeit von 22 Stunden! Geladen wird dieser Akku per Micro-USB-Anschluss, das entsprechende Ladegerät gehört wie ein Headset selbstverständlich zum Lieferumfang. Als Betriebssystem kommt Series 30+ zum Einsatz.

Leider wird bei Mobilcom-Debitel nur die Single-SIM-Variante angeboten, aber auch so bekommt ihr für knapp 40 Euro ein Handy, welches durchaus für den ein oder anderen eine sinnvolle Anschaffung darstellen könnte. Dank microSD-Speicher und MP3-Player habt ihr einen äußerst günstigen Media-Player mit Telefon und Kamera. Außerdem könnte ich es mir gut vorstellen als Handy für Senioren, die nur rudimentäre Funktionen nutzen möchten oder für Kinder, denen man noch kein Smartphone in die Hand drücken, sie aber dennoch ständig erreichen können möchte.

Über einen Verwendungszweck muss ich nachdenken dank eines interessanten Blog-Artikels, den ich gestern gelesen habe: Erik Hauth schreibt vom Digital Detox und erklärt, dass er wieder ein wenig die Uhr zurückstellen möchte. Zurück auf eine Zeit, in der man nicht wie panisch jede Sekunde aufs Smartphone geschaut hat, um die Notifications von Twitter und Facebook zu checken. Ein Punkt, den er sich vorgenommen hat bei seinem Entschleunigungs-Programm: Am Wochenende das Smartphone einfach mal liegen lassen und stattdessen eines der alten Nokia-Handys reaktivieren. Erik – wenn die es nicht mehr tun sollten, ist hier Deine Alternative ;)

Zu guter letzt kann man ein so günstiges Handy auch einfach zuhause in den Schrank packen als Backup-Gerät für den Notfall oder je nach Bedarf (Festival-Wochenende, anyone?) mal rauskramen. Für 39,99 Euro jedenfalls kann das Nokia 150 euch gehören und PS: Ja, Snake ist tatsächlich als Spiel vorinstalliert (neben Snake Xenzia außerdem Nitro Racing von Gameloft). Klar, auch Smartphones werden immer günstiger, aber ich bin sicher, dass auch dieses 40-Euro-Teil seine Lebensberechtigung hat.

Quelle: Golem.de