Oura – der smarte Ring im Hands on-Video

Der Oura Ring ist ein Wearable, mit dessen Hilfe ihr unter anderem eure Schlafprobleme in den Griff bekommen sollt. Nicole konnte sich das durchaus stylishe Gadget einmal kurz anschauen. 
von Carsten Drees am 24. November 2015

Auch Ende 2015 immer noch eine oft gehörte Frage: Welche Lebensberechtigung haben Wearables? Egal, ob wir von smarten Uhren, Brillen, Armbändern oder sonstwas reden: Oft erschließt sich der wirkliche Nutzen nicht, weil sie in den meisten Fällen eben doch nur sowas wie der verlängerte Arm des Smartphones sind.

Ich persönlich schätze Smartwatches, weil mir der schnelle Blick auf die Uhr doch schon wirklich so manche Zeit gespart hat gegenüber dem Hervorzaubern des Smartphones aus der Hosentasche. Ein weiterer Pluspunkt sind die Fitness-Funktionen, die sich oftmals zwar auch im Smartphone befinden, dort aber zumeist rudimentärer umgesetzt werden. Ein unbestreitbarer Vorteil dabei ist es, dass das Wearable ständig Kontakt hat mit unserer Haut. Über einen entsprechenden Sensor können wir zwar auf dem Smartphone ebenfalls einen Puls erfassen – auf dem Wearable kann man diesen aber über einen längeren Zeitraum tracken und analysieren.

Spätestens an diesem Punkt könnte man Features wie das Schlaf-Tracking ins Spiel bringen: Das bieten mittlerweile viele Tracker und ihr könnt mithilfe dieser Funktion die Zeiten erfassen, in denen ihr schlaft und auch, wie viel dieser Zeit auf Tiefschlaf-Phasen entfällt. Haken an der Nummer: Wenn ihr dafür die ganze Nacht eure Smartwatch oder euren Fitness-Tracker tragen müsst, kann das durchaus schnell unangenehm werden und einem ordentlichen Schlaf somit sogar im Wege stehen.

OPPO R7s 05

Der Oura-Ring

Das bringt mich nun endlich zu dem Gadget, welches sich Nicole heute für uns angeschaut hat. Den Oura-Ring, dessen Kickstarter-Kampagne über 650.000 Dollar eingebracht hat und den ihr mittlerweile hier für 299 Euro bestellen könnt. Ouraring aus Finnland hat dabei die Kickstarter-Kohle durch über 2.700 vorverkaufte Ringe gar nicht zwingend notwendig gehabt, weil man auch andere Investoren ins Boot geholt hat.

With Kickstarter campaign we wanted to test how people like the form factor in the context of the benefits it provides and how well the product “sells” itself. With seed and and Kickstarter campaign funding we are finalising the ring firmware and app development, ramping up the volume production of the first 5000 rings and building up US market entry, among others Petteri Lahtela, CEO Ouraring

Mit 299 Euro (oder in der Stealth Black-Version gar 489 Euro) bekommt ihr kein günstiges Wearable in der Art der bekannten Activity-Tracker, die so manches mal aussehen wie aus dem Überraschungsei, sondern einen Ring, der neben seinen smarten Funktionen eben auch als Schmuck funktioniert. Als Material hat man sich eine Keramikverbindung ausgewählt, die sich nicht nur natürlich anfühlt auf der Haut, sondern auch für Allergiker geeignet ist – Grund dafür, wieso das Material auch in der Zahnmedizin eingesetzt wird. Dazu ist der Ring ergonomisch geformt und trägt sich deutlich angenehmer als ein Activity-Tracker.

Ihr habt dank der zugehörigen App (iOS, ab Anfang 2016 auch Android) die Möglichkeit, all das zu überwachen, was bei anderen Wearables auch getrackt wird: Verbrannte Kalorien, zurückgelegte Kilometer/Schritte und vieles mehr. Entscheidender sind aber die Tracking-Funktionen, die euch darüber hinaus überwachen und besonders auch während eures Schlafs. Es wird festgehalten, wann ihr aktiv seid und wann ihr nur auf der Couch oder dem Bürostuhl rumlungert und während des Schlafs können sogar Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf unterschieden werden.

Auf diese Weise habt ihr eine Kontrolle darüber, wie viel Zeit ihr täglich inaktiv verbringt und wie gesund und erholsam euer Schlaf ist. Dadurch, dass der Puls im Finger gemessen wird, zudem die Zeit zwischen den Herzschlägen und die Körpertemperatur, ist das Schlaf-Tracking wesentlich präziser als ihr es aus Smartphone-Apps oder von anderen Wearables kennt. Ich glaube, dass wir gerade im Bereich der Wearables, die sowohl funktionell als auch in Sachen Optik was auf dem Kasten haben, noch viel mehr sehen werden in Zukunft – den Oura-Ring könnt ihr euch bereits jetzt anschauen und zwar im folgenden Video, denn Nicole konnte den Ring bereits anprobieren: