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Stressfrei in die Innenstadt? Park-Apps im Überblick

von Bernd Rubel am 21. April 2016

Wer – wie ich – als Autofahrer einen Teil seines Lebens in Köln Nippes verbracht hat, weiss um die Parkplatzsorgen des Homo Urbicus. Zwar kennt man als Anwohner irgendwann die kleinen Seitenstraßen und “geheimen” Stellplätze, doch an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten Uhrzeiten ist das nicht viel Wert. Für einen festen Stellplatz oder eine Garage werden Mondpreise aufgerufen, zu denen man andernorts ein kleines Appartement mieten kann.

Nicht viel besser geht es jenen, die regelmäßig als Besucher in Städte wie Hamburg, Düsseldorf, Köln, oder München müssen. Ob privat oder beruflich, die Suche nach einer freien Parkfläche kann zum zeitaufwendigen und mitunter auch recht teuren Albtraum werden. Parkplatz-Apps wollen helfen, die Suche nach einem Parkhaus oder einem öffentlichen Parkhaus zu erleichtern und übertreffen sich gegenseitig mit verschiedenen Zusatzinformationen. Doch in der Realität leiden viele dieser Apps an einem nicht mehr aktuellen Datenbestand oder einer furchtbaren Bedienung, was gerade in einer Stress-Situation bzw. im Auto nicht sonderlich hilfreich ist.

Wir wollen euch nachfolgend ein paar Apps vorstellen, die u.M.n. ihre Sache vergleichsweise gut machen. Eine davon, das erstgenannte Ampido, verfolgt zudem ein interessantes Konzept.

Ampido

‎Parken? ampido
‎Parken? ampido
Entwickler: ampido GmbH
Preis: Kostenlos

Ampido vermittelt – anders als die meisten Konkurrenten – private Park- und Stellplätze. Die App ermöglicht es jedem Haus- oder Grundstücksbesitzer, freie Parkplätze (wie z.B. die eigene tagsüber nicht genutzte Einfahrt oder freie Flächen auf innerstädtischen Hinterhöfen) an die Betreiber zu melden. Dabei legt der Eigentümer die mögliche Parkzeiten und seine Gebühren für die Bereitstellung fest. Der Benutzer der App wird dann von Ampido via Google Maps zum freien Stellplatz geleitet, die Parkzeit wird über die App abgerechnet. Ampido benötigt für dieses Parkplatz-Sharing eine Reihe von persönlichen Angaben, z.B. das Kennzeichen des Fahrzeugs, die Mobilfunknummer oder den Zugriff auf den eigenen Standort.

Google Maps

Maps – Navigation und Nahverkehr
Maps – Navigation und Nahverkehr
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
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  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
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  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
  • Maps – Navigation und Nahverkehr Screenshot
‎Google Maps - Transit & Essen
‎Google Maps - Transit & Essen
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Google Maps verfügt zwar über keine eigene Parkplatz-Funktion, beherrscht die Suche nach möglichen Parkplätzen aber dennoch. Einfach als Suchbegriff “Parkplatz” oder Parkhaus” eingeben, fertig. Da die Suche per Default in der näheren Umgebung stattfindet, gelangt man so inklusive der Entfernungsangaben schnell ans Ziel. Wie bei vielen anderen Unternehmen werden zudem die Öffnungszeiten angezeigt. Für die sporadische, schnelle Suche reicht die Anwendung völlig aus, auch wenn die Spezialfunktionen der anderen Apps fehlen.

Parkpocket

‎parkpocket
‎parkpocket
Preis: Kostenlos

Parkpocket ist relativ neu und wurde von uns bereits ausführlichst vorgestellt. Die App ist zugleich übersichtlich wie detailreich und soll z.B. auch gezielt Parkplätze ausweisen, an denen sich Elektro-Autos aufladen lassen.

ADAC Parkinfo

ADAC ParkInfo
ADAC ParkInfo
Entwickler: www.ilogs.com
Preis: 1,59 €
  • ADAC ParkInfo Screenshot
  • ADAC ParkInfo Screenshot
  • ADAC ParkInfo Screenshot
‎ADAC ParkInfo
‎ADAC ParkInfo

Zu den bekannteren Anbietern von Parkplatz Apps gehört sicherlich ADAC Parkinfo. Der Automobil-Club rühmt sich mit seinem vergleichsweise hohen Datenbestand von 5.500 Parkplätzen, Parkhäusern und P+R Anlagen innerhalb Deutschlands, für die teilweise sogar die aktuelle Belegung angezeigt wird. Besonders in Innenstädten ist das sehr komfortabel. Wie schon bei Ampido erfolgt die Navigation zum nächsten freien Parkplatz via Google Maps, allerdings benötigen die Echtzeit-Funktionen eine bestehende Internetverbindung. Vor dem Bezahlen am Parkgeld-Automaten bewahrt einen die kostenpflichtige App nicht, auch wenn die Parkgebühren vieler Parkhäuser in der ADAC Software ebenfalls erfasst sind.

Parkopedia

Parkopedia Parken
Parkopedia Parken
Entwickler: Parkopedia Ltd
Preis: Kostenlos+
  • Parkopedia Parken Screenshot
  • Parkopedia Parken Screenshot
  • Parkopedia Parken Screenshot
  • Parkopedia Parken Screenshot
  • Parkopedia Parken Screenshot
  • Parkopedia Parken Screenshot
  • Parkopedia Parken Screenshot
‎Parkopedia Parken
‎Parkopedia Parken
Entwickler: Parkopedia Ltd
Preis: Kostenlos+

Parkopedia ist wie die ADAC Parkinfo App sowohl für iOS als auch für Android verfügbar. Als “Enzyklopädie” der Parkflächen positioniert sich die App international und will nach Angaben der Betreiber weltweit 38 Millionen Parkplätze in der Datenbank haben. Besonders bei spontanen Städtereisen oder im Auslands-Urlaub könnte sich das bemerkbar machen. Theoretisch vermittelt Parkopedia wie das zuvor erwähnte Ampido auch private Stellplätze, doch die Auswahl scheint zum jetzigen Zeitpunkt zumindest hierzulande noch sehr beschränkt zu sein. In der übersichtlichen Oberfläche fallen vor allem die guten Filter- und Sortierfunktionen auf, mit der sich Parkplätze nach dem Preis sortieren oder nach z.B. Behindertenparkplätzen filtern lassen.

Stressfrei parken? Ja, aber …

Die drei hier vorgestellten Apps sind nur eine Auswahl der Apps, die sich zum Thema Parken in den Stores von Google und Apple befinden. Viele städtische Verkehrsbetriebe bieten eigene Apps an, die mitunter besser gepflegt werden, dann aber eben nur für eine kleinere Region gültig sind. Gemeinsam ist den Apps, dass sie in der Praxis vor allem dann genutzt werden dürften, wenn man ganz dringend einen Parkplatz benötigt – also vor Ort, auf der Straße, während der Fahrt, das ist selbstverständlich suboptimal. Nur die wenigsten bereiten eine Fahrt in eine fremde Stadt derart detailliert vor und suchen sich die möglichen Parkplätze schon vor Fahrtbeginn heraus.

Der Ansatz von Amplido ist interessant und könnte – auch wegen der z.T. geringeren Preise für einen Stellplatz – vor allem für Vielparker interessant sein, sofern die belegbaren Zeiten passen.

Die Unzulänglichkeiten wie z.B. die Bedienung während der Fahrt bestärken uns eigentlich nur in der Hoffnung, dass schon in wenigen Jahren vollvernetzte Autos die Suche nach einem freien Parkplatz übernehmen.