Portabook XMC10 – 8″ Notebook mit 12″ Keyboard im Hands on-Video

Ein ziemlich schräges Notebook ist das Portabook XMC10, denn es kombiniert einen 8 Zoll großen Screen mit einer 12 Zoll großen Tastatur. Wir stellen euch das ungewöhnliche Gerät im Hands on-Video vor.
von Carsten Drees am 5. Februar 2016

Japan ist vermutlich das einzige Land auf diesem Planeten, in dem man ein 8 Zoll großes Notebook mit einer 12 Zoll großen Tastatur auf den Markt bringen kann. King Jim hat genau das getan mit dem Portabook XMC10, welches mit Windows 10 und Microsoft Office 365 ausgeliefert wird, letzteres könnt ihr für ein Jahr kostenlos nutzen.

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Auf den ersten Blick macht das ultra-kompakte Notebook keinen sonderlich neuen Eindruck, mit 34 mm ist es nämlich nicht sonderlich schlank. Dafür ist es dann aber auch mit Anschlüssen in voller Größe vollgepackt: VGA, HDMI, Ethernet und USB sind am Gerät vorhanden.  Unter der Haube befindet sich ein Intel Atom-Prozessor, der mit 2,4 GHz taktet, zudem gibt es 2 GB RAM und einen 32 GB großen Flash-Speicher. Der wird jedoch ordentlich vom Betriebssystem in Beschlag genommen, so dass es erfreulich ist, dass auch ein Full-Size-Slot für SD-Karten vorhanden ist, mit dem ihr den Speicher aufbohren könnt.

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Wenn bei euch irgendwas klingelt beim Betrachten der Fotos, dann vielleicht deswegen, weil ihr euch an das TrackWrite getaufte Butterfly Keyboard von IBM erinnert, welches wir vor 20 Jahren bereits beim ThinkPad 701 vorfanden. Das Notebook mag alles in allem ziemlich dick geraten sein, aber das macht es dadurch wieder wett, dass es dafür eben alles andere als breit ist – es dürfte mit seinen Maßen das am schmalste Notebook mit einer vollwertigen, 12 Zoll großen Tastatur sein.

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Beim Display handelt es sich um ein Non-Touch-Panel, welches mit einer Auflösung von 1.280 x 768 Pixeln auch allenfalls Durchschnitt bietet, dafür aber immerhin matt gehalten ist, so dass ihr auch draußen auf diesem Display noch was erkennen solltet. Leider können wir euch nicht sagen, welche Akkukapazität das Portabook XMC10 mitbringt, aber ihr könnt es via Micro-USB-Kabel aufladen. Wenn es also mal eng wird unterwegs, könnt ihr auch euren externen Akku zum Laden anschließen.

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Mit 830 Gramm ist es ein echtes Leichtgewicht, aber das gilt nicht für euren Geldbeutel, denn das Gerät soll eigentlich umgerechnet etwa 730 Dollar kosten, bei Softbank blättert man sogar 100.000 Yen auf den Tisch (etwa 765 Euro plus Steuern). Das ist dann selbst für ein ungewöhnliches Device mit Retro-Charme dann doch ziemlich happig, gerade mit Blick auf die technischen Daten.

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Seien wir mal ganz ehrlich: Klar kann man hier zuschlagen und hat dann ein Gerät zuhause stehen, welches im Bekanntenkreis außer euch vermutlich niemand besitzt und wenn ihr euch mit dieser ungewöhnlichen Tastatur im nächsten Starbucks blicken lasst, dürftet ihr wohl auch flott mit anderen ins Gespräch kommen, aber ist es das zu diesem Preis wert?

Falls ihr jetzt „ja“ sagt, müsst ihr dennoch mit dem Umstand leben, dass man das Portabook XMC10 außerhalb Japans wohl nur äußerst schwierig bekommen dürfte. Wenn ihr mehr über das ungewöhnliche Notebook wissen wollt, schaut am besten auf der Seite von King Jim vorbei.