Foto-Drucker-Case mit einem Augmented Reality-Twist
Prynt: Case macht Smartphone zur Sofortbildkamera

Bei Kickstarter buhlt gerade das Projekt Prynt um Unterstützer. Es handelt sich dabei um ein Case für iOS- und Android-Smartphones, welches aus dem Gerät eine Sofortbildkamera macht, mit der ihr die gewünschten Fotos direkt ausdrucken könnt. Auch Augmented Reality spielt bei Prynt eine Rolle.
von Carsten Drees am 28. Januar 2015

Heutzutage ist es für uns alle selbstverständlich, dass wir dank Smartphone jederzeit in der Lage sind, ein Foto zu schießen. Nicht nur das: Wir können es natürlich auch direkt ins Netz jagen auf die einschlägigen Social Networks oder direkt an den gewünschten Empfänger schicken. Auf der Strecke bleiben dabei die „richtigen“ Fotos – die, die man sich in die Geldbörse packt oder zuhause in den Bilderrahmen.

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Mit Bitte um Handzeichen: Wer von euch nutzt einen Foto-Drucker, lässt Fotos noch klassisch entwickeln oder hat gar eine Sofortbildkamera? Ich tippe mal, dass es die wenigsten sein werden, zumindest unter den Normalverbrauchern. Genau, wie persönliche Briefe per Post (oder Postkarten) zu einer vom Aussterben bedrohten Spezies gehören, passiert es auch immer seltener, dass man seine Fotos in ein Fotoalbum klebt oder einem lieben Menschen ein Foto persönlich in die Hand drückt.

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Gerade deswegen kann es aber eine besondere Aufmerksamkeit oder zumindest sehr nette Geste sein, wenn man jemandem ein Foto überreicht von einer Situation, die gerade eben stattgefunden hat – so wie bei guten Freundinnen, die sich zusammen in eine Fotokabine quetschen und die Resultate dann direkt mit nach Hause nehmen. Prynt möchte daran ein wenig anknüpfen und bietet euch ein Smartphone-Case, welches den Drucker für eure Fotos gleich mitbringt und euer Smartphone somit zu einer Art Polaroid-Kamera macht.

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Die Idee scheint anzukommen, denn bei Kickstarter hat Prynt bereits kurz nach dem Start auf dem Crowdfunding-Portal über 220.000 Dollar einkassiert – 50.000 Dollar waren lediglich angestrebt. Die Early Bird-Angebote sind logischerweise schon weg, aber für 99 Dollar könnt ihr euch das Case noch sichern, welches zudem mit 10 Blatt Papier ausgeliefert wird (für 25 Dollar kann man 50 Blatt dazu bestellen) und in den Farben Weiß, Pink und Blau erhältlich ist. Aktuell könnt ihr das Case für das iPhone 5/S, das iPhone 5C, das iPhone 6 und für die Samsung Galaxy S4- bzw. S5-Smartphones bestellen, weitere werden jedoch folgen.

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Wenn ihr euch übrigens Prynt anschafft, müsst ihr das Teil nicht wegwerfen, wenn ihr euch ein anderes Smartphone kauft: Das Case an sich soll weiter genutzt werden können, lediglich den Einschub als Adapter müsstet ihr neu erwerben.

Die Anwendung ist auch denkbar einfach: Ihr stopft einfach das Smartphone in das Prynt-Case, dabei wird auch keine Bluetooth-Verbindung benötigt. Ein eigener Akku ist mit an Bord des kleinen Druckers, der für 20 Ausdrucke reichen soll und in 90 Minuten aufgeladen ist. Zehn Blatt Papier können im Case untergebracht werden. Seht ihr nun ein interessantes Motiv, drückt ihr lediglich den Auslöser, könnt das gewünschte Bild dank Prynt-App auch noch mit einem Filter oder Rahmen versehen und druckt es dann direkt aus. Die App soll im Sommer für Android und iOS erscheinen und mit ihr ist es möglich, auch auf vorhandene Fotos auf dem Smartphone oder auch Facebook- und Instagram-Bilder zuzugreifen.

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One more thing: Die App mit Augmented Reality-Feature

Das klassische „One more thing“ kommt wie immer zum Schluss und da hat sich das Prynt-Team eine ziemlich coole Geschichte einfallen lassen. Wenn ihr ein Foto schießt, wird automatisch auch ein Video angefertigt. Jeder, der jetzt die Prynt-App auf seinem Smartphone startet und auf eines der ausgedruckten Fotos zielt, kann diese somit zum Leben erwecken!

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Auf diese Weise könnte man sogar heimliche Botschaften im Foto unterbringen, die dann nur für „Eingeweihte“ sichtbar sind, die eben mit der App die Videos betrachten können. Ein sehr nettes Zusatz-Feature, wie ich finde.

Wie ihr auf den Bildern seht, ist Prynt natürlich ein etwas klobiges Smartphone-Case und somit weniger dazu geeignet, dass ihr es als ständiges Case für euer Smartphone stets dabei habt. Für die besonderen Gelegenheiten und Anlässe ist es aber ein sehr interessantes Gadget und ich kann schon nachvollziehen, wieso sich gerade so viele auf Prynt stürzen bei Kickstarter. Wenn ihr jetzt auch Interesse an diesem Case im Polaroid-Stil gefunden habt: Ab Oktober wird ausgeliefert und ihr könnt noch bis Anfang März das Projekt bei Kickstarter unterstützen.