ReVault: Die private Cloud am Handgelenk

Wer der Cloud im Internet nicht traut (und das mit gutem Grund), für den gibt es bald trotzdem eine Möglichkeit, seine Daten mobil zu speichern und abzurufen – nämlich am Handgelenk. Die Idee ist so genial wie einfach, aber auch nicht ganz neu – Siehe Neptune-Smartwatch.

ReVault (Vault – englisch für Tresor) sieht aus wie eine Smartwatch, auf Wunsch aber auch wie eine Halskette oder eine Taschenuhr, ist im Grunde aber ein Massenspeicher als Wearable. Den kann man einmal wie eine mobile Festplatte verwenden, ReVault verfügt aber auch über Bluetooth und WiFi. Öffnet man also den mobilen Hotspot, wählt sich in ein bestehendes WLAN ein oder aktiviert den Bluetooth-Zugang, kann man via App Daten im Speicher sichern oder abrufen. Das geht dank der schnellen Verbindung sehr fix, mit Hilfe einer speziellen App kann man deshalb auch problemlos Audio und Video aus der Hosentasche streamen.

Die Offline-Cloud

Das Gerät bietet zudem einige Automatiken an: Es synchronisiert auf Wunsch alle verbundenen Geräte, fertigt automatisch Sicherungskopien an und verschlüsselt sowohl gespeicherte Daten, als auch deren Übertragung. Diese Features dürften all jenen gefallen, die sich Sorgen um ihre Datensicherheit machen. Gleichzeitig ist es einfach bequem, auch ohne Internet an seine Daten zu kommen. Den Speicher wird es in zwei Größen geben (32 GB und 128 GB), die Akkulaufzeit soll sich auf etwa drei Tage belaufen und geladen wird ReVault per Induktion.

3D-Modell

Der Hub läuft mit einem eigens entwickelten Betriebssystem, basierend auf einer Custom API und kann mit dem entsprechenden Know-How den eigenen Vorlieben angepasst werden. Die App ist kompatibel mit Android, IOS, Windows, Mac OS X und Linux. ReVault ist edelstahlverkleidet, daher auch spritz- und wasserdicht. Das Farbdisplay mit Gorilla Glass 3 zeigt auf Wunsch die Uhrzeit in Analog- oder Digitalform, aber auch speicherrelevanter Statistiken.

Watchfaces der ReVault Smartwatch

Crowdfunding: Geld oder Liebe

Die Indiegogo-Kampagne für ReVault startet voraussichtlich am bald…, über massig Fans und Support kann sich das 16-köpfige Team aus Schweden aber schon seit geraumer Zeit freuen. Die Entwickler benutzen einen Mix verschiedener Plattformen, um bereits vor dem Start des Finanzierungskampagne genügend Publicity zu generieren. Dazu zählen etwa Thunderclap und erli bird – seit über 180 Tagen!

Thunderclap funktioniert im Grunde wie Kickstarter, anstatt aber Geld zu geben, verbreitet man die frohe Kunde in den sozialen Netzwerken und schafft damit Öffentlichkeit für das Projekt. Erli Bird ist eine Crowdsourcing-Plattform und hat die Entwicklung von ReVeault von Beginn an begleitet. Hier können Entwickler erst einmal Nachfrage und Resonanz zu ihrem Projekt in Erfahrung bringen, ohne sich gleich Hals über Kopf in die Finanzierung zu stürzen. Via Erli Bird können User Feedback geben, indem sie sich zum Beispiel per Fragebogen zu den neuesten Design-Entscheidung äußern oder Ideen für zusätzliche Features liefern.

Im Entwicklertagebuch berichtet das Team regelmäßig von seinen Fortschritten. Dieses hohe Maß an Transparenz ist sehr vielversprechend und man wünscht es sich nur all zu oft bei anderen Projekten.