Opel GT
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Roundup zu Mobilität und Ausblick

von Robert Basic am 9. Oktober 2018

Die schöne alte Opel-GT Werbung lautete: „Es ist nicht so wichtig, dass wir ihn bauen. Wichtig ist, wie wir ihn bauen“. Ich finde, der Spruch passt ganz gut zu meinen ersten acht Wochen als Editor bei MobileGeeks, der sich dem Thema Mobilität widmet.

In dieser Zeit konnte ich mich allmählich einarbeiten, hineinfriemeln, ein Gefühl dafür bekommen, wer die Leser sind, also ihr, was MobileGeeks ist, wo das Thema Mobilität bei MobileGeeks steht.

Ego

Wenn es rein nach mir ginge, würde ich im Stile eines Nerds weder Links noch Rechts schauen, sondern reptilienartig einfach das Zeug verfrühstücken, was mich momentan interessiert und vor mir dahinhuscht. So wie ich es auf Facebook seit Jahren bloggend über abertausende von Postings pflege. Ob es dann User juckt oder nicht, kümmert mich nicht besonders. Ob es zu tief im Thema ist und Einsteiger damit nichts anfangen können, ist mir dort völlig egal. Dort ist mein kleines Wohnzimmer für Mobilitäts-Nerds wie mich.

Sharing is Caring

Nur, hier ist nicht mein Wohnzimmer. Es ist unser gemeinsames Cafe im übertragenen Sinne. Ich als Person mit meinen thematischen Eigeninteressen stehe hinten an. Im Vordergrund steht, dass die Besucher gerne kommen. Und wiederkommen. Weil es gemütlich war, weil es interessante Gespräche gab, weil man etwas für sich mitnehmen konnte, idealerweise. Das ist ein Anspruch an mich selbst hier. Sprich, es ist nicht ein Cafe allein, auch kein bloßer Fernseher, wo man das Hirn abschaltet und sich berieseln lässt (Austausch und Informationsvermittlung). Es ist auch eine Stadtbücherei; oder sollte auch eine sein. Wo man sich die Sachbücher ausleiht, die einen interessieren (Wissensvermittlung über die reine Information hinaus). Das alles zu erfüllen, macht sich nicht mit Links. Die richtige Mischung aus Informieren, Austauschen und Wissensvermittlung hinzubekommen, ist eine langfristige Aufgabe. Noch fehlen mir sich wiederholende Programmsendungen, die für den Leser wiedererkennbar sind. Als eine Art Klammer bzw. erkennbare Struktur. Wie eine Art wechselndes Tagesmenue und ein bleibendes Menue. Oder wie im TV eben. Es gibt wiederkehrende Programmpunkte und Einmalsendungen. Überraschung und Gewohnheit zugleich. Was das konkret bedeutet?

Bis dato waren es etwas über 60 Artikel, die ich rausgefeuert habe. Die stehen nicht unbedingt in einem klar erkennbaren Zusammenhang. Eher lose zusammenhängend erscheinende Themen, die kommen und gehen. Klar, um sich wie gesagt hineinzufriemeln und ein erstes Gefühl zu bekommen, war das zum Start meine Strategie. Was jedoch lose erschien, hatte einen nicht explizit genannten Sinn: Ein Teil dessen war der Versuch, eine Art Status Quo zu vermitteln, wo die Autoindustrie momentan steht (was am Leichtesten über trockene Zahlenwerke ging, über Top 10 Verkaufslisten und Marktanteile aller globalen Player). Ein weiterer Teil war die Vermittlung der diversen Strömungen, wo und wie sich die Autoindustrie für die Zukunft wappnet. Natürlich zum einen über Elektromobilität. Aber auch über fernere Zukunften via autonomen Fahrzeugen. Mobilität besteht jedoch bei Weitem nicht nur aus Pkws. Auch das ist klar. Den Punkt bin ich noch gar nicht angegangen.

Generell aber? Um die losen Dots aka Artikel besser zu verbinden, werde ich eine Art von Hub-Artikeln schaffen. Ein Hub-Artikel sollte beispielsweise alle relevanten Artikel zum Thema Elektromobilität auflisten. Ein weiterer Hub wäre der besagte Status Quo der Autoindustrie: Zahlenwerke zu den Herstellern, wer wie viele Autos auf welchen Märkten verkauft und welche Modelle geplant sind. Für Einsteiger wären solche Hubs als Sprungseite womöglich sehr hilfreich. Was einem Grundproblem von blogartig-chronologischen Seiten begegnet: Eine lose Ansammlung von aberhunderten Artikeln bietet einem Neueinsteiger keine Chance, sich vernünftig umzuschauen. Wie ich den Aufbau eines solchen Sammelartikels dediziert gestalte? Muss ich noch sehen.

Weiteres? Als ein sich wiederholender Programmpunkt wird es eine neue Reihe geben: Wie bewegen wir uns in unseren Städten? Welche Mobilitätsangebote gibt es? Was sagen die Betreiber des Nahverkehrs? Was die Kommunalpolitiker? Wie steht es um die mittlerweile berüchtigte Luftreinhaltung? Welche Carsharing-Angebote gibt es? Was ist mit Bikes und Radwegen? Nun, das bedeutet dicke, fette Bretter bohren. Und genau an dieser Stelle hoffe ich dann auf eure Mithilfe. Denn ich kenne zwar meine Stadt Frankfurt am Main einigermaßen. Aber all die anderen Städte? Wo es hapert, wo es hakt, was wirklich gut läuft? Ein Idealergebnis sollte eine Art mobile Gesamtübersicht für jede Stadt sein, die wir uns vorgeknüpft haben. Von Kosten eines Einzeltickets bis zu vollgestopften Bahnen. Mitsamt Plänen der Stadt, wo was verbessert werden soll. Beispiel? So arbeitet die Stadt Frankfurt an völlig neuen Tarifen im Nahverkehr, mitsamt völlig neuartigen Abrechnungsmethodiken je Ticket via Smartphone bereits beim Einsteigen und Aussteigen. Und? Wie ich bereits sagte, es geht um Informieren, Austauschen, Wissensvermittlung bis hin zu möglichen Handlungsempfehlungen: Was wünscht ihr euch in eurer Stadt? Was wären eure Forderungen? Wo gibt es Initiativen, in die man sich kommunal einklinken kann. Praktisch bedeutet das nicht einen Artikel über 20 Bildschirmseiten. Wie konkret das Format aussieht, werde ich auf dem Weg dahin ausarbeiten. Theorie vs Praxis. „Es ist nicht so wichtig, dass wir ihn bauen. Wichtig ist, wie wir ihn bauen“.

Bei diesem sehr lokalen Programmpunkt wird es nicht bleiben. Je mehr ihr mir Futter und Feedback gebt, umso mehr kann ich weitere, sich wiederholende Programmpunkte wie den oben Genannten schaffen. Nebst der Tageskarte.

Du

Ok, soweit meine Erst- und Folgegedanken, wo anzusetzen ist. Sollte einer von euch bis hierhin gelesen haben: Was fehlt euch? Werdet ihr gut/schlecht informiert? Nehmt ihr was mit überhaupt? Langweilt oder amüsiert euch das Alles rund um Mobilität?

Mein Feedback an euch: Ihr challenged bzw. fordert mich zu wenig. Etwas mehr Expertise eurerseits würde uns allen gut tun. Ich gehe davon aus, dass ihr mindestens genauso viel Ahnung wie ich habt. Oder sollte ich eure Antworten expliziter zu bestehenden Artikeln ergänzen? Denn das habe ich bisher – wenn sie denn in sozialen Medien hineinkamen – dort stehen gelassen. Kommentare hier, unterhalb der Artikel, bereite ich nicht eigens im Artikel als Zitate auf. Aber es ist ja auch nicht so, dass ich nicht schon einige wenige Male O-Töne eingebaut in einem Artikel eingefügt hätte. Auch das ist ausbaufähig. Challenge us!