See Conference
See Conference#10 – Einblick in eine der größten Design Konferenzen Deutschlands

Vor einer Woche war sie – die See Conference. Ich war live dabei und berichte euch, was dieses Jahr so abging und was meine Eindrücke waren.

Dieses Jahr fand die zehnte See Conference im Schlachthof in Wiesbaden statt. 2006 wurde sie von dem Veranstalter Scholz & Volkmer ins Leben gerufen und war anfangs eigentlich nur „Weiterbildung in eigener Sache“. Im Laufe der Jahre fand sie an sechs verschiedenen Orten statt und der Kreis der Interessenten wurde immer größer. Nun zählt die See Conference zu einer der größten Design- Konferenzen in Deutschland. Wie immer, ist das Hauptthema Informationsvisualisierung und es werden neue Ideen in Design, Kunst, Architektur, Philosophie, Wissenschaft und Technologie von den Sprechern vorgestellt. Dieses Jahr waren Teddy Cruz, Van Bo Le-Mentzel, Francesco Franchi, Koichiro Tanaka, Alexandra Daisy Ginsberg, Harald Welzer und Volker Schlöndorff dort.

Ich war mit ein paar Kommilitonen auf der Konferenz, denn meine Hochschule hatte begrenzte Tickets organisiert und so hatten wir die Möglichkeit nach Wiesbaden zu fahren. Der Schlachthof in Wiesbaden ist ja allgemein bekannt als Konzert- oder Partyhalle. Die Konferenz ging um 11 Uhr morgens los, wir waren aber schon pünktlich zum Einlass um 10 Uhr da. Die Bühne mit Leinwand dahinter und einem Rednerpult davor, war riesig, aber für schätzungsweise 800 Besucher auch nötig. Um uns zu unterhalten bis es endlich losging, lief der Trailer der See Conference am laufenden Band. Anfangs hat der noch für viel Aufsehen gesorgt, und jeder war begeistert von dem abgespielten Filmchen und der Musik. Auch ich hab staunend zugesehen, jedoch wurde es nach dem drölften Mal auch ganz schön nervig. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es endlich los und ich war Reporterlike mit Kamera, Notizblock und meinem heiß geliebten Surface ausgestattet.

Harald Welzer

Der erste Speaker, der auf die Bühne kam war Harald Welzer und für mich hat er einer der interessantesten Reden gehalten. Sein Thema war Zukunftsbilder im Vergleich von damals zu heute. Damals hätte man noch „konkrete Utopien“ gehabt und diese wurden auch umgesetzt, beispielsweise die Raumfahrt. Es wird also mit Bildern auf die mögliche Zukunft vorgegriffen und die Welt wurde so, wie auf man sich sie ausgemalt hatte. Wir haben zwar noch keine Hoverboards so wie in Zurück in die Zukunft gezeigt wird, aber der Grundgedanke stimmt. Laut Welzer haben wir alle den Wunsch unsere Welt immer besser zu machen. Sprich, mehr Komfort, mehr Reisen, bessere Lebensverhältnisse und keine Grenzen! Aber was ist, wenn wir all das schon haben? Denn Welzer ist der Meinung, dass wir heute einen Mangel an Zukunftsbildern hätten. Wir hätten keine Wünsche mehr für die Zukunft, den dort wo wir damals hinwollten, da sind wir schon.

Die Zukunft ist total weg!

Weil wir keine Wünsche mehr für die Zukunft haben halten wir uns an der Vergangenheit fest oder expandiert. Absolutistische Schlösser werden wieder aufgebaut und Hochhäuser werden immer höher. Welzer nennt das fantasiefrei und ich muss ihm da vollkommen Recht geben. Unser Wunsch jetzt, sei Expansion. Die ganzen Smart Homes, Google Autos und Apps hätten keine Attraktivität, denn da steckt der Wunsch drin, die Welt bequemer zu machen.

Der Wunsch ist doch: die Welt soll so sein wie jetzt, nur noch bequemer!

Aber laut Welzer würde das nicht gehen. Es sei unökonomisch, nicht zukunftsfähig und könne nicht global umgesetzt werden. Man habe nicht über Nachhaltigkeit nachgedacht, denn mit der Zeit überlassen wir immer mehr der Technik. Nachhaltige Praktiken wie das Fahrradfahren, wurden durch nicht-nachhaltige, wie das Autofahren ersetzt. Welzer ruft zum Nachdenken und selber denken auf, denn sein Projekt ist die Vision von Nachhaltigkeit. Er möchte, dass die immateriellen Bedürfnisse in den Vordergrund treten und die materiellen nicht so einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. Wie wollen wir leben, wo wollen wir hin und was braucht man dafür? Das sind die Fragen, die wir uns stellen sollten, denn wir können aus dem was wir jetzt haben etwas Besseres machen! Meistens hätten wir die Angewohnheit Veränderungen als win-win Situation zu sehen, dabei ist es das manchmal gar nicht. Also, Welzers Appell an uns: selber nachdenken und Bilder für die Zukunft erschaffen!


 

Francsesco Franchi

Der zweite Sprecher war Franceso Franchi und Italiener. Er ist Journalist und Infografiker und arbeitet bei dem Magazin IL, eine italienische Zeitschrift. Seine Seite findet ihr hier.

It is not that newspaper are dying, but that one way of making newspapers is coming to an end.

Seine Rede war mehr eine Diashow aus Bilderbeispielen seines Magazins. Die waren zwar wunderschön illustriert, aber es war trotzdem schade, dass er wenig erzählt hat. Sein Statement war, dass Zeitschriften wie sie jetzt gemacht werden, keine Zukunft haben. Man solle Zeitschriften anders gestalten, denn Text alleine würde heute nicht mehr ausreichen. Da er Infografiker ist, übernimmt er den visuellen Teil des Magazins, sprich Grafiken, Illustrationen und das Layout. Das Layout wird mit einem sogenannten Grid System oder auch Gestaltungsraster gemacht. Es dient einfach als Hilfe zum Designen.

Laut Franchi ist es einfacher eine Information zu transportieren, wenn der Text mit Grafiken anschaulicher gemacht wurde. Man bräuchte eben einen guten Mix aus beidem, das eine würde nicht ohne das andere gehen. Dafür sei die Beziehung zwischen Designer und Journalist auch sehr wichtig, weil die beiden eben sehr eng zusammen arbeiten. Franchis Bildervortrag war sehr schnell, er hat von einer Folie in die nächste gezappt. Ich würde schätzen, es waren über 200 Folien mit Bildern aus seiner Zeitschrift. Und die hatten es echt in sich. Wunderschön illustriert und super auf den Text abgestimmt. Der Hammer!


 

Koichiro Tanaka

Als drittes kam Koichiro Tanaka auf die Bühne, einer der größten kreativen Köpfe unserer Zeit. Vor allem seine Arbeiten für Uniqlo sind weltweit bekannt. 2004 hat er ein Studio mit dem Namen „Projector“ gegründet, mit Sitz in Tokio. Auch sehr erstaunlich ist, dass sein Team nur drei Leute umfasst.

Sein Vortrag war sehr spannend und unterhaltsam. Am Anfang hat er kleine Fragen an die Zuschauer gestellt oder mit Bildern zum Nachdenken angeregt. Er hat beispielsweise einen Satz in japanischer Schrift gezeigt, der im Englischen so viel bedeutet wie: „Please help me“. Dieser Satz kann aber im Englischen noch ganz anders umgestellt werden und hat mit jedem Mal eine andere Bedeutung. „Please help me“ erzeugt sehr viel Nähe zwischen zwei Menschen, es ist sehr direkt. Dagegen ist der Satz „Can you help me?“ sehr viel distanzierter. Für mich war das eine sehr interessante Erkenntnis, weil ich so noch nie darauf geachtet habe, wie ein einzelnes Wort so viel ausmachen kann.

Im weiteren Verlauf der Rede hat er seine verschiedenen Projekte für Uniqlo vorgestellt. Die App Uniqlock ist eine Mischung aus Musik, Tanz und einer Uhr. Wie man auf die Idee kommt diese Sachen miteinander zu kombinieren, bleibt mir schleierhaft. Aber Designtechnisch sieht das Ding klasse aus. Hier könnt ihr selbst einen Blick darauf werfen. Die nächste App war eine Art Wecker mit Wetterfunktion. Man wird morgens geweckt, indem eine Stimme vorsingt, wie das Wetter am Tag wird. Auch das könnt ihr euch hier angucken.

Sein neustes Projekt ist eine Art virtuelles Museum, in dem man seine Timeline von Facebook sehen kann. Es werden also die Freunde, Fotos, Likes, Videos und, und, und gezeigt und das alles ist wunderschön animiert. Ich finde es ist zwar ein cooles Gimmick mal für Zwischendurch, aber auch nicht wirklich nützlich. Aber guckt es euch einfach hier selber an.


 

Van Bo Le-Mentzel

Der vierte Redner war Van Bo Le-Mentzel und meiner Meinung nach war seine Rede einer der inspirierensten auf der ganzen Veranstaltung! Ein total lockerer Typ, der ein Liedchen summend auf die Bühne kam. Vielleicht kennt ihr ihn ja, denn er wurde schon mehrmals wegen seiner außergewöhnlichen Arbeiten im Fernsehen gezeigt und begleitet. Er ist der Erfinder der Hartz IV Möbel und der fair produzierten Karma Chakhs. Seit 2015 lehrt er als Gastprofessor in Hamburg. Die Hartz IV Möbel sind Möbel, die man sich kostengünstig alleine zusammenbauen kann. Die Anleitungen dafür stellt Le-Mentzel kostenlos ins Internet zum Downloaden für Jedermann. 24€ Materialkosten und ein bisschen Arbeit und schon hat man einen Sessel. Geniale Idee! Le-Mentzels Vortrag war mehr ein lockeres Gespräch. Er hat uns immer wieder Filme gezeigt von seinen Projekten und während er erzählte hat er ganz nebenbei den 24€ Sessel auf der Bühne zusammen gebaut.

Mentzel liegt auf der Bühne
Mentzel baut den 24€ Sessel auf der Bühne

Le-Mentzel fasziniert das Wohnen bzw. das Einrichten eines Wohnraums. Aber wer darf eigentlich gut wohnen oder leben? Wäre es möglich, dass jeder sein eigenes Haus, seine eigenen vier Wände hat? Genau diese Fragen hat sich Le-Mentzel gestellt und sich zum Ziel gesetzt. Er hat dann kurzerhand das 1qm Haus für Obdachlose entworfen. Natürlich kann man sich das auch wieder selber zusammenbauen. Dabei hat er eine Sache gelernt: die Obdachlosen wollten keine Sonderlösung! Diese Idee führte ihn zum Unreal Estate House, das 6qm umfasst und sogar eine Toilette besitzt. Bis jetzt wurde davon aber nur ein Prototyp zusammengewerkelt.

Indien und die roten Chucks…

Le-Mentzels Lieblingsschuhe sind rote Chucks und da diese nicht unter den besten Umständen produziert werden hat er die Karma Chakhs ins Leben gerufen. Damit wollte er beweisen, dass man Schuhe auch fair und ohne Kinderarbeit herstellen kann. Er wollte nach Indien und Pakistan reisen um bei der Herstellung dabei zu sein und die Arbeitsbedingungen dort zu überprüfen. Allerdings brauchte er natürlich Geld dafür und startet einen Aufruf zum Crowd Funding. 34.000€ später konnte er nach Indien und Pakistan reisen. Das ganze könnt ihr euch hier ansehen.

Sein neustes Projekt heißt Hartz V. Ja ihr habt richtig gelesen! Das soll eine Plattform sein, bei der fünf Personen zusammenkommen um einer Person zu helfen. Das läuft dann in Form von kleinen Geldbeträgen als Dauerauftrag ab und soll eine Ergänzung des Taschengelds sein. Le-Mentzel ist jemand, der sehr viel für andere tut und die Welt ein kleines bisschen besser machen will. So hat er uns zum Beispiel am Anfang seines Vortrags aufgefordert an eine bestimmte Person in unserem Freundeskreis zu denken, die man ein Jahr lang von Druck befreien müsste. Einfach, damit man diese seinen Ideen nachgehen kann. Denn er ist der Meinung, dass in jedem von uns ein Genie steckt und kein Genie mag Druck. Guter Ansatz, aber ich denke, dass ist kaum umsetzbar. Schade, eigentlich!


 

Teddy Cruz

Teddy Cruz war der nächste Redner und seine Rede hat mir nicht ganz so gut gefallen wie die der anderen. Hauptsächlich aber deshalb, weil er sein Thema nicht verständlich genug rüber gebracht hat. Jedenfalls ist das meine Meinung.

Cruz ist Architekt und Stadtplaner und hat viele Jahre die urbane Entwicklung an der Grenze von Mexico und USA beobachtet. Dabei ist ihm aufgefallen, wie raffiniert und kreativ die Bewohner der Slums sind und mit was für Ideen sie sich behelfen. Seiner Meinung nach, könnten die Leute in hoch entwickelten Städten wie L.A. viel von ihnen lernen. Er zeigte viele Bilder wo der Unterschied zwischen arm und reich deutlich herausstach und meinte, dass sich beide Seiten ungleich entwickeln würden. Und weil die Menschen in den Slums eben nicht die Mittel und das Geld haben so zu leben wie wir es kennen, müssen sie kreativ werden. Aber auch mit Kreativität kann sich eine Siedlung weiter entwickeln. Dazu hat er uns beispielsweise dieses Video gezeigt und auch diverse Fotos von den Slums. Er zeigte auch, wie er sich die Zukunft vorstellen würde, weil viele ihre Häuser übereinander bauen.


 

Alexandra Daisy Ginsberg

Die einzige weibliche Rednerin war Alexandra Daisy Ginsberg. Sie ist Designer, Künstlerin und Autorin und wurde in die Liste der 20 vielversprechendsten Designer des kommenden Jahrzehnts gewählt. Eine große Leistung! Ginsberg sucht nach neuen Rollen für das Design und entwickelte experimentelle Ansätze in der synthetischen Biologie. Dabei geht es vor allem um Alternativen und deren Konsequenzen. Sie beschäftigt sich auch mit der Frage ob Design wirklich alles besser machen kann und was das für die Zukunft bedeutet. Da steckt auch ein kleines bisschen von dem drin, was Harald Welzer in seiner Rede über die Zukunftsbilder gesagt hat.

What is „better“?

Ginsberg hat ihren Vortrag mit einem Bild einer Glühbirne angefangen. Sie meint, dass wir alles ausgetauscht haben, damit die Dinge „besser“ werden. Die Glühbirne ist der Energiesparlampe gewichen, Glasflaschen den Plastikflaschen. Design soll ja Dinge besser, schneller, billiger machen. Sind Designer dann eigentlich Problemlöser? Und was ist heißt eigentlich besser? Diese und noch viel mehr Fragen stellt sich Ginsberg, hat aber leider keine Antwort darauf. Sie zählte immer wieder Sachen auf was man alles Designen kann: Essen, Materialien, Pharmazeutische Produkte und so weiter. Am Ende kam aber immer die Frage „ist das nun besser?“. Sie ist der Meinung, dass dieses Jahrhundert, das Jahrhundert der Biologie ist. Das stimmt ja auch, denn es wird immer weiter geforscht und wir haben neue Möglichkeiten und Techniken zur Verfügung. Dann war die Frage „Können wir das Leben designen? Und wie gut würde das gehen?“ Dazu sagte Ginsberg, dass wenn wir eine neue Natur designen würden, diese sich nicht mit der jetzigen Natur vertragen würde. Das ist natürlich klar, denn bei designte Lebewesen wäre wahrscheinlich keine Schwachstelle mehr vorhanden. Und Evolution geht eben nur, wenn der Schwächere von der Natur ausgemerzt wird. Klingt total hart, aber ist ja letztendlich so. Also wie kann man eine besser Zukunft designen?

Die Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart der synthetischen Biologie

Eine gute Frage, die Ginsberg vielleicht in ihrer Doktorarbeit beantworten kann. Vielleicht sollte es aber auf diese Frage keine Antwort geben, denn wer kann schon in die Zukunft schauen? Ihre Projekte könnt ihr euch hier anschauen.


 

Volker Schlöndorff

Und nun sind wir auch schon beim letzten Redner – Volker Schlöndorff. Ihn dürften einige kennen, denn er ist einer der bedeutendsten und international erfolgreichsten deutschen Filmemacher. Er hat zum Beispiel den Roman „Die Blechtrommel“ von Günter Grass verfilmt und dafür einen Oscar erhalten. Alle seine Filme sind sehr anspruchsvoll und gleichzeitig unterhalten sie gut.

Schlöndorff ist der einzige Redner gewesen, der keine PowerPoint Präsentation mitgebracht hatte. Aber das war nicht weiter schlimm, denn seine Rede war auch ohne visuelle Unterstützung sehr bereichernd. Sie drehte sich um die digitale Welt im Vergleich zur analogen Welt von damals. Er fing damit an, dass seine Generation oftmals überfordert ist mit den neuen digitalen Techniken, da auf einmal alles instant passiert. Alles geschieht sofort und deswegen geht das Zeitgefühl verloren. Es gäbe nur noch Augenblicke, keine Zeit mehr. Im Gegensatz zu früher und dem analogen Zeitalter. Da sei die Zeit etwas zum Anfassen gewesen, etwas Griffiges. Alles war langsamer. Beispielsweise Fotos mit einer analogen Kamera zu machen hat damals viel Zeit gekostet. Die brauchten damals noch alle einen Film, der dann ins Labor gebracht werden musste. Dann aus dem Negativ ein Positiv machen und dann hat man irgendwann endlich mal ein Bild in der Hand. Kann man sich heute kaum noch vorstellen und in dem Sinne hat Schlöndorff recht. Es ist alles schneller geworden und alles ist sofort verfügbar.

Emotionen funktionieren nicht digital!

Der Verlust des Zeitgefühls hat, laut Schlöndorff, den Effekt, dass man nix mehr empfindet. Alles würde so schnell passieren, dass man keine Zeit mehr hat Emotionen zu empfinden. Und Bilder und Erinnerungen sind mit Emotionen aufgeladen, deswegen erinnern wir uns überhaupt. In der digitalen Welt würden wir nur von Augenblick zu Augenblick leben und nichts hinterlässt wirklich Spuren bei uns. „Audio-visuelle-Diarrhö“ nannte Schlöndorff das. Ein passender Begriff, wie ich finde. Es sind einfach viel zu viele Bilder und Eindrücke die wir gar nicht alle auf einmal verarbeiten können. Also Bilder sollen emotional aufgeladen sein, erst dann würden sie Geschichten erzählen. Jeder kennt berühmte Bilder wie das des nackten Napalm Mädchens auf der Straße in Vietnam oder das auf dem sich Matrose und Krankenschwester spontan auf der Straße küssen. Das alles seien unvergessliche Bilder, die emotional aufgeladen sind. Genau wie in der aktuellen Spiegelausgabe, auf der das Bild einer Blechtrommel gezeigt wird. Jeder weiß sofort, dass es hier um den Tod von Günter Grass geht, weil hinter diesem Bild eine Geschichte steckt.


 

Mein Kommentar:

Halten wir alle mal kurz inne und überlegen, wie will ich, dass die Zukunft aussieht? Sollten wir alle langsamer leben, nicht immer alles besser und schneller machen wollen, eine konkrete Vorstellung von dem haben was wir uns wünschen? Meine Antwort ist ja! Wir sollten uns manchmal die Zeit nehmen etwas langsamer an die Dinge zu gehen, nicht so digital zu sein. Es stimmt, dass alles bequemer wird. Eine App mit der ich mein ganzes Haus steuern kann. Ich muss nicht mehr hochrennen und die Heizung ausdrehen, das geht dann alles per Knopfdruck. Klar, wir wollen, dass das Leben leichter wird, weil nun ja, es ist ja schon so schwer genug. Aber wie Ginsberg fragte: Ist das dann besser? Mich hat die See Conference auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt und euch vielleicht auch.