Mapping the Impossible
senseFly Drohnen vermessen das Matterhorn

Mithilfe von Drohnen der Parrot-Tochter senseFly wurde eine hochauflösende 3D-Karte des Matterhorns erstellt. Mit insgesamt vier der sehr leichten eBee-Drohnen konnte dieses exakte Abbild des markanten Berges in den Walliser Alpen angefertigt werden.

Im Oktober 2013 machte sich ein Team auf den Weg in die Walliser Alpen – genauer gesagt wollte man den Gipfel des Matterhorns erklimmen. Im Gegensatz zu allen anderen, die das vor ihnen auch bereits vollbracht haben, hatte dieses Team aber auch noch ein paar Drohnen im Gepäck. Die Mission: Das Matterhorn für eine 3D-Karte vermessen und herausfinden, wie sich die verwenden eBee-Drohnen in diesen Höhen und den im Gebirge herrschenden Turbulenzen bewähren.

Für die eBee-Drohnen hat sich das senseFly-Team bewusst entschieden, da diese auch UAVs (Unmanned Aerial Vehicle) genannten Fluggeräte jeweils lediglich 690 Gramm auf die Waage bringen – besonders wichtig, wenn man sich auf den schweren Anstieg begibt und um jedes Gramm froh ist, welches man nicht den Berg hochwuchten muss. Die Drohnen sind auch speziell auf das Kartieren sowohl für 2D- als auch 3D-Maps ausgerichtet – also das perfekte Werkzeug für diese Mission.

Team2 eBee

Zumeist berichten wir hier über Drohnen bzw. Copter mit mehreren nach oben gerichteten Propellern. In diesem Fall haben wir es mit einem, nach hinten ausgerichteten Rotor zu tun. Zum Starten wird die Drohne drei Mal geschüttelt, was den Motor aktiviert. Dann wird sie in die Luft geworfen, so wie ihr es später auch im Clip sehen könnt. Mit einer Akkuladung kann diese Drohne bis zu 50 Minuten in der Luft bleiben. Mit an Bord der Drohne ist eine 16 Megapixel-Cam, die für die Bilder vom Matterhorn zuständig war.

Team2 takeoff2

senseFly, seit 2012 zur Parrot-Gruppe gehörend, hat sich für die Mission noch ein paar Partner ins Boot geholt: Drone Adventures (Plannung und Logistik), Pix4D (Daten post-processing) und Mapbox (Online-Visualisierung) unterstützten den Drohnen-Hersteller beim Matterhorn-Projekt und so machte man sich in zwei Teams auf den Weg: Team 1 stürmte den Gipfel in 4.478 m Höhe und hatte dabei eine der Drohnen im Gepäck, die von der Spitze des Matterhorns bis in 4.700 Meter Höhe aufstieg und von dort aus die Westseite des Berges fotografierte bzw. kartierte.

Team 2 unterdessen blieb auf einer Höhe von 3.260 Metern bei der Hörnlihütte und von dort gab es insgesamt 6 Drohnenflüge, die bis 50 Meter oberhalb des Gipfels reichten und bei denen sowohl Nord- als auch Ostseite des Matterhorns kartiert wurden. 4 weitere Flüge fanden unterhalb der Hörnlihütte statt, so dass unter dem Strich insgesamt 11 Flüge mit den insgesamt vier eBee-Drohnen stehen.

Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen: Insgesamt 2.200 Fotos wurden erstellt, und daraus bastelte man eine 3D-Punktwolke mit 300 Millionen Punkten. Sie erstreckt sich über 28 Quadratkilometer und weist eine Auflösung von 20 Zentimetern auf, was bedeutet, dass das Matterhorn bis auf 20 Zentimeter genau abgebildet wird.

High density 3D point cloud

High density 3D point cloud2

Die Mission war also geglückt und als Nebenprodukt der erstellten hochauflösenden 3D-Karte dieses vielleicht schönsten Berges der Welt, der zu Teilen sowohl in der Schweiz als auch in Italien steht, konnte die eBee-Drohne unter Extrembedingungen getestet werden und nicht zuletzt auch wurde aufgezeigt, zu welchen friedlichen Zwecken Drohnen eben auch genutzt werden können. Werft jetzt also unbedingt einen Blick auf das Video, welches die Mission schildert und mit wirklich tollen Bildern aufwarten kann:

Quelle: sensefly.com