Smartwatches
Schicke Smartwatches mit Android Wear 2.0 auf der Baselworld 2017

In der Schweiz findet gerade die Baselworld 2017 statt. Dort zeigen Schmuck- und Uhrenhersteller ihre neuen Kollektionen, darunter auch einige Smartwatches, die nicht ganz so geeky aussehen. Wir stellen euch eine kleine Auswahl vor, die mit Android Wear 2.0 kommt.
von Jake Pietras am 26. März 2017

Die Baselworld in der Schweiz dürfte eine Messe sein, die bei uns Geeks nicht unbedingt auf dem Schirm ist, aber dennoch ein paar interessante Produkte in petto hat. Die Messe bezeichnet sich selbst als Trendsetter für Schmuck und Uhren und vor allem letztere sind dank der Apple Watch wieder ein wenig in unseren technologischen Dunstkreis gerückt. Wir möchten euch eine Auswahl von neu vorgestellten Smartwatches zeigen, die mit Googles Handgelenk-Betriebssystem Android Wear 2.0 kommen.

Mistfit Vapor

Misfit ist vor allem für seine schlichten und stylischen Smarttracker und -watches bekannt, deren Einfluss der Mutterfirma Fossil deutlich zu sehen ist. Auf der Baselworld hat der amerikanische Hersteller jetzt die Misfit Vapor gezeigt, die bereits im Januar kurz vorgestellt wurde.

Rein optisch gefällt sie mir persönlich wirklich gut und passt zu Misfits anderen Modellen, die eher ein minimalistische Fashion-Statements sind, als Geek-Toys. Schön ist auch, dass Misfit sich nicht mit Oberflächlichkeit begnügt, sondern der Vapor ordentlich Technik unter das 1,39 Zoll große OLED-Display gepackt hat.

Dank Android 2.0 gibt es den Google Assistant und eine Reihe von Apps, wie Google Maps, Google Play Music (ja, ihr könnt Musik auf dem vier Gigabyte großen Speicher der Vapor mitnehmen) sowie Fitness Features in Form von Google Fit. Die Daten könnt ihr mit einer Vielzahl von Sport-Apps aufzeichnen, darunter Runkeeper, Runtastic, Strava und wenn die Beine mal schlapp machen, ruft ihr euch einfach per Uber ein “Taxi”.

Dazu gibt es einen automatischen Aktivitätstracker und erfreulicherweise GPS, das eure Strecken aufzeichnet und mit den erwähnten Apps zusammen arbeitet. Ein Herzfrequenzmesser rundet das etwa 200 US-Dollar teure Gesamtpaket ab, das im Spätsommer in den Farben Jet Black und Rose Gold mit verschiedenen Armbändern erscheinen wird. Klingt für mich zumindest gerade wie ein guter Deal, zumal die Vapor noch wasserfest bis 50 Meter ist.

Wer es doch etwas sportlicher haben will, kann sich hier ja mal eine der ersten Smartwatches mit Android Wear 2.0 ansehen: die Huawei Watch 2, die wir uns auf dem Mobile World Congress angesehen haben.

Hugo Boss Touch

Eine Preisklasse darüber steigt Hugo Boss mit der “Touch” genannten Smartwatch in den Markt ein. Die soll rund 400 US-Dollar kosten, wenn sie im August erscheint und richtet sich markentypisch an Schlipsträger Gentlemen in Anzügen mit Bürojobs. Die Uhr wird von Movado für Boss hergestellt und fällt in der Riege der Smartwatches vor allem durch ihre Unauffälligkeit auf.

Boss hält sich momentan ein wenig mit Informationen zurück, aber einem Hands-On von Wearable zufolge kommt die Touch mit Leder- oder Metallarmband in einem klassischen Uhrengehäuse, inklusive einer Uhrkrone.

Das Zifferblatt könnt ihr so einstellen, dass die Touch einer “Dumbwatch” (sagt man das?) gleicht, aber natürlich trotzdem all die feinen Spielereien mitbringt. Wichtige Termine und Messeges werden angezeigt und Fitnessfeatures bringt die Touch auch mit, ebenso wie NFC. Das heißt, dass zumindest in den US-Staaten das Zahlen mit Android Pay möglich sein wird.

Meiner Ansicht nach ist die Smartwatch recht schick und wohl am ehesten mit der Samsung Gear S3 vergleichbar. Den bisherigen Infos zufolge würde ich persönlich aber die Touch vorziehen. Sieht irgendwie schicker aus.

Movado Connect

Noch etwas teurer (500 US-Dollar), aber noch nicht ganz so Hypotheken-aufnehmend wie die Connected Modular 45 von TAG Heuer ist die Movado Connect. Die ist ehrlich gesagt mein persönlicher Favorit, da ich auf den “Midcentury Modern”-Stil stehe (Fans der Serie Mad Men dürften wissen, was ich meine).

Die Movado Connect ist sehr sachlich schlicht gehalten, wobei das Uhrglas-Display nicht unter der Fassung liegt, sondern darüber abschließt. Im Gegensatz zu vielen anderen Smartwatches kommt die Connect nicht nur mit mehr als 100 (!) Zifferblättern zur Auswahl, sondern zudem mit einem Always-On Display.

Passend zur Marke werden die Zifferblätter mit einem Punkt versehen sein und auf anderen Schnickschnack verzichten. Smart soll die Watch dennoch sein, denn auch bei der Connect kommt Android Wear 2.0 zum Einsatz, Googles Assistant, Fitnessfeatures und Benachrichtigungen natürlich inklusive.

Movados Connect wird im Herbst erscheinen und leider nur in Herrenvarianten verfügbar sein, dafür aber in fünf verschiedenen Versionen.

Samsung Taschenuhr

Als Randnotiz wäre vielleicht noch Samsungs Konzept zu erwähnen, was vermutlich niemals produziert werden wird: die Taschenuhr. Laut Angaben der Südkoreaner verbindet sie traditionelle Uhren mit der Technik moderner Smartwatches.

Auf den Bildern sieht es auch tatsächlich so aus, als ob eine Gear S3 in eine Taschenuhr verbaut worden ist. Witzige Idee zumindest, die etwas für den modernen Steampunker sein könnte, auch wenn sich das jetzt ein wenig widerspricht.

Was haltet ihr von den Uhren oder Smartwatches generell? Hat sich das Thema ausgelutscht und “entweder Apple Watch oder gar nix” oder wird der Markt in Zukunft wachsen?