So übersteht ihr Freitag, den 13.: Netflix empfiehlt einen TV-Marathon

Morgen ist es wieder soweit: Es ist Freitag, der 13.! Netflix empfiehlt, den vermeintlichen Unglücks-Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen - mit einem TV-Marathon.

Es ist Donnerstag, der 12. April. Das bedeutet, dass wir morgen wieder einmal Freitag, den 13. haben werden. Seit Ewigkeiten ist dieses Datum als Unglücks-Tag verschrien, auch wenn es mittlerweile genügend Statistiken gibt, die belegen können, dass an diesen Tagen sogar weniger Unfälle passieren als an anderen Freitagen.

Diejenigen, die daran glauben, dass diesem Tag etwas mysteriöses anhaftet, werden dazu übrigens argumentieren, dass nur deswegen weniger Unfälle passieren, weil die Leute an diesem Tag ganz besonders aufmerksam sind — und es sogar viele Menschen gäbe, die sich an diesem Tag gar nicht erst aus dem Haus wagen.

Es gibt sogar Menschen, die tatsächlich mit Phobien kämpfen, die entweder mit der Zahl “13” oder mit dem exakten Datum “Freitag, der 13.” zusammenhängen. Vermutlich an diese Personen richtet sich Netflix mit seiner Empfehlung, morgen doch lieber zuhause zu bleiben und sich einem TV-Marathon mit dem Streaming-Dienst hinzugeben. In der Pressemitteilung heißt es:

Freitag, der 13. ist für viele ein unheilvoller Tag. Dem Aberglauben nach passieren genau dann die meisten Unglücke, Unfälle und was sonst noch alles mit Un- anfängt. Der klinische Name für die Angst vor diesem speziellen Tag löst zumindest Un-wohlsein aus: Paraskavedekatriaphobie! Doch manchmal ist es aber nur der blöde Zufall, eine Sekunde Unachtsamkeit oder eine falsche Entscheidung, die man trifft: Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort oder eine Verkettung unglücklicher Umstände die zu einer totalen Katastrophe führen.  Alles nur ein Mythos? Vielleicht! Aber besser ist es doch, kein Risiko einzugehen und sich schon einmal vorab auf diesen Tag vorzubereiten und für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Anschauungsmaterial, wie man sich Freitag, den 13. möglichst unfallfrei mit einem Netflix-Marathon gestaltet, gibt es in dieser Liste:

Bevor wir zu dieser von Netflix erarbeiteten Liste kommen, will ich aber noch ein paar Worte dazu verlieren. Ich mag durchaus diese kuratierten Inhalte, egal ob es eine Playlist auf Spotify ist oder eben eine zusammengestellte Liste aus TV-Serien und Filmen, wie es hier der Fall ist. So manches mal findet man darunter das ein oder andere Juwel, auf das man sonst nicht gestoßen wäre.

In diesem Fall mach ich es mir leicht und übernehme die von Netflix vorgeschlagene Liste komplett. Ich bezweifle zwar, dass die jemand wirklich 1:1 so durchackern möchte und möchte anmerken, dass das auch schwerlich möglich wäre, wenn ich weiß, dass allein die Serie “American Horror Story” ja bereits sechs auf Netflix verfügbare Staffeln umfasst.

Aber sei es drum — der Kurator hat sich bei der Zusammenstellung ja sicher was gedacht ;) Ganz möchte ich euch den Empfehlungen und dem Pressetext (den ihr in den grauen Kästen unter den Bildern findet) nicht überlassen und ergänze die Beiträge um ein paar persönliche Anmerkungen. Wenn unterm Strich genügend Material übrig bleibt, mit dem ihr euren “Freitag, der 13.”-TV-Marathon angehen könnt — umso besser.

 

American Horror Story

Diese dunkle Emmy-prämierte Dramaserie spielt mit der Angst vor dem Übernatürlichen und dem Schrecken des Alltäglichen. Es erforscht die menschliche Fähigkeit, Böses zu tun. Mit: Evan Peters, Sarah Paulson, Jessica Lange.

Okay, zu dieser Serie muss man vermutlich gar nicht so viel erklären, oder? “American Horror Story” ist schon längst ein immer wieder um weitere Staffeln verlängerter TV-Erfolg, der rund um den Globus sehr viele Fans hat.

Wie oben schon angemerkt, reicht ein einziger Binge-Watching-Tag nicht aus, um alle verfügbaren Staffeln zu schauen, aber das ist natürlich auch nicht notwendig. Jede Staffel für sich ist in sich abgeschlossen, wobei die Folgen zwischen 40 und 50 Minuten lang sind. Die erste Staffel “Murder House” umfasst 12 Folgen — diese wäre also an einem Freitag absolut machbar.

1922

In dem Film nach einer Erzählung von Stephen King gesteht ein Bauer schriftlich den Mord an seiner Frau. Doch ihr Tod ist erst der Anfang einer makaberen Geschichte. Mit: Thomas Jane, Molly Parker, Dylan Schmid.

Grundsätzlich mag ich ja Stephen King und ich mag auch dieses Stilmittel, dass ein Mensch rückwirkend über Ereignisse berichtet. In diesem Fall mag ich aber beides nicht so besonders. Der Film ist sehr langatmig und etwa zur Filmmitte stellte sich dieses “Ich schau das jetzt nur noch zu Ende, damit ich ‘nen Haken dran machen kann”-Gefühl ein. Spannung kam in den seltensten Fällen auf und man hatte fast den ganzen Film über das Gefühl, dass es doch mal irgendwann richtig losgehen müsste – ging es aber nicht. Für eine zweite Meinung könnt ihr gerne Freund und Kollege Caschy befragen: Wir haben uns den Film zusammen angeschaut und waren einhellig der Meinung, dass wir hier gerade ungefähr 100 Minuten Zeit verplempert haben.

PS: Technisch gibt es gar nichts zu bemängeln — gute Schauspieler, stimmungsvolle Bilder, soweit passt das alles. Aber die Story ist meiner Meinung nach ziemlich lame, vermutlich war die Erwartungshaltung auch einfach die falsche. Nach dem Trailer habe ich mehr Action und Horror erwartet.

Still

Eine taube Schriftstellerin zieht sich in die Einsamkeit des Waldes zurück. Doch als ein maskierter Killer an ihrem Fenster auftaucht, muss sie um ihr Leben kämpfen.

Diesen Film hab ich mir noch nicht angesehen und bin auch noch nicht sicher, ob ich das ändern werde. Liegt aber eher daran, dass diese “Home-Invasion”-Nummer einfach nicht so mein Ding sind. Ich glaube, spätestens mit “Panic Room” seinerzeit hab ich da das Interesse dran verloren und ich denke auch, dass es schwierig ist, die immer wiederkehrende Situation — Typ kommt zu einsamem Menschen nach Hause und will ihm was antun — aufregend neu zu erzählen.

Mag sein, dass das hier ein wenig anders gelagert ist, denn die grundsätzlich lahme Geschichte von der Frau in einer einsamen Waldhütte, bei der ein Killer vorbeischneit, bekommt dadurch einen spannenden Spin, dass diese Frau taubstumm ist. Ich hab mich durch mehrere Kritiken gelesen, in denen zu lesen ist, dass genau mit diesem Handicap sehr intelligent gespielt wird. Sie kann halt nicht auf das Gehör bauen, sonst einer der wichtigsten Sinne in so einer Situation. Stattdessen muss sie teils auf Vibrationen achten und beobachtet natürlich haargenau das Geschehen.

Okay, wenn ich so drüber nachdenke: Vielleicht schaue ich ihn mir ja doch an ;)

Hemlock Grove

Dunkle Geheimnisse gehören in der Kleinstadt Hemlock Grove, in der das Böse hinter jeder Ecke lauert, zum Alltag. Mit: Famke Janssen, Landon Liboiron, Dougray Scott

Okay, ich stelle mal wieder fest, wie unbrauchbar diese Pressetexte manchmal sind — der oben von Netflix geäußerte Satz hilft jedenfalls niemandem so richtig weiter, scheint mir. Diese Serie hab ich übrigens auch noch nicht gesehen, kenne zudem niemandem, der jemals drüber geredet hätte.

Muss natürlich nichts heißen, aber gerade die besonders gelungenen Serien bleiben ja nicht lange Geheimtipps. Hemlock Grove umfasst insgesamt drei Staffeln, es werden auch keine weiteren folgen. Wieder einmal nimmt man sich des Themas Werwölfe und Vampire an und versucht, sie ein wenig zu variieren.

Ein Vampir und ein Werwolf werden hier Kumpels, außerdem gibt es noch einen schrägen Wissenschaftler und wie man im lesenswerten Text bei Zeit Online lesen kann, kommen auch Splatter-Fans ordentlich auf ihre Kosten. Es wird thematisiert, dass sehr viel zitiert wird von anderen Mystery-Formaten, aber spätestens Stranger Things hat ja bewiesen, dass dieses Zitieren nichts schlechtes sein muss.

Vampir-Geschichten mag ich eh und erwarte da auch grundsätzlich gar nicht, dass sie immer wieder aufregend neu erzählt werden. Hemlock Grove ist jedenfalls eine Serie, die ich vielleicht nicht zwingend am Freitag, den 13. glotzen werde, die ich aber mal auf dem Zettel behalte.

Requiem

Nach einer Tragödie deckt eine Londoner Cellistin Geheimnisse auf, die ihre Mutter mit einem vermissten Mädchen aus einer Kleinstadt in Wales in Verbindung bringen. Mit: Lydia Wilson, Joel Fry, Brendan Coyle

Requiem habe ich vor wenigen Tagen erst gesehen. Sehr flott geht es los mit zwei Selbstmorden, die irgendwie mysteriös miteinander verknüpft sind. Zur Story will ich gar nicht viel mehr erzählen, weil ich auch nicht spoilern möchte. Ich finde die Geschichte sehr schön erzählt, Lydia Wilson finde ich richtig klasse in ihrer Rolle und auch die tollen Bilder aus Wales haben es mir bei der britischen, von der BBC in Auftrag gegebenen Serie angetan.

Ihr müsst aber damit leben, dass es auch in dieser Serie wieder nur so rappelt vor Zitaten anderer übersinnlicher Serien oder Filme. Für mein Empfinden sind es ein wenig zu viel Klischees, zu viele Traumbilder und auch zu auffällige Sound-Untermalungen. Die Geschichte entwickelt sich aber spannend genug, dass ich dran bleiben wollte, auch wenn mich die Auflösung in der letzten Folge ein wenig ratlos zurücklässt. Bin tatsächlich nicht ganz sicher, was ich davon halten soll.

Handwerklich war es aber solide gemacht, es hat mich unterhalten und würde ich es benoten müssen, würde ich vermutlich irgendwo bei 5,5 bis 6,5 von 10 rauskommen. Wenn ihr Netflix neu habt, gibt es sicher besseres, was man sich erst mal reinziehen kann. Wer aber verzweifelt nach Serien aus dem Mystery-Genre sucht und sonst schon vieles durch hat, kann sich “Requiem” ruhig reinziehen.

The Bad Batch

Nach ihrer Verbannung in eine Wüstenenklave sozialer Außenseiter muss sich eine junge Frau unter Drogensüchtigen und Kannibalen behaupten. Mit: Suki Waterhouse, Jason Momoa, Keanu Reeves.

Wieder ein Film, den ich nicht kenne und bei dem mich die Online-Recherche ein bisschen verwirrt: Ist es jetzt ein Science-Fiction-Film, weil er in der Zukunft spielt? Oder geht es eher in Richtung Mad Max? Oder doch klassischer Kannibalen-Film oder dann doch ein Western? Irgendwie ist es alles so ein bisschen und die Story fixt mich genug an, um mir auch diesen Streifen auf die to-do-Liste zu packen. Keanu Reeves ist mit von der Partie, geschwärmt werden darf bei den an Frauen interessierten Zuschauern für die zuckersüße Suki Waterhouse, die eher an Männern interessierten Netflix-Nutzer kommen dann eher bei Jason Momoa ins Schwitzenärmen.

PS: Auch Jim Carrey spielt eine Rolle in diesem Film und in der soll er nicht auf Anhieb leicht zu erkennen sein. Allein schon deswegen werde ich mir Bad Batch reinziehen müssen.

Freitag der 13.

Jason Voorhees, ein maskierter wahnsinniger Mörder, wird in diesem Remake des klassischen Slasherfilms durch eine Gruppe Jugendlicher aufgerüttelt und verfolgt sie. Mit: Jared Padalecki, Danielle Panabaker, Amanda Righetti.

Okay, wieder so ein Name, zu dem man eigentlich gar keine großen Worte verlieren muss, denn das “Freitag, der 13.”-Horror-Franchise kennt nun wirklich jeder und ich glaube, ich kenne auch keine Menschen, die nicht wenigstens einen Teil oder zumindest die Neuauflage gesehen haben.

Hier handelt es sich nicht um eine tatsächliche Fortsetzung der in die Jahre gekommenen Reihe, sondern eher um eine Neuauflage. Die Geschichte des Jason Voorhees wird also noch einmal neu erzählt. Wirklich vom Hocker gehauen hat mich dieser Film nun gewiss nicht, auch wenn mit Jared Padalecki einer meiner Serien-Helden (spielt den Sam Winchester bei “Supernatural”, andere werden ihn durch die “Gilmore Girls” kennen) mit von der Partie ist.

Kann man ihn sich anschauen? Nein, wenn man nicht auf Horror und Splatter steht – und ja, wenn man die Reihe mag. Wer nämlich gerne “Freitag, der 13.” schaut, erwartet weder ein starkes Drehbuch, authentische Schauspieler und überraschende Wendungen, sondern abgeschlachtete, gut aussehende und von äußerst schlechten Schauspielern verkörperte Jason-Opfer. Wäre jetzt nicht meine erste Empfehlung für einen Filmabend, aber man muss auch nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen nach dem Anschauen.

Mädchen hinter Gittern – Jung und eingesperrt

Die jugendlichen Insassinnen der Madison-Jugendvollzugsanstalt in Indiana haben neben Gesetzesverstößen auch mit Konflikten und Herzschmerz zu kämpfen.

Tjoa, den Tipp verstehe ich jetzt nicht so recht, Netflix. Horror, Übersinnliches und Mystik ziehen sich eigentlich wie ein roter Faden durch die Tipps und jetzt sitz ich hier und frag mich, wieso mir Netflix für Freitag, den 13. eine Reality-Soap über Mädchen in einem US-Jugendgefängnis unterjubelt.

Vielleicht, weil man es grob auch als “Unglück” verbuchen kann, dort gelandet zu sein, oder ein Leben zu führen, welches einen irgendwann straffällig werden lässt? Ich kann es euch nicht sagen. Außerdem tue ich mich schwer damit, einer solchen Serie nicht vorab zu unterstellen, dass sie doch sowieso nicht den tatsächlichen Knast-Alltag widerspiegelt, sondern allenfalls ein poliertes Bild davon.

Caught

Als eine sitzengelassene Ehefrau beschließt, der jugendlichen Geliebten ihres Ehemannes eine schockierende Lektion zu erteilen, ist die Musterehe vorüber.
Mit: Anna Camp, Stefanie Scott, Sam Page

Der Klassiker: Frau wird von ihrem Mann betrogen und will es dem jungen Ding jetzt mal so richtig zeigen. Das Mädchen wird von ihr entführt, was aber eigentlich mehr als eine Art Lektion gedacht sein sollte. Die Nummer gerät aber völlig aus dem Ruder, es sterben Menschen und als Krönung muss der Ehemann noch selbst mithelfen, die Tat zu vertuschen.

Ich hab den Film nicht gesehen, und nachdem ich jetzt diverse Kritiken begutachtet habe und zu dem Schluss komme, dass der Streifen wohl weder technisch gut gemacht ist, noch mit tollen Schauspielern aufwarten kann und zudem auch ein paar Logik-Fehler beinhaltet, werde ich ihn weder selbst sehen, noch euch ans Herz legen wollen.

The Ritual

Vier langjährige Freunde mit einem nicht immer einfachen Verhältnis unternehmen eine Wanderung in der Wildnis Schwedens, von der sie womöglich nie zurückkehren werden. Mit: Rafe Spall, Arsher Ali, Robert James-Collier

Ach, verdammt – diesen Film wollte ich auch schon längst gesehen haben. Die Kritiken lesen sich so, als würde er für Genre-Freunde gute Unterhaltung bieten und so hab ich “The Ritual” eigentlich schon längst auf dem Zettel.

Ich nehme daher den Netflix-Tipp als Reminder und werde mir den Film vermutlich wirklich dieses Wochenende anschauen. Lasst euch nicht davon abhalten, dass die vier Freunde in den schwedischen Wäldern auf die obligatorische Hütte treffen, in der sie übernachten — ein bisschen Klischee ist ja auch durchaus verträglich.

Bates Motel 

Nach dem Tod seines Vaters macht Norman Bates mit seiner Mutter ein Hotel auf, doch Normans labiler Geisteszustand bringt das Unternehmen auf düstere, brutale Abwege. Mit: Vera Farmiga, Freddie Highmore, Max Thieriot

Bates Motel ist eine Serie mit fünf Staffeln, von der zumindest die Serien-Freunde unter euch sicher schon gehört haben. Noch bekannter ist zweifellos die Film-Reihe “Psycho” von Alfred Hitchcock und wie der Name vermuten lässt, dockt die Serie genau an diesen Film-Klassikern an.

Dabei gelingt den Machern ein spannender Twist, indem sie zwar eigentlich die Vorgeschichte mit einer noch lebenden Mutter erzählen, die ganze Handlung aber in die Gegenwart verlegen, so wie es beispielsweise auch bei “Sherlock” der Fall ist. Wer die Filme mochte, wird sich auch bei “Bates Motel” wohlfühlen, denn gerade die beiden Protagonisten spielen wirklich klasse, die Handlung wird modern aufbereitet und erzählt und um weitere Erzählstränge erweitert und auch die klassischen Hitchcock-Effekte wurden nicht übersehen. Von meiner Seite eine ganz klare Empfehlung für Binge-Watcher.

7 Seconds 

Der Tod eines 15-jährigen Afroamerikaners in Jersey City löst nicht nur eine Verschleierungsaktion der Polizei aus, sondern auch eine Suche nach der Wahrheit. Mit: Clare-Hope Ashitey, Regina King, Beau Knapp

Auch bei dieser Serie, dessen erste Staffel zehn Folgen umfasst, erschließt sich mir nicht auf Anhieb der Grund, wieso man es in eine “Freitag, der 13.”-Liste packt. Vielleicht, weil es für den erst 15-jährigen Brenton Butler ganz sicher ein Unglücks-Tag ist, an welchem er auf seinem Fahrrad fahrend von einem SUV erfasst wird und an den Folgen des Unfalls stirbt.

Der Fahrer des Wagens ist weißer Polizist, der Junge hingegen Afroamerikaner. Ihr könnt euch vorstellen, dass dieses Szenario — weißer Cop überfährt schwarzen Jungen und lässt ihn am Unfallort zurück — gerade in den USA ein brandheißes ist. In den zehn Folgen geht es darum aufzuklären, wer für diese Tat verantwortlich ist und es soll sich herausstellen, dass der Fahrer des SUVs nicht der einzige ist, der im übertragenen Sinne Leichen im Keller hat.

Zur Qualität der Umsetzung kann ich euch nichts erzählen, kann zumindest aber feststellen, dass die Serie sehr gut bewertet wird. Persönlich finde ich auch die Thematik sehr spannend, denke aber gleichzeitig, dass es so nah an der Realität ist, dass ich schon in richtiger Stimmung sein muss, um mir das anschauen zu können.

The Sinner

Als eine junge Mutter einen Wildfremden zu Tode sticht, versucht ein mitfühlender Kommissar das Motiv zu ergründen und ihre vergrabenen Erinnerungen aufzudecken. Mit: Jessica Biel, Bill Pullman, Christopher Abbott

Der letzte Tipp aus dieser Netflix-Liste klingt für mich auch äußerst spannend und interessant: Jessica Biel spielt eine Mörderin und das ist direkt von Anfang an auch bekannt. Es wird also kein Mörder gesucht, denn sie wird direkt verhaftet und streitet auch gar nicht erst ab, die Schuldige zu sein.

In der Folge beschäftigen wir uns eher damit, das Motiv zu suchen und das schließt die Protagonistin mit ein — auch sie hat nämlich keinen blassen Schimmer, wieso es dazu kommen konnte. Bill Pullman spielt den Detective, der mit ihr zusammen weiter und weiter in ihr Unterbewusstsein eindringen muss, um dem Motiv auf den Grund gehen zu können.

Wie ich lesen konnte, handelt es sich hierbei keinesfalls um leichte Kost, die man nebenbei locker wegglotzt. Hier müsst ihr also schon am Ball bleiben, um der Story wirklich folgen zu können — damit ist die Serie vermutlich ein Kandidat, um die kompletten acht Folgen in einem Rutsch durchzuschauen.

Wie es heißt, soll die ursprünglich nur für eine Staffel konzipierte Serie nun doch eine zweite Staffel erhalten. Grund genug für uns, noch vorher flott diese erste Staffel zu konsumieren, oder was meint ihr?


 

So, dass war es dann mit Tipps von Netflix zum vermeintlichen Unglücks-Tag morgen. Ich habe mir einiges davon notiert, einiges wollte ich sowieso schon sehen und bei der ein oder anderen Empfehlung grüble ich immer noch, wieso sie in diese Liste geraten sind.

Eine Empfehlung hab ich übrigens auch noch für euch: Wenn ihr schon beschließt, das Haus wegen dieses Datums nicht zu verlassen und euch Netflix hinzugeben, dann schaut doch mal bei den Kategorien vorbei. Unter “Horror” findet ihr jede Menge andere Serien und Filme, die für mein Empfinden besser zu diesem speziellen Tag passen als eine Doku über ein Jugendgefängnis.

Beispiele? Zum Beispiel die “Final Destination”-Reihe — eine größere Anhäufung von Unglück und Pechvögeln werdet ihr so schnell nicht finden. Auch Filme wie “SAW”, “Poltergeist” oder “The Hills have Eyes” passen perfekt zum Freitag, den 13.

Ich persönlich bin kein abergläubischer Mensch und habe auch noch nie was wirklich Schlimmes an diesem Tag erlebt. Aber aus Solidarität mit den Angst-Geplagten werde ich mir morgen wohl auch das ein oder andere Filmchen aus der obigen Liste gönnen. Was sagt ihr denn? Welches sind eure Film- oder Serien-Tipps, die für diesen außergewöhnlichen Tag perfekt geeignet sind?