Kackokalypse: Staubsaugerroboter Roomba verteilt Hundehaufen in der ganzen Wohnung

Jesse Newton aus Little Rock besitzt einen iRobot Roomba Staubsauger-Roboter, der nachts zeitgesteuert automatisch die Wohnung reinigt. Und einen Hund. Ihr ahnt vielleicht, wohin das führt.

Staubsauger-Roboter sind eine feine Sache. Die ehemals sündhaft teuren Geräte sind mittlerweile je nach Ausführung und Funktionalität zu recht erschwinglichen Preisen zu haben und nehmen einem im Haushalt eine ganze Menge Arbeit ab. Gerade Eltern jüngere Kinder schwören auf die vollautomatischen Helferlein, beseitigen sie doch zuverlässig Krümel und anderes Gedöns, das unweigerlich im Laufe eines Tages anfällt. Tierbesitzer gehören ebenfalls zur treuen Kundschaft, womit wir beim Thema wären.

Die Poopocalypse. Die Kackastrophe. Die Kackokalypse.

Es gibt Dinge, an die denkt man vielleicht vor dem Kauf eines Staubsaugerrobers, schiebt den Gedanken aber gleich wieder beiseite. Spätestens im Falle eines Falles wird man dann daran erinnert, dass all die feine Technik im “Smart Home” mitunter nicht so funktioniert, wie gedacht.

Roomba_time-lapse

So erging es Jesse Newton aus Little Rock, der sein Erlebnis mit einem Roomba Staubsaugerroboter auf Facebook schildert. Newton hatte sich ein Modell besorgt, dass über eine Zeitprogrammierung verfügt und dementsprechend in der Lage war, selbstständig zu nächtlicher Zeit seine Arbeit zu verrichten. Geräte dieser Bauart steuern eigenständig eine Ladestation an, absolvieren ein mehr oder weniger klar definiertes Programm und begeben sich dann brav zurück ins Dock. Das hat auch Newtons Roomba getan – allerdings hat er dem wenig erfreuten Besitzer dabei ein Gemälde der besonderen Art hinterlassen.

Offenbar hatte sich Evie, der Hund der Nortons, vor oder während der Staubsauger-Session auf dem Boden “erleichtert”, sprich: einen ausreichend großen Kackhaufen auf dem Boden hinterlassen.

Der Staubsauger-Roboter ist offenbar mit seinen Sensoren nicht in der Lage, ein solches “Hindernis” als Stoppsignal oder zu umfahrende No-Go-Area zu erkennen, und brettert dementsprechend erstmal voll über den Haufen. Damit nicht genug. Anscheinend hindert eine derartige Verschmutzung der Bürsten, der Räder und es sonstigen Innenlebens den kleinen Helfer auch nicht daran, weiter fleissig seine Tour zu absolvieren, schliesslich soll ja alles sauber werden.

Dass ein einmal überfahrener Hundehaufen genau den gegenteiligen Effekt hat durfte Newton noch vor dem ersten Frühstückskaffee feststellen. Der Staubsaugerroboter hatte den Kot über eine Fläche von mehreren Quadratmetern verteilt und sich dabei wohl auch an den Möbelbeinen besonders viel Mühe gegeben. Newton beschreibt das Szenario recht plakativ: als hätte Jackson Pollock mit Kot gemalt.

“Es ist auf den Dielen. Es ist auf den Tisch- und Stuhlbeinen. Es ist auf den Teppichen. Es ist auf den Vorlegern. Es ist in der Spielsachenkiste der Kinder.”

Schon die Vorstellung dürfte den meisten, doch zur Verdeutlichung hat der entnervte Besitzer freundlicherweise eine Zeichnung angefertigt (und dankenswerterweise auf eine Photographie verzichtet).

Poopocalypse

Bei iRobot, dem Hersteller der Roomba Roboter sieht man die Sache pragmatisch. Man empfehle Hunde- und Katzenbesitzern generell, den Staubsaugerroboter nicht nach vordefinierten Zeitplänen fahren zu lassen. Die meisten Besitzer seien sich darüber im Klaren, dass dem Tier jederzeit ein “Malheur” passieren könne und die momentan verbauten Sensoren nicht in der Lage, ein solches Szenario zu vermeiden.

“Zuerst machst du das Kind sauber. Du putzt die Scheisse von seinen Füssen und steckst es ins Bett. Um deine eigenen Füsse kümmerst du dich nicht, denn du weisst, was kommt. Es ist unausweichlich, und es trifft dich wie ein heranrasender Güterzug. Einige Leute würden mit den Schultern zucken und ins Bett gehen, um morgen damit fertig zu werden. Aber du gehörst nicht zu diesen Leuten – du kannst nicht schlafen gehen mit diesem Kriegsgebiet voller Kacke im Wohnzimmer.”

Was man Newton hoch anrechnen muss: der Mann hat offenbar seinen Humor nicht verloren. Der Facebook-Beitrag klingt zwar ein wenig nach psychologischer Aufarbeitung des Vorfalls, ist aber sehr, sehr lustig (auch wenn man mit Schadenfreude nix am Hut hat).

Den zwar nicht bei der Verschmierungsaktion, aber während den nachfolgenden Reinigungsversuchen in der Badewanne zerstörten iRobot Roomba bekommt Newton übrigens ersetzt. Das Elektronikgeschäft hatte offenbar so viel Mitleid mit dem Familienvater, dass es einen neuen Roomba spendierte.

facebook.com via theguardian.com

Bild: Chris Bartle – Chris Bartle , CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11549752