SuperSensor: Neue Technik für deutlich bessere Smartphone-Fotos

Von Almalence kommt die SuperSensor-Technik - eine Technologie, die ohne Modifikation der Hardware zu qualitativ deutlich besseren Smartphone-Fotos führen soll. Besitzer eines Nexus 5 oder Nexus 6 können SuperSensor als Technologie-Demo bereits ausprobieren. 
von Carsten Drees am 23. Dezember 2016

Noch wenige Tage, dann ist auch das Jahr 2016 zu Ende – ein weiteres Jahr, in dem wir uns beim Thema Smartphone auch immer wieder mit der Qualität der dort verbauten Kameras beschäftigt haben. Mittlerweile können wir mit Fug und Recht behaupten, dass da nicht mehr nur die Cam des iPhone allein auf weiter Flur ist, die Shooter, die Samsung, Huawei oder auch Google selbst verbauen, können da qualitativ mithalten, sind mitunter sogar besser als die Kameras aus Cupertino.

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Soll heißen: Spitzen-Smartphones im Jahr 2016 waren definitiv mit richtig, richtig guten Kameras bestückt. Aber dennoch: Auch, wenn man mittlerweile die günstigen, kompakten Digital-Kameras obsolet macht, sind diese Smartphone-Sensoren noch lange keine Konkurrenz für Profi-Kameras. Selbst in guten Smartphones müssen wir immer wieder feststellen, dass vor allem unter schlechten Lichtbedingungen eher mittelmäßige Pics gelingen.

Erklären lässt sich das zumeist durch Physik, weil die Smartphones schlicht nicht den Raum haben, größere Sensorik zu verbauen. Dennoch kann man immer öfter durch die richtige Software gegensteuern und eine neue Technologie von Almalence schickt sich an, die Ergebnisse signifikant zu verbessern, ohne dass dafür bessere Hardware vonnöten ist.

SuperSensor nennt sich die Anwendung, die aktuell als Technologie-Demo in der Android-Version für das Nexus 5 und Nexus 6 zum Download bereitsteht.Der Almalence-CEO und -Gründer Eugene Panich hat sich im Interview mit dem Forbes Magazine dazu geäußert, wieso die SuperSensor-Software besser ist als das, was die Konkurrenz zu bieten hat: SuperSensor setzt direkt beim Sensor an und übernimmt die Kontrolle, sorgt also für ein besseres Foto, während die anderen Apps versuchen, aus dem bereits geschossenen Bild noch das Beste herauszuholen.

Das sind dann zumeist Spielereien, die das Bild für unser menschliches Auge besser erscheinen lassen, aber in Wirklichkeit nicht wettmachen können, was wir durch unnötiges Bildrauschen oder den Zoom an Details verlieren. SuperSensor setzt also bereits früher an und kann dafür sorgen, dass gerade Low-Light-Aufnahmen besser gelingen, es weniger Rauschen auf den Bildern gibt und für mehr Detailreichtum gesorgt wird.

SuperSensor uses multiple input frames to produce a single image, thus collecting more light and rendering a higher resolution, producing images that could only otherwise be taken with a camera with a higher resolution sensor and bigger lens. Also, by utilizing the vision processing cores available in high-end chipsets, SuperSensor improves the quality of not only still images, but video as well. Almalence-CEO und -Gründer Eugene Panich

Auf der SuperSensor-Seite wird erklärt, dass der Effekt der Software zu vergleichen wäre damit, dass wir einen 1/4″-Sensor durch einen 1/3″-Sensor ersetzen. Ohne, dass eine bessere Hardware benötigt wird, wohlgemerkt. Das bedeutet: Sind die Resultate tatsächlich so beeindruckend, wie sie sich auf den Sample-Fotos zeigen, dürften wir bald allesamt von dieser Technologie profitieren. Die Vorteile – auch für die Smartphone-Hersteller – liegen auf der Hand: Die verbesserte Leistung der Kamera geht nicht einher mit zusätzlich benötigtem Platz oder zusätzlichem Gewicht, es ist natürlich günstiger, als bessere Hardware verbauen zu müssen und es kann schnell over-the-air verteilt werden.

SuperSensor Demo
SuperSensor Demo
Entwickler: Almalence
Preis: Kostenlos
  • SuperSensor Demo Screenshot
  • SuperSensor Demo Screenshot
  • SuperSensor Demo Screenshot
  • SuperSensor Demo Screenshot
  • SuperSensor Demo Screenshot

Drei Beispiel-Fotos bietet uns Almalence an und zeigt dort die verbesserte Auflösung auf dem ersten Bild, danach ein Low-Light-Foto und auf dem dritten geht es um den Dynamic Range. Links seht ihr immer die Aufnahme der Standard-Kamera, rechts kommt SuperSensor zum Einsatz:

Wenn ihr die Fotos im Original sehen wollt, könnt ihr sie hier als RAR-Datei herunterladen. Aber auch so sollte sich jedem offenbaren, dass SuperSensor in der Tat für eine signifikante Verbesserung der Ergebnisse sorgen kann. Die Technologie ist günstig, nicht an Hardware gebunden und sehr schnell – ich persönlich kann es daher nicht abwarten, dass unsere Smartphones SuperSensor unterstützen. – Was sagt ihr?

Quelle: Almalence via Digital Trends