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Symfonisk: IKEA und Sonos machen ordentlich Lärm – und Licht

In Mailand haben IKEA und Sonos auf einem gemeinsamen Event ihre neuen Symfonisk-Speaker vorgestellt. Die Geräte könnten für beide Unternehmen ein großer Wurf werden. 

von Carsten Drees am 9. April 2019

Es hat uns nach Mailand verschlagen, wo uns die Stadt pünktlich zur hier stattfindenden Design Week mit strahlendem Sonnenschein empfangen hat. Da ich mit meinem Radiogesicht ja tendenziell eher auf Tech-Messen zuhause bin als auf von Influencern überflüteten Design-Events, ist es schon ungewöhnlich, hier aufzulaufen. Aber wenn IKEA und Sonos gemeinsam neue Sonos-kompatible Lautsprecher vorstellen, macht man da natürlich gerne eine Ausnahme.

Bei einem sehr interessanten Event wurde nicht nur die neue Hardware präsentiert, sondern auch viel über Sound und Licht philosophiert. Licht? Ja genau — denn neben dem sowieso schon erwarteten Speaker der Symfonisk-Reihe enthüllten die Schweden auch noch eine Sonos-kompatible Tischleuchte.

Das neue Symfonisk-Line-Up (Foto: obs/IKEA Deutschland GmbH & Co. KG/Inter IKEA Systems B.V. 2019)

Für unter 100 Euro bekommt ihr einen im Design herkömmlich wirkenden Speaker, für 179 Euro erhaltet ihr dann das Modell mit Leuchte. Dass das Teil aussieht wie ein Sonos Play:1 plus aufgesetzten Lampenschirm, ist dabei kein Zufall, denn auf dem Sonos-Modell basiert auch das Symfonisk-Produkt.

Wir konnten uns die beiden Gerätschaften natürlich auch direkt vor Ort anhören und — ihr könnt es euch beim Namen Sonos denken — dementsprechend klang das alles auch. Es gibt mächtig was auf die Ohren und das eben auch schon für unter hundert Euro beim Einstiegsmodell. Dabei sind beide Produkte technisch vollwertige Sonos-Lautsprecher, die ihr zusammen mit euren anderen Sonos-Speakern zuhause in euer System einbinden können.

Soll heißen: Ihr genießt bei den Speakern, die ihr via Ethernet oder WLAN mit dem Internet verbindet, auch die Möglichkeit, sie via AirPlay 2 oder Spotify Connect anzusteuern. Ihr könnt sie als Stereo-Paar zusammenschalten, mit anderen Speakern in Gruppen bzw Räumen anordnen oder als Surround-System — all das eben, was ihr mit Sonos-Gerätschaften üblicherweise anstellen könnt.

An den Lautsprechern selbst findet ihr die Möglichkeit, Musik wiederzugeben und zu pausieren, außerdem könnt ihr die Lautstärke kontrollieren. Aber wie andere Sonos-Hardware werdet ihr auch bei den Symfonisk-Speakern im Normalfall natürlich die Sonos-App verwenden, die ihr auch für diese beiden Modelle nutzen könnt. Falls ihr euch fragt, was für Leuchtmittel benötigt werden: unter dem gläsernen Lampenschirm befindet sich ein E14-Sockel.

Persönlich fallen mir beide Modelle auch sehr gut. Die Leuchte macht natürlich optisch mehr her, aber auch das klassische Design der “Book-Shelf”-Variante gefällt mir in seiner Schlichtheit sehr gut. Sowohl für IKEA als auch für Sonos könnte das durchaus eine große Nummer werden. IKEA hat sich eh schon im Smart-Home-Sektor breit gemacht und will sich da eben nun auch auf guten Sound fokussieren. Für Sonos wiederum ist die Symfonisk-Partnerschaft eine sehr gute Möglichkeit, die Tech-Nerd-Blase ein wenig zu verlassen und sich auch im Mainstream einen verdient guten Namen zu machen.

Gerade, weil ihr schon für unter 100 Euro einsteigen könnt, bin ich sicher, dass hier neue Sonos-Fans herangezüchtet werden, aber auch die Tischlampen-Variante für 179 Euro ist mit Blick auf den wuchtigen und klaren Sound absolut fair bepreist. Wenn ihr euch fragt, wann ihr die Dinger in der IKEA-Filiale eures Vertrauens mitnehmen könnt: Ihr müsst euch noch bis August gedulden, aber in diesem Fall lohnt sich das warten natürlich.