Shanghai World Financial Center

Tech und Travel: Smartphone-Fotografie in Shanghai

Wenn ihr noch nie in Shanghai wart, solltet ihr es unbedingt auf eure to-do-Liste setzen: Es ist ein geschichtsträchtiger Ort, ihr könnt sensationell gut essen und das Nachtleben ist ebenfalls herausragend. Nicole war neulich dort mit dem Huawei Mate S unterwegs, machte haufenweise Fotos von Gebäuden, Food, Street Life und landete letztendlich zum ausgiebigen Feiern im Mint-Club.
von Carsten Drees am 18. November 2015

Shanghai kann eine beeindruckende Skyline aufbieten, die sich entlang des Huangpu-Flusses erstreckt und bei dem Gebäude mit klassischer Kolonial-Architektur auf modernste Wolkenkratzer treffen, die zu den höchsten der Welt gehören. Das Leben pulsiert an jeder Ecke dieser Stadt und gerade das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne machen den besonderen Zauber Shanghais aus.

Nicole Scott hatte das Glück, ins Huawei-Hauptquartier in Shanghai eingeladen zu werden, um dort mehr über einen ihrer Lieblings-Smartphone-Hersteller zu erfahren. Bekanntlich ist sie ja ein großer Fan des Huawei P8 und hatte es schon einmal mit draußen in der Wildnis, um am Lagerfeuer die überzeugenden Low-Light-Fähigkeiten des P8 zu demonstrieren. Dieses Mal zeigt Nicole ein paar Bilder des Huawei-Hauptquartiers und einige ihrer Touristen-Fotos, die sie während ihrer Zeit dort geschossen hat. Nebenbei bekommt ihr ein paar Tipps in Sachen Smartphone-Fotografie.

“The Bund” wird die Uferpromenade am Fluss genannt, die ziemlich von Touristen überlaufen ist und von wo aus ihr sehr schöne Aufnahmen von Shanghais Skyline machen könnt. Die Mischung aus Alt und Neu offenbart sich an dieser Promenade noch mehr als anderswo in Shanghai. Die verschiedensten Architektur-Stilrichtungen, die tanzenden Lichter auf dem Fluss und die vielen Leute, die sich das anschauen, machen einen abendlichen Aufenthalt an diesem Ort zu einem unterhaltsamen Schauspiel.

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Nicole liebt es, einfach nur mal da zu sitzen und Leute zu beobachten und an den Treppen entlang der Promenade geht das besonders gut. Von arm bis reich werdet ihr hier auf alle möglichen Menschen treffen.

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Hier seht ihr ein Bild, welches Nicole im Super Night-Modus aufgenommen hat. Das Foto brauchte 23 Sekunden, bis es im Kasten war, was bedeutet, dass es zwar sehr hell ist, ihr aber Leute durchs Bild gehen seht. Diese Leute wirken auf dem Foto eher wie Geister, was auf der einen Seite ein spannender Effekt ist, auf der anderen Seite dafür sorgt, dass die Passanten nicht die Sicht auf die Gebäude behindern. Sie hat das Smartphone übrigens auf einer Wasserflasche aufgestützt, um sicherzugehen, dass das Gerät über die Zeit des Fotografierens ruhig gehalten wird.

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"Klein Las Vegas" in Shanghai
Nicht auf der Promenade aufgenommen, stattdessen ein Super-Night-Mode-Foto von “Klein Las Vegas” in Shanghai

Nicole hatte das Glück, an einer Bootstour auf dem Huangpu teilnehmen zu können. Die Fähre startet im Norden von “The Bund” und fährt einmal bis zum südlichen Ende, dreht dort um fährt wieder zurück. Die Low-Light-Funktionen des Mate S wie beispielsweise den Super Night-Mode konnte man an Bord der Fähre natürlich nicht testen, da man sich ständig in Bewegung befand und ihr durch die lange Belichtungszeit nur unscharfe, verwackelte Resultate erhalten hättet. Der Auto-Mode liefert unter solchen Bedingungen bessere Ergebnisse.

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Huawei hatte einen professionellen, auf Gebäudefotografie spezialisierten, Fotografen mit an Bord gebracht. Der hat Nicole den Tipp gegeben, die Perspektive zu berücksichtigen. Es ist nicht immer einfach, die Gebäude tatsächlich gerade auszurichten, lässt sie aber imposanter wirken. Nicole hat sich erklären lassen, dass professionelle Fotografen zu diesem Zweck besondere Ausrüstung mit sich führen, aber weder wollte sie auf diese Ausrüstung zurückgreifen, noch mit etwas anderem als ihrem Smartphone fotografieren.

Oft könnt ihr die Perspektive auch mit Software auf dem Smartphone nachträglich noch korrigieren. Huaweis eigener Editor der Kamera-Software lässt euch zwar viele Farbkorrekturen vornehmen, die Fotos anders ausrichten könnt ihr jedoch nicht. Das ist aber beispielsweise mit Instagram möglich, Nicole nimmt dazu jedoch – wie ich auch – gerne Snapseed.

Snapseed
Snapseed
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

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Der Start ihrer Foto-Tour auf der Bootstour war schon mal ein guter Anfang, aber Nicole wollte ihr neu erworbenes Wissen nun auch bei Shanghais höchsten Gebäuden nutzen und so hat sie ihre Bilder bearbeitet und die Perspektive auf diesen Fotos des Shanghai World Financial Center nachträglich verändert.

Shanghai World Financial Center

Shanghai World Financial Center

Wenn ihr wissen wollt, wie die Bilder vorher ausgesehen haben – hier sind die unbearbeiteten Schnappschüsse:

Im Grand Hyatt in Shanghai
Im Innern des Grand Hyatt Hotels gegenüber dem Financial Tower

Wir wissen ja nicht, was ihr auf Reisen am liebsten macht – eine von Nicoles Leidenschaften ist jedenfalls das essen. Sie probiert gerne neue Köstlichkeiten aus und Shanghais Restaurant-Landschaft bietet eine ausgezeichnete Küche, bei der Küchenchefs aus aller Welt die traditionellen Gerichte geschickt mit Einflüssen aus aller Welt kombinieren. Shanghai Yu Yuan Old Street sieht aus wie eine moderne Version des alten Shanghai und das Essen dort ist alles andere als enttäuschend. Es ist eine sehr moderne Location, die aber perfekt das traditionelle Flair des alten Shanghais einfängt.

Food-Foto

So ein Trip nach Shanghai wäre nicht vollkommen, würde man nicht auch noch in einen der großartigen Nachtclubs gehen. Nicole und ihre Begleiter entschieden sich für den M1NT-Club und wie wir alle wissen, haben es Smartphone-Kameras gerade in einer solchen Umgebung nicht wirklich leicht. Aufgrund der kleinen Sensoren erhält man oft körnige, schlecht fokussierte Ergebnisse, die niemanden wirklich zufriedenstellen. Nicole ist aber wirklich begeistert vom Huawei Mate S – gerade die Laser- und Rauch-Fotos sind ihr besser gelungen, als sie es vorher erwartet hätte.

M1NT Club Shanghai

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Nicole spielte mit den verschiedenen Einstellungen wie dem “Super Nacht”- oder dem “Seidiges Wasser”-Modus und es sind dabei ein paar wirklich ungewöhnliche Schnappschüsse gelungen, bei denen sie aber auch sicherstellen musste, dass sie die Kamera besonders ruhig hält. In ihrem Fall nutzte sie ein Geländer als Stütze, musste nebenher noch darauf achten, dass ihr keine Betrunkenen ins Bild trampeln.

M1NT Club Shanghai

M1NT Club Shanghai

Wenn wir ganz ehrlich sind, macht man aber in solchen Locations eher Fotos, auf denen die eigenen Freunde zu sehen sind. Da sich Nicole an diesem Abend mehr aufs Feiern als aufs Fotografieren konzentriert hat, hat sie nur zwei Schnappschüsse herausgesucht, die man öffentlich zeigen kann ;) Das Erste ist vom Anfang des Abends und das zweite entstand dann zu vorgerückter Stunde, wo es schon nicht mehr so einfach für die Protagonisten war, für ein Foto stillzuhalten.

Selfie im M1NT Club Shanghai
Früh am Abend
Selfie im M1NT Club Shanghai
…und ein paar Drinks später

Nicole fand die Reihenfolge der Events bemerkenswert, denn so stand nach dem gemeinsamen Nachtclub-Besuch früh am nächsten Morgen bereits die Besichtigung des Huawei-Hauptquartiers an (vermutlich habt ihr schon gar nicht mehr daran gedacht, dass Nicole ja eigentlich beruflich in Shanghai war, stimmt’s?).

Huawei Headquarter

Huawei hat sich nicht zufällig in China nach oben gearbeitet und spätestens mit dem Launch des Mate S im September haben sie nochmal klar gemacht, dass man sich im High-End-Bereich des Smartphone-Marktes breitmachen möchte. Hier möchte man langfristig Apple und Samsung Konkurrenz machen und richtet darauf sein komplettes Ökosystem aus. Das Vorhaben, vom vermeintlichen Billig-Hersteller zu einem Unternehmen zu wachsen, welches für Luxus und Qualität steht, ist ein äußerst ambitioniertes – umso bemerkenswerter, dass es Huawei in Q3 dieses Jahres gelungen ist, größter Smartphone-Hersteller des Landes zu werden. Interessant ist dabei besonders, dass man sogar Xiaomi hinter sich zurücklassen konnte.

Wenn wir uns auf die Zahlen von Canalys stützen, können wir erkennen, dass die Zahl der von Huawei ausgelieferten Smartphones im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 81 Prozent gestiegen sind! Damit holt sich Huawei zum allerersten Mal die chinesische Smartphone-Krone, wobei wir nicht vergessen wollen, dass China der größte Smartphone-Markt der Welt ist.

Abschließend merkt Nicole an, dass sie tatsächlich eine Menge Trips nach China unternimmt, um Smartphone-Hersteller zu besuchen und jedes Mal wieder aufs Neue beeindruckt ist davon, wie weit sich die Industrie dort mittlerweile entwickelt hat. Keine Rede mehr von billigem Technik-Ramsch – die Hersteller in China entwickeln immer mehr ihre eigene Stimme und ihr eigenes Gesicht.

Original erschienen auf Mobilegeeks.com, verfasst von Nicole Scott