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Mercedes-Benz & Apple CarPlay: Vom Desaster zum Master?

Test / Hands on: Apple CarPlay in der neuen Mercedes-Benz A-Klasse

Mercedes-Benz geht in Sachen Apple CarPlay einen anderen Weg, anstatt einen Touchscreen zu verbauen, steuert man nun Apple CarPlay über ein Drehrad und das funktioniert ausgesprochen gut. Kurz: Ich bin begeistert!

von Jens Stratmann am 9. September 2015

Mein Name ist inzwischen bekannt, berühmt und berüchtig. In den Reihen von Mercedes-Benz z.B. auch durch den Beitrag mit der “Mercedes-Benz und das Apple CarPlay Desaster” Überschrift, denn vor Ort wurde ich schon häufiger auf den Artikel angesprochen als auf alle anderen Beiträge zusammen.

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Man darf aber auch mal Kritik äussern, denn nur so kann man etwas verändern. Ich finde das gehört sich so und es zahlt sich auch aus. Nun wurde ich eingeladen zur Mercedes-Benz A-Klasse Fahrveranstaltung nach Dresden um mir dort zum einen natürlich die neue A-Klasse und vor allem den neuen A45 AMG etwas näher anzusehen, aber auch um Apple CarPlay in einem Mercedes zu erleben.

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Seht hier das kurze Video, quasi der erste Test, das erste Hands on, wie auch immer zum Apple CarPlay System, welches so in den kleinen Baureiehn von Mercedes-Benz zum Einsatz kommen wird:

Wer sich für den neuen Mercedes A45 AMG interessiert, dem empfehle ich übrigens nachfolgendes Video:

Mein Fazit? Ich bin begeistert. Wirklich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals “mein” Smartphone so gut über ein Drehrad steuern würde. Das hat Mercedes-Benz wirklich gut adaptiert, auch wenn ich natürlich immer noch der Meinung bin, dass man den Kunden die Wahl überlassen sollte, ob man lieber “touchen” oder drehen möchte. Das System funktionierte schnell, der Zugriff auf die Apps ebenfalls und per Tastendruck konnte auch Siri aktiviert werden. Von daher? Für Apple-Fans – alles richtig gemacht – und ich lege noch einen drauf: Vom Desaster zum Master, denn gefühlt ist das System richtig schnell.

Ich bin Apple Nutzer, aber natürlich denke ich auch an meine Freunde die ein Android-System in der Tasche haben. Die müssen nun nämlich leider zunächst in die Röhre schauen, also die Nutzer von Android Auto, denn in die kleineren Baugruppen von Mercedes-Benz (sprich die A-Klasse, die B-Klasse, der CLA und der GLA) zieht das System (zunächst) nur mit MirrorLink und Apple CarPlay ein.

Warum? Wieso? Darüber spricht man nicht, aber gehen wir einfach mal davon aus, dass früher oder später das System auch auf weitere Baugruppen ausgerollt wird. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass in der kommenden E-Klasse immer noch das alte Comand Online System verbaut ist und ich glaube immer noch, dass Mercedes-Benz früher oder später die bereits seit 2012 andauernde Partnerschaft zu Google nutzt und auch Android Auto ins Auto bringt. Das erste Android-System konnte man bereits mit dem SLS AMG verbinden, so weit entfernt ist mein Gedanke da also nicht.

Was tue ich nun? Ich versuche so schnell es geht ein Fahrzeug von Mercedes-Benz mit Apple CarPlay als Testfahrzeug zu bekommen, dann schreibe ich auch einen ausführlichen Testbeitrag, denn ich möchte unbedingt wissen, wie ich im Straßenverkehr mit dem System klar komme, ob mich die Steuerung über den intuitiv zu bedienenden Drehschalter noch weniger ablenkt? Ist das Mercedes-Benz System ggf. am Ende der Gewinner, weil es einfacher sicherer ist. Das sind derzeitig noch offene Fragen. Ansonsten bin ich erst einmal begeistert und hoffe, dass nun endlich auch mehr Apps in den AppStore kommen, die Apple CarPlay unterstützen.