Hybridautos

Top 10 der meistzugelassenen Hybridautos in Deutschland (+Hersteller)

von Robert Basic am 13. September 2018

Wenn wir von Autos sprechen, meinen wir meistens die üblichen Verdächtigen mit klassischer Antriebstechnik. Obgleich ein riesiger Hype ob der Ära der Elektroautos herrscht, haben sich auch weitere Antriebsarten dazwischengemogelt: Hybridautos. Das können Erdgasmodelle (CNG) oder Flüssiggasautos (LPG) sein, mit einer bivalenten Treibstoffversorgung (Benzin/Gas) oder nur mit Gastreibstoff angetrieben. Oder Pkw-Modelle mit einem elektrischen Lastanteil (BMW i8 oder ein Toyota Auris).

Schauen wir uns die aktuelle Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes hierzu an, um einen Überblick zu bekommen.

Zugelassene Pkws 2018 (bis August): 2.473.284 (100%)
davon Diesel: 796.599 (32%)
davon Hybride: 87.264 (3,5%)
davon E-Autos: 22.217 (0,9%)

Deutlich ist die Dominanz der Verbrenner zu sehen. Noch lange können wir nicht von einer Ära der E-Autos sprechen. Aber das ist hinlänglich bekannt. Weitaus spannender ist die Frage, wozu es überhaupt diese Zwischenautos braucht? Zwischenautos? Es wird häufig von Brückentechnologien gesprochen, die nur eine begrenzte Überlebensdauer haben sollen. Wozu zwei komplexe Antriebssysteme auf Basis diverser Energieträger vereinen? Ist das Hauptargument. Immerhin macht es einen Pkw deutlich teurer.

Wer sich ein Auto mit CNG-Technik kaufen möchte, zahlt bspw. für den Audi A5 g-tron einen Aufpreis von rund 2.000 Euro. Aber? Nicht nur ich bin von der alltagstauglichen Technik, der Ökobilanz und dem extrem schadstoffarmen Antrieb sehr angetan, auch die kritischen Kollegen von Heise kamen nicht umhin, das Modell zu loben. Für mich sind diese Formen von Autos zur Zeit die bezahlbarste, praktischte und ökologischte Alternative überhaupt. Nicht zu vergessen hierbei: Je nach Streckenprofil beklagen potentielle Käufer die Tankstellendichte.

Was ist aber mit den Plugin-Hybriden, die einen Zwitter aus Verbrennungs- und E-Antrieb darstellen? Schwierigere Frage. Sagen wir so: Wenn das Modell ein dynamisches Energiemanagement beherrscht und das Akku für 30-50 km ausreicht, stellt es einen extrem guten Kompromiss dar. Reichweite auf Langstrecke und innerstädtisch bzw. kommunal elektrisch fahrend. Sprich, Abgase in der Stadt sind zero und der Geräusch-Level beschränkt sich auf die Abroll- und Windgeräusche. Der Preis ist natürlich wie bei einem Erdgasauto einen Tacken höher.

Soweit so gut? Es ist davon auszugehen, dass die Meinungslager sowieso auseinandergehen. Ich für meinen Teil bleibe dabei: Gasautos sind eine absolut realistische Option. Bei Plugins kommt es drauf an. Jetzt aber zur Top 10 Liste.

Top 10 Hersteller mit den am meisten zugelassenen Hybrid-Pkws

  1. Toyota 31.406
  2. Audi 24.900
  3. Mercedes 7.321
  4. BMW 5.774
  5. VW 3.980
  6. Kia 3.224
  7. Hyundai 2.595
  8. Porsche 2.063
  9. Lexus 1.625
  10. Mitsubishi 856

Zahl = Anzahl Zulassungen Jan – Aug 2018.

Top 10 Hybrid-Modelle

Eigentlich hätte ich gerne Preise und einige weitere Infos mitgeliefert. Allerdings ist durch das WLTP-Zulassungschaos für mich nicht ersichtlich, welches Modell momentan überhaupt bestellbar ist. Aus diesem Grunde verzichte ich diesmal darauf. Beim nächsten Mal.

Die Nummer 1: Der Toyota Yaris mit 9.834 Zulassungen.

Toyota Yaris

Nummer 2: Toyota-CHR mit  8.105 Zulassungen

Toyota CHR

Nummer 3: Audi A4 g-tron mit 7.687 Zulassungen (siehe Hinweis ganz unten, ob das tatsächlich g-trons sind oder welche Hybride auch immer / das gilt auch für alle hier gelisteten Audi-Modelle laut offizieller KBA-Zählung / das KBA spuckt nur „Audi A4“ aus, nicht aber die konkreten Modellbezeichnungen)

Audi A4

Nummer 4: Audi A5 g-tron mit 6.775 Zulassungen

Audi A5 Sportback g-tron

Nummer 5: Toyota AURIS mit 6.625 Zulassungen

Toyota Auris

Nummer 6: Toyota RAV 4 mit 4.964 Zulassungen

Toyota RAV4

Nummer 7: Kia Niro mit 3.042 Zulassungen

Kia Niro

Nummer 8: Audi A7 mit 3.001 Zulassungen (Hinweis: Ich vermute, das KBA wertet das Mild-Hybrid System statistisch als Hybrid-Auto, da dieses Jahr insgesamt 3.712 Modelle des A7 zugelassen wurden und nur die neuesten Modelle über das MHEV verfügen / vom A7 gibt es weder eine e-tron noch eine g-tron Variante)

Audi A7

Nummer 9: Audi A6 mit 2.732 Zulassungen (auch hier die Frage, um welchen Hybridantrieb es sich laut KBA handeln soll, da die genaue Modellbezeichnung statistisch gesehen leider nicht präzise angegeben wird / ich tippe auf das MHEV-System)

Audi A6 Avant

Nummer 10: Mercedes C-Klasse mit 2.644 Zulassungen (vermutlich der C 350e als T-Modell, der zur Zeit bei Mercedes nicht gelistet wird, Stichwort WLTP)

Mercedes C-Klasse

Das waren die beiden Top 10-Listen. Mit denen ich wie oben geschildert nicht wirklich zufrieden bin. Einfach abwarten, ob sich das nach der WLTP-Arie beruhigt. Und ob wir bessere, zuordnenbare Daten erhalten. Warum das KBA die Audi-Modelle mit MHEV als Hybride wertet, ist mir schleierhaft. Es handelt sich zwar um eine in vielerlei Hinsicht sehr nützliche Technik, aber das hat mit elektrischem Fahren, wie wir es uns vorstellen, nichts zu tun. Insofern: Mein Kollege von electrive.net, Daniel Bönnighausen, wird beim KBA nachhaken. Warum und wie diese Hybridzählung überhaupt schlüssig ist. Allein die hohen Hybridzahlen bei Audi verwundern und selbst Audi weiß nicht einmal (habe nachgefragt), wie sich diese Zahlen ergeben. Stay tuned.