Mobile Gaming
Umfrage: Wie teuer darf ein Smartphone-Spiel sein?

In unserer Umfrage wollen wir heute von euch wissen, wie viel Geld ihr für ein iOS- oder Android-Spiel ausgebt. Müssen Games auf dem Smartphone (oder Tablet) für euch kostenlos sein, oder seid ihr durchaus gewillt, für Qualität auch mal tiefer in die Tasche zu greifen?

Wo ist der Haken? Diese Frage stellte ich mir vor einigen Jahren, als ich realisierte, dass ich mittlerweile auf Handys/Smartphones richtig gute und komplexe Spiele zocken kann und dafür weniger bezahle als für ein einziges Bier in der Kneipe meines Vertrauens. Ich muss euch nicht erzählen, dass manchmal sogar nicht ein einziger Cent fällig wird für unzählige dieser kleinen Zeitfresser.

Über die Kosten von Smartphone-Games mache ich mir Gedanken, seit Nintendo beschlossen hat, Super Mario Run in einer Demo-Version kostenlos verfügbar zu machen – und dann einen Zehner zu verlangen, wenn man es komplett zocken möchte. Toll ist, dass ihr kostenlos herausfinden könnt, ob ihr euch mit dem Spielprinzip, der grafischen Umsetzung etc. anfreunden könnt. Weiß man, dass man dem Spiel verfallen ist, drückt man zehn Euro ab und kann halt das volle Spiel nutzen.

Nicht so schön ist es, wenn man als Super Mario-Fan nahezu blind darauf vertraut, hier ein Spiele-Highlight zu erwerben und dann feststellen muss, dass das Teil zwar durchaus Spaß macht, aber dann sehr schnell durchgespielt ist – oder technisch nicht mehr begeistert als andere, kostenlose Vertreter des Genres.

Generell muss man auch unterscheiden, ob man wirklich ein kostenloses Spiel herunterlädt, welches sich dann zumeist komplett über eingeblendete (und mal mehr und mal weniger nervige) Werbung finanziert, oder ob ihr auf eines der kostenpflichtigen Modelle trefft. Zahlt ihr bei Super Mario Run, dann kommt kein Betrag mehr auf euch zu, bei vielen Freemium-Spielen habt ihr stattdessen mit ständigen In-Game-Zahlungen zu rechnen, zumindest wenn ihr zügig vorankommen wollt.

Auch da gibt es Unterschiede: Mal kauft man sich Premium-Items, die euch im Spiel nicht zwingend voranbringen, aber den Spielspaß erhöhen, während es in manch anderem Spiel nahezu unmöglich ist, wirklich voranzukommen, ohne zusätzlich Geld zu investieren.

32 Euro für ein gutes Smartphone-Spiel – angemessen oder deutlich übertrieben?

Wie gesagt: Das Thema beschäftigt mich nun, seit ich das Preismodell von Super Mario Run kenne. Und mich interessiert dabei jetzt eigentlich weniger, wie viel Kohle ihr per In-Game-Kauf investiert. Spannender finde ich die Frage, wie viel ihr grundsätzlich bereit seid zu zahlen, wenn es um einen fixen Anschaffungspreis geht. Bei Konsolen- oder PC-Spielen sind wir es gewohnt, dass wir einen Haufen Geld in die Hand nehmen, um dann aber auch (meistens) ein Spitzen-Game zu erhalten.

Beim Smartphone-Spiel sieht das ein bisschen anders aus. Natürlich kann die Grafik trotz aller technischen Fortschritte auf dem Smartphone nicht mit einer Xbox One oder PS4 mithalten. Außerdem müsst ihr bedenken, dass ihr eine Konsole zumeist länger nutzt als ein Smartphone. Das Xbox-Spiel funktioniert auf der Konsole auch in 5 oder 10 Jahren noch. Wechselt ihr aber das Smartphone-System, müsst ihr euch das Spiel neu anschaffen – und gibt es eine neue Version eures Betriebssystems, kann es euch passieren, dass euer irgendwann gekauftes Spiel schlicht nicht mehr funktioniert.

Ich will euch ein konkretes Beispiel nennen, welches mich wieder dazu brachte, über diese Preis-Thematik nachzudenken. Xseed Games hat auf Facebook ein besonderes Angebot für das Spiel „Corpse Party: Blood Drive“ rausgehauen: Lediglich 13 Dollar werden fällig für das Spiel, wenn ihr im Februar zuschlagt – anstelle der normalerweise anfallenden 31,99 Dollar.

The regular price is $31.99, but for the month of February, you can grab it for a mere $12.99!

Die Preise unterscheiden sich hier noch, je nachdem für welches System ihr euch entscheidet: Bei iOS zahlt ihr aktuell 12,99 Euro und das Spiel ist ab einem Alter von 12 erlaubt, bei Android ist der Titel ab 16 Jahren und ihr zahlt 15,99 Euro (ja, ich überlege tatsächlich, ob das benötigte Alter sich auf den Preis auswirkt ^^). 13 und 16 Euro sind für Smartphone-Spiele durchaus schon eine Ansage. Hierbei handelt es sich aber eben schon um den rabattierten Preis – 32 Euro für ein Handy-Game sind da nochmal eine ganz andere Hausnummer. Witzigerweise zahlt ihr bei Amazon gerade auch für die PS Vita-Version des Spiels nur um die 15 Euro (hat allerdings auch schon an die zwei Jahre auf dem Buckel).

Corpse Party: Blood Drive (PS Vita)

Preis: EUR 14,99 oder gebraucht ab EUR 14,99

5 Kundenbewertungen 5.0 von 5 Sternen

Den Kritiken nach zu urteilen (ich selbst habe es nicht gespielt) habt ihr es mit einem wirklich aufwändig gestalteten Survival Horror Adventure Game im Anime-Stil zu tun. Grafik, technische Umsetzung und auch der Sound können überzeugen und trotz Knuddel-Optik besitzt das Spiel einen hohen Grusel-Faktor.

Corpse Party BLOOD DRIVE EN
Corpse Party BLOOD DRIVE EN
Entwickler: 5pb.Inc.
Preis: 34,99 €

Die Frage ist aber, ob das Spiel auf dem Smartphone eben so gut ist (bzw. den Fans so viel wert ist), dass man im Februar 13 bzw. 16 Euro ausgibt – oder danach sogar 32 Euro. Klar – das hängt immer damit zusammen, wie man ein Spiel für sich selbst einordnet, genau so, wie viele Super Mario-Fans keine Sekunde darüber nachgedacht haben und blind die zehn Euro für Super Mario Run gelackt haben. Dennoch möchte ich heute von euch wissen, wo ihr für euch grundsätzlich die Grenze zieht.

Seid ihr bereit, für besondere Spiele (besonders aufwändig programmiert, besonders umfangreich, sehr beliebte Lizenz wie z.B. Super Mario) auch zweistellige Beträge zu zahlen oder zieht ihr irgendwo – vielleicht bei fünf Euro pro Game – die Grenze? Oder vermeidet ihr es gar, überhaupt Geld zu investieren und setzt komplett auf kostenlose, werbefinanzierte Spiele? Sagt es uns in unserer Umfrage und erklärt uns eure Ansicht gern auch in den Kommentaren.

Wir wollen jetzt auch mal dazu übergehen, eine solche Umfrage später nochmal ausführlich auszuwerten, so dass wir dieses Thema nächste Woche nochmal aufgreifen und dann im Einzelnen sehen können, wie ihr das mit den Smartphone-Games handhabt. Lasst also gerne die ein oder andere Meinung in den Comments da, gegebenenfalls zitieren wir es dann in der Auswertung.