Unified Weapons Master: Rüstung für Hightech-Kampfsportler

Bei Indiegogo kann derzeit in Unified Weapons Master investiert werden - eine noch zu gründende Kampfsport-Liga, in der die Athleten mit Hightech-Rüstung gegeneinander antreten sollen. 

Kampfsport ist – aus gutem Grund – eher selten vertreten auf unserem Blog. Wenn aber ein Team eine Kampfsport-Liga namens Unified Weapons Master auf die Beine stellen will und die tapferen Krieger in Kunststoff-Rüstungen steigen sollen, die mit Technik, Sensoren und sogar einem Kühlungssystem vollgepackt sind, dann weckt das mein Interesse aber dann doch. Chiron arbeitet an diesem Konzept bereits seit 2013, CEO David Pysden und Chairman Justin Forsell sind selbst erfahrende Martial Arts-Künstler.

A revolutionary, new combat sport and entertainment experience, Unified Weapons Master® combines cutting-edge technology with traditional martials arts weapons to allow real, weapons-based combat in a dynamic and highly entertaining format.

Wie erwähnt wollen die Australier den Spaß Unified Weapons Master nennen, spannender finde ich aber die Rüstung,  die – in Anlehnung an die Legionäre im alten Rom – Lorica heißen soll. Das ist dann aber auch so ziemlich alles, was diese Hightech-Rüstung mit dem Urahn gemeinsam hat. Werft am besten selbst mal einen Blick drauf:

Beschreibung und Abbildung der Lorica

Ich muss sagen, dass das schon ziemlich klasse aussieht – ein bisschen wie eine Mischung aus Gladiator und Robocop – ich würde mir das sicher anschauen wollen, wenn sich zwei Kampfsportler so gegenüber treten. Und wie gesagt: Es geht nicht nur darum, wie die Rüstung aussieht, sondern auch, was an Technik drinsteckt. Im Helm gibt es ein Mikrofon und eine Helm-Kamera. Das könnte für die Zuschauer reizvoll werden, wenn man – in der Arena auf der Anzeigentafel oder vorm heimischen Bildschirm – den Fight auch aus der Ego-Perspektive verfolgen kann.

UWM Helm
Auch der Helm sieht beeindruckend aus

So wie auch die Waffen besteht auch die Lorica aus einem Verbundkunststoff, der innen durch eine Schaumstoffpolsterung ergänzt wird, die dafür sorgen soll, dass man diese Rüstung auch bequem tragen kann. Dazu gehört auch, dass das Material durch seine Leichtigkeit ermöglicht, dass die Kämpfer sehr beweglich bleiben. Der Sport selbst ist ein Vollkontakt-Sport, bei dem ihr auch Waffen nutzt, die sich an mehr oder weniger antiken Vorbildern orientiert. Auch auf die Waffen – darunter u.a. der gute, alte Zweihänder – könnt ihr schon mal bestaunen, die Preise für Indiegogo (in australischen Dollar) stehen dabei:

UWM Waffen im Überblick mit Preisen

Wir waren ja dabei, über die Rüstung zu sprechen und da dürfen wir nicht unerwähnt lassen, dass sich darin ein Kühlungssystem befindet, welches den Komfort für den Kombattanten nochmals erhöht. Der Clou ist jedoch das System aus Sensoren in der Lorica. Entfernt erinnert das an den Fechtsport, wo auch der Kontakt auf diese Weise erfasst wird. In diesem Fall ist es aber deutlich ausgefeilter: Sowohl die Trefferzone als auch die Wucht des Schlages wird berücksichtigt und wirkt sich auf das Kampfergebnis aus. Stellt es euch so ein bisschen vor wie den Lebensbalken bei Prügel-Games, der stärker abnimmt, wenn man stärkere Treffer einstecken muss.

Wenn ihr mich fragt, könnte so ein Kampfsport tatsächlich die Massen begeistern, weil man die Action geboten bekommt, die mehr an Martial Arts-Filme erinnert als an einen schnöden Judo- oder Boxkampf und weil sich durch die Sensoren auch sehr schön verfolgen lässt, wie es um die Kämpfer derzeit bestellt wird. Dazu kommen noch biometrische Daten wie der Herzschlag und die Körpertemperatur – ihr seid also bestens im Bilde über den Zustand der Duellanten.

100.000 australische Dollar möchte Chiron (hier ihre Seite) einsammeln bei Indiegogo und das dürfte klappen: Schon nach dem ersten Tag hat man schließlich mehr als ein Drittel der Kohle zusammen. Mit dem Geld möchte man die Prototypen der Lorica weiter verbessern, so dass man wie geplant bereits 2016 die ersten Kämpfe stattfinden lassen kann. Bei Indiegogo könnt ihr auch bereits Karten dafür sichern: Wollt ihr das Gemetzel (allerdings erst 2017) in den USA verfolgen, kostet so ein Ticket 85 AUD (knapp 53 Euro), vorher könnt ihr das Spektakel für 100 AUD (etwa 62 Euro) in Australien bestaunen. Zusätzliche Kosten für Flug etc. tragt dabei natürlich ihr.

UWM Kämpfer 5

Außerdem könnt ihr bei der Crowdfunding-Kampagne die oben gezeigten Original UWM-Waffen ergattern und wer eine Million AUD übrig hat, bekommt sogar eine maßgeschneiderte Lorica. Dafür sind mir schlappe 622.000 Euro dann doch zu happig, aber beim Kämpfen würde ich Couch-Kartoffel ja eh anderen den Vortritt lassen. Ich drücke der Kampagne jedenfalls gleich doppelt die Daumen: Einmal sollen die Jungs und Mädels von Chiron ihr Ziel von 100.000 australischen Dollar erreichen und zusätzlich hoffe ich darauf, dass man tatsächlich so einen Sport etablieren kann. Was sagt ihr? Würdet ihr es euch anschauen wollen?

Quelle: Indiegogo via Golem.de