Wearables
UK-Universitaeten: Keine Smartwatches bei Pruefungen

Willkommen im Jahre 2015. Bitte legen sie zum Examen ihr Smartphone in diese abschliessbare Holzkiste und nehmen sie ihre Uhren ab. Genau das wird nun zur Realitaet an den UK-Universitaeten

Schoene neue Welt der Konnektivitaet und vermeintlich „smarten“ Geraetschaften. Die City University London hat das Tragen von Armbanduhren waehrend Pruefungen komplett verboten. Vor den Examen werden diese den Traegern abgenommen und in eine Kiste geschlossen. Aus die Maus!

Marktübersicht Smartwatches

Aber damit steht die City University gar nicht mal alleine da, denn bereits Ende 2013 hat die Arteveldehogeschool in Gent das Mitbringen von Uhren zu den Pruefungen generell verboten. Richtig, Uhren und nicht speziell Smartwatches. Man wolle mit dieser Policy die Verzoegerung von Pruefungen verhinden. Man stelle sich mal vor, dass die Aufsichtspersonen erstmal 50-100 Studenten checken und dann deren Uhren ueberpruefen muessten. Na viel Spass.

Last year, colleagues and invigilators raised the issue of how we would identify a smartwatch in an examination setting. In large exam venues, with over 100 students, it simply wouldn’t be practical to ask invigilators to check each watch. We conducted some sector research in the autumn term of 2014 and learned that a number of universities have recently introduced a similar policy – London City University

Mal davon abgesehen, dass aktuelle Smartwatches nicht mehr und nicht weniger sind, als ein Smartphone am Handgelenk, so gibt es inzwischen weitaus raffiniertere Moeglichkeiten passende Apps einzusetzen, die nicht nur einfach plump vorher abgespeicherte Informationen, Daten, Ergebnisse, Formeln (ihr wisst schon, denn wir waren ja alle mal in der Schule) anzeigen, sondern inzwischen ausgekluegelte Funktionen bieten, die sich dann der „Swarm Intelligence“ der Prueflinge bedienen.

Wie die Kollegen von Heise berichten, hat die Michigan University hierzu eine Fallstudie veroeffentlicht die zeigt, wie man bei Multiple-Choice-Fragen mit einer Pebble Smartwatch und der App ConTest ueber das richtige Ergebnis abstimmen kann. Einfach unauffaellig ein paar Knoepfe an der Seite gedrueckt und fehlende Pixel in der Datumsanzeige geben Aufschluss ueber die richtige Antwort.

ConTest

Ganz ehrlich? Gebt dem Macher der Uhr doch bitte gleich den „Sir Francis Galton“ Award am Bande und dazu noch einen Lehrstuhl fuer Schwarm Intelligenz. Ich bin zutiefst beeindruckt ob dieser raffinierten Form des „Betrugs“ (ja, das ist es ja letztendlich immer noch) und stelle mir vor, was diese Person denn in Zukunft noch fuer Ideen haette.

Verehrter Leserschaft. Liebe Schueler und Studierende. Wie seht ihr das?

Quelle: Buzzfeed