Vivo Xplay 6 mit Dual-Edge-Display und Snapdragon 820 vorgestellt

Passend zum Weihnachtsgeschäft hat Vivo das Xplay 6 vorgestellt - ein Smartphone im Edge-Design mit Snapdragon 820, 6 GB RAM und 2K-Display.
von Carsten Drees am 17. November 2016

Als die Chinesen von Vivo im März dieses Jahres das Xplay 5 vorstellten, klappten uns angesichts des großen Arbeitsspeichers von 6 GB die Kinnladen runter. Jetzt haben sie bei einem Launch-Event in China nochmal nachgelegt – mit dem Xplay 6 und somit einem Smartphone, welches sich jedoch nur minimal von seinem Vorgänger unterscheidet.

Es kommt in China scheinbar in Mode, einem Flaggschiff ein paar Monate später ein kleines Upgrade folgen zu lassen, so wie es OnePlus jüngst mit dem OnePlus 3T vorgemacht hat. Im März sahen wir von Vivo ein Smartphone, welches in der normalen Ausführung mit 4 GB RAM und einem Snapdragon 652 aufwarten konnte, in der Flagship-Edition aber über 6 GB RAM und Snapdragon 820.

Genau diese Flaggschiff-Kombi aus 6 GB RAM – mittlerweile bei diversen anderen Smartphones ebenfalls vorhanden – und dem Snapdragon 820 von Qualcomm finden wir nun auch im Xplay 6 wieder vor. Wer auf den Snapdragon 821 hoffte, dürfte daher enttäuscht sein. Nichtsdestotrotz blicken wir auf die technischen Daten des neuen Vivo-Smartphones:

Vivo Xplay 6 Technische Daten

  • 5,46 Zoll großes Super AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln
  • Qualcomm Snapdragon 820 Quad-Core-SoC mit 2,15 GHz
  • Adreno 530 GPU
  • 6 GB RAM
  • 128 GB UFS2.0 interner Speicher
  • Funtouch OS 3.0, basierend auf Android 6.0.1 Marshmallow
  • Dual-Cam auf der Rückseite mit 12 MP-Sony IMX362-Sensor, Dual-Tone-LED-Blitz, PD-Autofokus, 4-Achsen-OIS und f/1.7-Blende sowie einer zweiten 5 MP-Cam
  • 16 MP-Cam vorne
  • „HiFi 3.0“-Sound mit ES9038 SABRE Mobile DAC-Chip und 3 OPA1622-Verstärkern
  • 4.080 mAh Akku
  • Dual-SIM
  • LTE (für China)
  • WLAN: 2,4 GHz/5 GHz IEEE 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2

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Die Verbesserungen müsst ihr wirklich mit der Lupe suchen. So hat man beispielsweise den eh schon guten HiFi-Sound des Xplay 5 nochmals verbessert und sowohl dem Audio-Chip als auch den Verstärkern Updates verpasst – es kommen der ES9038 SABRE Mobile DAC-Chip und OPA1622-Verstärker zum Einsatz. Android, welches hier mit der Funtouch 3.0-Oberfläche präsent ist, wurde auf Marshmallow 6.0.1 angehoben und statt Bluetooth 4.0 wird Bluetooth 4.2 unterstützt.

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Aber es gibt auch spannendere Verbesserungen: Der Akku kommt nun mit einer deutlich gewachsenen Kapazität von 4.080 mAh. GizmoChina spricht zwar von einem 5,2 mm dünnen Smartphone, aber damit dürften nur die abgerundeten Seiten gemeint sein. In den Specs auf der offiziellen Seite des Herstellers ist nämlich von mehr als 8 mm die Rede – der Akku hätte also einen Tribut gefordert in Form eines leicht dickeren Smartphones.

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Vivo Xplay 6 Kamera

Deutlich verändert hat sich hingegen die Kamera: Fand sich im Xplay 5 noch ein einziger Kamera-Sensor auf der Rückseite, bietet Vivo seinen Käufern nun eine Dual-Cam an. Bei der Hauptkamera handelt es sich um den Sony IMX362-Sensor mit 12 Megapixeln. Zu den Spezifikationen dieser Cam gehören ein sechsteiliges Linsen-System mit f/1.7-Blende und 1,4 Mikrometer großen Pixeln, ein Dual-Tone-LED-Blitz, ein Phase Detection-Autofokus und ein 4-Achsen-OIS. Außerdem ist die Linse der Kamera durch äußerst robustes Saphirglas geschützt.

Dazu gesellt sich noch eine zweite Kamera mit 5 Megapixeln, die ihr für Tiefen-Effekte nutzen könnt, so wie wir es auch schon von diversen anderen Smartphones kennen. So könnt ihr – wie auch von Apple propagiert beim iPhone 7 Plus – Fotos knipsen, bei denen der Hintergrund sehr unscharf dargestellt wird und somit den Vordergrund stärker betont. Dank “All-Pixel-Dual-Core-Technologie” soll das Fokussieren mit 0,03 Sekunden übrigens besonders flott vonstatten gehen.

Auch die Änderung auf der Vorderseite erinnert an die Vorgehensweise von OnePlus: Anstelle der 8 MP-Cam haben wir es nämlich nun mit einem 16 MP-Shooter zu tun. Der soll bei euren Selfies mit noch natürlicheren Farben punkten, außerdem wird mehr Licht aufgenommen, so dass auch in einer Low-Light-Umgebung bessere Fotos gelingen. Wer also danach schaut, was sich am Xplay 6 gegenüber seinem Vorgänger verbessert hat, wird am ehesten bei den neuen Kameras fündig.

Vivo Xplay 6 Design

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Punkten will Vivo selbstverständlich auch wieder mit dem Design, bei dem sich ehrlich gesagt gegenüber dem Vorgänger jedoch nicht viel verändert hat. Die Rundungen an den Display-Seiten sind noch ein wenig deutlicher und geschwungener ausgefallen, die Übergänge insgesamt noch nahtloser, so dass das ganze Handset demnach noch ein klein wenig besser in der Hand liegen dürfte. Im Wesentlichen wirkt das Xplay 6 aber nach wie vor wie ein Samsung Galaxy S7 edge-Klon, was das Design angeht.

Das soll nicht einmal ein Kritikpunkt sein, denn das Galaxy S7 edge gehört nun mal zu den schönsten verfügbaren Smartphones und von daher gab es gegenüber dem Xplay 5 für Vivo nicht viele Gründe, großartig am Design zu schrauben.

Vivo Xplay 6 Preis und Verfügbarkeit

In China wird das Vivo Xplay 6 ab dem 12. Dezember zu kaufen sein. Über eine globale Verfügbarkeit gibt es leider keine Infos, also wird es dieses Modell vermutlich nur über den Import-Shop eures Vertrauens zu kaufen geben. Bedenkt dabei, dass die für Deutschland entscheidenden LTE-Bänder nicht unterstützt werden.

Wer das Vivo Xplay 6 kaufen möchte, blättert in China 4 498 chinesische Yuan auf den Tisch – umgerechnet sind das etwa 616 Euro. Damit spielt das Xplay 6 auch preislich – passend zu den Specs – in der Flaggschiff-Liga mit und ist auch nur minimal teurer (etwa 10 Euro) als das Xplay 5 in der Flagship-Edition.

Ganz ehrlich: Wer das Xplay 5 bereits besitzt, braucht dieses Smartphone nicht. Das 2K-Display ist minimal gewachsen, Prozessor, Speicher und Arbeitsspeicher sind identisch geblieben und auch beim Design hat sich nichts getan. Gerade, dass der Wechsel von Snapdragon 820 auf Snapdragon 821 nicht stattfindet, enttäuscht schon ein wenig.

Punkten kann das Vivo Xplay 6 hingegen bei den verbesserten Kameras und dem dickeren Akku. Beides stellt für mich keinen Grund für den Wechsel von Xplay 5 auf Xplay 6 dar, wer aber generell über ein neues Smartphone nachdenkt, bekommt fürs Geld Einiges geboten.