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Volkswagen I.D.: Elektroauto Konzept mit 600 km Reichweite vorgestellt

Auf dem Autosalon in Paris hat VW mit dem Volkswagen I.D. (s)eine neue Ära der Elektromobilität eingeläutet. 2020 will man das Elektro-Auto mit bis zu 600 km Reichweite auf die Straße bringen.

von Carsten Drees am 29. September 2016

Noch nie war der Autosalon in Paris so auf Elektromobilität eingestellt wie in diesem Jahr. Dazu trägt auch Volkswagen bei, die heute ein neues Konzept-Fahrzeug enthüllten, mit dem man ein neues Zeitalter der Elektromobilität anstrebt. Gelingen soll der Aufbruch in die neue Ära mit dem Golfwagen I.D. – einem sehr kompakten Fahrzeug, welches 2020 parallel zum E-Golf angeboten werden soll.

Mit diesem Datum haben wir auch schon einen fetten Haken an der Geschichte: Noch über drei Jahre müssen Autokäufer auf dieses Modell warten, während die Konkurrenz – beispielsweise der BMW i3, der längst rollt – da deutlich weiter ist.

Nichtsdestotrotz haben die Wolfsburger hier aber ein sehr spannendes Konzept vorgestellt: Der I.D. ist der erste kompakte Volkswagen auf der Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB), welches dazu dienen soll, die Kosten bei den Produktionen zu drücken. Das elektrisch betriebene Kompaktfahrzeug soll später auch vollautonom fahren können – Volkswagen strebt für diese Funktion das Jahr 2025 an, für mein Empfinden eine sehr optimistische Prognose. Ab diesem Jahr – also 2025 – strebt VW an, jährlich eine Million Elektroautos zu verkaufen. Auch da wird die Zukunft zeigen müssen, ob das Unternehmen das so umsetzen kann.

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Punkten soll das Fahrzeug unter anderem bei der Reichweite: 400 bis zu 600 Kilometer Reichweite sollen mit dem I.D. möglich sein, welcher von einem E-Motor mit 125 kW angetrieben wird – gerade für die kompakte Klasse ist diese Reichweite eine ziemliche Ansage.

volkswagen-id-05Aber nicht nur damit möchte man beeindrucken: Das Design soll ebenfalls ein Fingerzeig sein und die Linie vorgeben, die die Elektro-Flotte des Konzerns künftig einschlägt. Außen präsentiert sich der Fünftürer sehr schnittig und aerodynamisch, innen präsentiert VW sein neues “Open Space”-Konzept, welches den Insassen möglichst viel Raum bieten soll. Dazu gehört übrigens auch, dass beim vollautonomen Fahren das Multifunktionslenkrad komplett ins Cockpit versenkt werden kann.

Der Name I.D. ist übrigens nicht willkürlich gewählt worden, denn künftig soll jeder VW-Kunde eine Volkswagen-ID erhalten. Bestimmte Daten – beispielsweise Kontakte, eure Musik, Einstellungen für die Klimaanlage – können so jederzeit über die Cloud abgeglichen werden. So habt ihr alles stets parat, sobald ihr euch in einen Volkswagen setzt, egal welches Modell.

Nicht zuletzt lässt VW auch wissen, dass man über einen neuen Delivery Service Pakete empfangen kann, sollte man selbst nicht zuhause sein. Abschließend möchte ich euch unbedingt noch das Video von ausfahrt.tv ans Herz legen.  Jan Gleitsmann war bereits bei der Vorab-Präsentation vor Ort und präsentiert im Clip neben Infos zum Fahrzeug auch einen Blick hinter die Kulissen und holt sich auch ein paar O-Töne ein.

Dort erfahrt ihr unter anderem, dass sich VW für den I.D. ein sehr interessantes LED-Konzept ausgedacht hat. Die Frontscheinwerfer können auf diese Weise verschiedene Zustände anzeigen, beispielsweise wenn vollautomatisch gefahren wird, das Auto geladen wird, etc. Außerdem funktionieren sie auch wie eine Art Auge: Wird zum Beispiel ein Fußgänger erkannt, schauen diese Augen in die Richtung des Fußgängers und signalisieren ihm somit, dass das System des I.D. die Person erfasst hat. Alles weitere jetzt im Clip von Jan:

Quelle: VW