Volkswagen We: VW macht ernst bei seinen Services Werbung

Carsharing ist kein flüchtiger Trend, es ist ein Lifestyle, der nicht so schnell wieder verschwinden wird. Mit einer Reihe von verschiedenen Diensten – von denen einige bereits in Berlin verfügbar sind – hat Volkswagen nun seinen Hut in den Ring geworfen, um zum Vorreiter einer digitalen Zukunft zu werden.
von Werbung am 19. September 2018

An einem heißen Sommertag habe ich mich mit Christoph Hohmann, Head of Customer Engagement von Volkswagen We getroffen, um mehr über VWs Pläne für Berlin zu erfahren. Unser Gespräch fand im We Space im DRIVE. Volkswagen Group Forum statt, einer Manifestation des Online-Ökosystems, an dem Volkswagen aktuell arbeitet.

Welche Dienste wird Volkswagen auf den Markt bringen?

Einer der bereits verfügbaren Dienste ist We Park. Es handelt sich dabei um einen Parkdienst, bei dem Nutzer ihre Parkgebühren ganz einfach über eine App bezahlen können. Sobald ihr euch für den Dienst registriert und euch einen speziellen Aufkleber für euer Auto besorgt habt, könnt ihr euer Smartphone in eine Parkuhr verwandeln. Mittlerweile ist Berlin nicht die einzige Stadt, in der We Park verfügbar ist. Die vollständige Liste mit allen teilnehmenden Städten findet ihr hier.

We Experience ist ein Feature von We Park, über das ihr Zugang zu Angeboten in eurer Nähe bekommt. Wenn beispielsweise in einer nahegelegenen Tankstelle oder einem Café Sonderangebote verfügbar sind, wird euch die App darüber informieren und ihr könnt direkt auf sie zugreifen. Hinter dem Feature steckt IBM Watson, ihr könnt euch also auf personalisierte und für euch relevante Vorschläge freuen.

Mit We Deliver wird euer Kofferraum zum Postfach – so verpasst ihr keine Pakete mehr! In Zusammenarbeit mit DHL hat Volkswagen bereits einige Pilotprogramme gestartet, um Online-Bestellungen direkt zu den Autos der Nutzer zu liefern. Im Moment läuft die Suche nach weiteren Geschäftspartnern – das Angebot soll sich von Online-Shops, bis hin zu Floristen, Cafés und Supermärkten erstrecken. Wir hoffen, dass wir bis zum Markstart alle unsere Einkäufe in unseren Kofferraum liefern lassen können!

Volkswagen Connect und Car-Net sind zwei Hardwarelösungen, die beide Teil von Volkswagen We sind.

Volkswagen Connect ist ein Hardware-Dongle, der mit VW-Fahrzeugen ab dem Baujahr 2008 kompatibel ist. Mithilfe des Dongles lassen sich auch ältere VW-Modelle in smarte Fahrzeuge verwandeln. Nutzer erhalten beispielsweise einen Überblick über ihre Fahrzeugdaten, die Effizienz ihrer Fahrweise, den genauen Standort ihres geparkten Autos, eine automatische Protokollierung aller Fahrten und Zugriff auf Volkswagens hauseigenen Pannendienst.

Mit Car-Net lassen sich dagegen neuere VW-Autos mit dem Smartphone verbinden und über die Car-Net-e-Remote könnt ihr beispielsweise die Türen und die Innentemperatur eures Fahrzeugs steuern. Was noch interessanter ist: Um dafür zu sorgen, dass ihr stets rechtzeitig losfahrt und entspannt ankommt, wird euch euer Auto Erinnerungen an euer Smartphone schicken.

Braucht Berlin noch einen Carsharing-Anbieter?

Der wichtigste Dienst des Volkswagen We Line-Ups ist We Share. Der Dienst wird ab dem 2. Quartal 2019 verfügbar sein. Die Fahrzeugflotte wird zu Beginn aus 1.500 e-Golfs bestehen und soll bereits kurze Zeit später um 500 Fahrzeuge vergrößert werden. Als Ausgangsort für den Null-Emissionen-Service hat sich VW für Berlin entschieden, denn Carsharing ist dort bereits sehr beliebt und die Nachfrage nach neuen Anbietern ist groß.

Pro Kopf gibt es in Berlin sowohl im deutschen als auch im europäischen Vergleich eine sehr geringe Anzahl von Fahrzeugen. Auf eintausend Einwohner kommen in Deutschland im Schnitt 500 Autos, in Berlin sind es gerade einmal 400. Carsharing erfreut sich in der Hauptstadt bereits großer Beliebtheit und das Verkehrsnetz besitzt die nötige Kapazität für eine Fahrzeugflotte dieser Größe.

Genau wie bei anderen Anbietern, lässt sich der Service über eine App nutzen; die Kosten hängen dabei von der Nutzungsdauer ab.

VWs Elektroautos sind im Carsharing-Sektor sehr beliebt. In London stellt der Anbieter Zipcar aktuell eine Flotte aus über 300 vollelektrischen e-Golfs zusammen. Ab 2020 möchte Zipcar sein Angebot auch auf Deutschland, Europa und Nordamerika ausweiten. Im Fokus stehen dabei Städte mit mindestens einer Millionen Einwohnern.

Warum sollten sich Nutzer für Volkswagen We entscheiden, wenn die Auswahl so groß ist?

Der Schlüssel zum Erfolg eines solchen Diensts liegt zum einen im Aufbau einer treuen Nutzergemeinde. In einer fortschrittlichen Stadt wie Berlin ist die Auswahl an Anbietern jedoch sehr groß. Wer in Berlin sein Handy aus der Hosentasche zieht, wird sich vermutlich für das nächstgelegene Auto entscheiden – ganz egal, wer der Anbieter ist. Markenloyalität ist zweitrangig, stattdessen steht Pragmatismus an erster Stelle. Ich habe Chris deshalb gefragt, warum er glaubt, dass We Share an der Spitze der Carsharing-Anbieter stehen wird. „Wir wissen, dass wir nicht die einzige Carsharing-App auf dem Markt sind. Aber da wir die größte Fahrzeugflotte in Berlin besitzen, wird es für uns einfacher sein, unseren Dienst leichter zugänglich zu machen.“ Er erklärte mir außerdem, dass bei WeShare vor allem der Kundenservice im Mittelpunkt stehen wird. VW möchte auf seine Kunden hören und ist gerne bereit, das Feedback der Nutzer umzusetzen.

Seine Einstellung zu diesem Thema finde ich erfrischend. Christoph verbrachte einige Jahre in Shanghai und erlebte dort, wie eine bargeldlose Gesellschaft funktioniert – eine Sache, die in Deutschland noch kaum vorstellbar ist. Da auch unsere Wurzeln in Asien liegen, wissen wir, dass Kundenfreundlichkeit und Komfort dort an oberster Stelle stehen und der Einzelhandel wesentlich fortgeschrittener ist als in Deutschland. Ich habe Chris gefragt, was er aus seiner Zeit in China gelernt hat und welche Ideen er zurück nach Deutschland gebracht hat, um VWs Kundenservice zu verbessern.

„Unser oberstes Ziel ist es, unseren Kunden ein erstklassiges Nutzererlebnis zu bieten. Wir versuchen deshalb, die Nutzer so früh wie möglich in die Entwicklung des Diensts einzubeziehen, um herauszufinden, welche Anforderungen sie an einen Carsharing-Anbieter stellen. Letztendlich sollen die Nutzer das letzte Wort haben, was die Funktionsweise des Diensts angeht. Das ist eine wichtige Lektion, die ich in China gelernt habe; wir müssen unsere Kunden und deren Anforderungen in den Mittelpunkt stellen. Der Grundsatz lautet: Ganz egal, was wir für gut und richtig halten, wenn der Kunde es anders will, machen wir es anders.“

Immer häufiger hört man das Motto „global denken, lokal handeln“. Aber wenn es um Kundenservice geht, kann sich Europa durchaus eine Scheibe von Asien abschneiden.

Der Markstart von We Share ist zwar noch ein paar Monate entfernt, aber hier könnt ihr euch schon jetzt die anderen Dienste von Volkswagen We ansehen. Und falls ihr in Berlin unterwegs seid, solltet ihr unbedingt unbedingt beim We Space im DRIVE.Volkswagen Group Forum vorbeischauen und einen Blick auf die vielen interaktiven Ausstellungen werfen!