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Wann darf ich lachen, wann weinen – und welche Musik darf ich hören?

Karneval, sexueller Missbrauch und der Tod von Prominenten. Das hat erst einmal wenig miteinander zu tun, beschäftigt mich aber dennoch alles gleichzeitig in diesem Kommentar.

von Carsten Drees am 5. März 2019

Kleine Warnung vorweg: Ich hab das Gefühl, dass das hier wieder eine elend lange Textwüste werden könnte. Ihr solltet wahlweise also direkt wegklicken, wenn euch das zu viel ist — oder euch ein paar Brote schmieren und ein Getränk bereitstellen. Ich hab mir nämlich ein weites Feld ausgesucht, über das ich heute sprechen möchte.

Ich rede über Annegret Kramp-Karrenbauer und Bernd Stelter und in dem Zusammenhang über Witze, die gemacht wurden und bei denen ich mir die Frage stelle: Worüber dürfen Witze gemacht werden und worüber lieber nicht? Fast logischerweise rede ich auch über den Karneval, seit jeher Quell wirklich vieler schlechter Witze, für viele Menschen aber auch eines der absoluten Highlights des Jahres.

Dann beschäftige ich mich aus aktuellem Anlass — wieder einmal — mit prominenten Toten. Mark Hollis von Talk Talk, der Schauspieler Luke Perry, Mode-Gigant Karl Lagerfeld und The Prodigy-Derwisch Keith Flint sind nur die bekanntesten Namen der in den letzten Tagen Verstorbenen und wieder einmal muss ich feststellen, dass es in den sozialen Medien Menschen zu geben scheint, die die ultimativen Verhaltensregeln für sich beanspruchen und auch vorgeben, wie jemand mit Trauer umzugehen hat.

Schließlich möchte ich über Künstler reden, deren Fehlverhalten derzeit öffentlich diskutiert wird und welche Folgen das hat. Natürlich einmal für die Künstler, aber auch für diejenigen, die ihre Musik viele Jahre geschätzt haben. Auch hier nenne ich euch die Namen der Menschen, über die ich reden möchte. Es sind Michael Jackson, Ryan Adams und R. Kelly.

Wann darf ich lachen?

Was ist lustig und was nicht? Über was darf man lachen und wann ist es generell nicht angebracht? Ich glaube, dass wir auf so vielen verschiedenen Humor-Ebenen unterwegs sind, dass es da keine einheitliche Meinung geben kann, wer nun besonders witzig ist und wer nun mal gar nicht. Anlässlich des Karnevals wird gerade unser Humorverständnis auf eine harte Probe gestellt.

So viel vorweg: Ich fand weder (jemals irgendwas) lustig, was Bernd Stelter gesagt hat. Das ist aber okay, denn andere lachen darüber, also macht er anscheinend irgendwas richtig. Es ist einfach nicht mein Humor. Ich finde aber, dass er jedes Recht dazu hat, Witze über Menschen mit Doppel-Namen zu machen. Er hat auch jedes Recht dazu, sich mal im Ton zu vergreifen, ohne dass er gleich von einem Lynchmob durchs Netz getrieben werden muss.

Ich finde es halt nicht lustig. Was ich hingegen fast schon ein bisschen lustig finde: Eine Frau, die sich tatsächlich auf einer Karnevalsveranstaltung (!) vor ihn stellt und ihm erklärt, dass man diese Art Witze einfach nicht mehr zu machen hat. Wie konnte diese Dame auf diese Veranstaltung geraten? Sie musste doch ahnen, dass es dort haufenweise Sprüche, Gags und Zoten geben würde, die vermutlich mit ihrem Weltbild kollidieren.

Jeder hat jedes Recht, die gemachten Witze schlecht zu finden, aber so ein Auftritt wie der dieser Dame ist für mein Empfinden schlicht peinlich und unangemessen. Übrigens finde ich persönlich Karneval auch ziemlich unspektakulär. Das äußere ich auch durchaus auch schon so, versuche aber dabei, den anderen nicht zu sehr auf den Schlips zu treten. Denn logischerweise hab ich viele Freunde, die sehr viel Spaß an der fünften Jahreszeit haben und denen muss man ja nicht unnötig ins Büffet pinkeln.

Ein wenig anders als bei Stelter verhält es sich mit AKK: Sie wird als Kanzlerkandidatin gehandelt und nicht wenige attestieren ihr Humor und Bodenständigkeit, weil sie sich nicht zu blöd dafür ist, sich bei einer Karnevalsveranstaltung hinzustellen und zum Löffel zu machen. Auch ihren Toiletten-Witz fand ich nicht lustig. Grundsätzlich müsste man auch darüber nicht diskutieren: Wer eine Million schlechte Gags im Karneval über sich ergehen lässt, kommt auch mit dem einen schlechten Gag mehr klar.

So würde ich zumindest urteilen, wenn sie nicht zufällig den Vorsitz der CDU inne hätte. Ich bin nicht besonders tief mit dem Karneval verwurzelt, um es mal vorsichtig zu sagen. Aber ich glaube, dass es in der Natur der Sache liegt, dass die dort agierenden Menschen, gerade bei Büttenreden, einfache Leute sind, die die Probleme anderer einfacher Leute adressieren. Das geht dann auch mal eher selbstironisch, aber zumeist wird wohl gegen “die da oben” geschossen.

Wenn sich jetzt eine Annegret Kramp-Karrenbauer hinstellt und eine Zote über eine Minderheit raushaut, von der man sowieso weiß, dass sich die CDU im Allgemeinen und AKK im Speziellen schwer tut, dann hat das schon einen merkwürdigen Beigeschmack. Die selbe Frau hat auch Angst davor, dass die “Ehe für Alle” die Büchse der Pandora öffnen könnte und schon demnächst jeder wahlweise seine Geschwister oder einen Esel ehelichen möchte.

Grundsätzlich bin ich derselben Meinung wie der geschätzte Serdar Somuncu: Jede Minderheit hat das Recht, beleidigt zu werden. Ich finde schon, dass wir uns über wirklich jeden lustig machen dürfen und müssen: Über Schwule wie Heteros, Frauen, Männer und Diverse, über Katholiken, Heiden, Muslime und Buddhisten, über Kinder, Autofahrer, Sportler, Senioren und Politiker.

Allerdings sollte man stets darauf blicken, wann man einen Witz macht — und auch, wer ihn macht. Wenn eine so konservative politische Kraft wie AKK einen Witz gegen Intersexuelle macht, tue ich mich damit sehr schwer. Weil diese Gruppe der Bevölkerung gerade hart genug zu kämpfen hat, um gesellschaftlich akzeptiert zu werden — und bei AKKs Vortrag eben nicht “unten” gegen “oben” tritt, sondern “oben” gegen “unten”.

Außerdem finde ich, dass man Humor wohldosiert einsetzen sollte, wenn es um frisch verstorbene Menschen gibt. Wenn ein Oli Hilbring anlässlich des Todes von Karl Lagerfeld auf sein legendäres Jogginghosen-Zitat anspielt und besagter Lagerfeld sich an der Himmelspforte einem lieben Gott in Jogginghose gegenüber sieht, halte ich das nicht nur für lustig, sondern auch für vertretbar. Ich nutze diese erstaunlich gelungene Überleitung, um jetzt über die prominenten Toten der letzten Tage zu reden.

Wann darf ich weinen?

Es gibt Menschen, deren Tod mich weniger trifft, obwohl sie prominent und damit auch Teil meines Lebens waren in irgendeiner Weise. Dazu gehört vielleicht der Tod von Werner Schneyder, auch wenn ich ihn immer geschätzt habe oder auch der Tod von Lagerfeld oder jüngst Klaus Kinkel. Aber ich bin mir jederzeit dessen bewusst, dass es Menschen gibt, für die diese Promis ein anderes Gewicht hatten.

Das bedeutet dann für mich, dass ich

  1. nicht im Internet ungefragt erklären muss, wieso ein bestimmter Mensch Zeit seines Lebens ein Arschloch war
  2. mich mit dummen Gags zurückhalte und
  3. nicht dem Rest des Internets erkläre, wie man zu trauern hat und wie nicht.

Ich beobachte es aber immer wieder. Der Eine stößt sich daran, dass jemand “RIP” postet, der Nächste hingegen, dass die jeweiligen Todesursachen thematisiert werden und der Klassiker ist jedes mal der Typ Mensch, der darauf verweist, dass es nur jemand war, den man nicht persönlich kannte und provokativ fragt, ob nicht jeder Verkehrstote oder ein Kriegsopfer nicht genau so viel Aufmerksamkeit verdient hätte. Bei Luke Perry war es so, dass sehr viele Menschen lediglich bekundeten, niemals Beverly Hills 90210 gesehen zu haben — oder sie amüsierten sich gar über all die Frauen, die beteuerten, dass Luke als Dylan ihre erste große Liebe gewesen wäre.

Ehrlich gesagt platzt mir da jedes Mal aufs Neue wieder der Arsch. Ich verstehe das Mitteilungsbedürfnis nicht. Leute, die gleichzeitig sagen, wie sehr einem ein soeben Verstorbener am Allerwertesten vorbeigeht, müssen wortreich erklären, wieso der Tote zeitlebens ein ziemlicher Scheißkerl war. Wieso halte ich nicht einfach das Maul, wenn mir der Mensch doch sowieso egal war? Und wenn er mich tatsächlich so aufregt, dann sollte zumindest die hoffentlich irgendwann genossene Erziehung und ein normal übliches Maß an Anstand dafür sorgen, dass ich zumindest mit meinen Ressentiments nicht ausgerechnet unter den Beiträgen der Trauernden hausieren gehe.

Die Tode von Mark Hollis (Talk Talk) und von Keith Flint (The Prodigy) haben mich persönlich schwer getroffen. Weil es einfach musikalisch so wichtige Wegbegleiter waren trotz ihrer so komplett unterschiedlichen Arten von Musik, für die sie standen. Wenn ich öffentlich um diese Menschen trauere und mir ihr jeweiliges Lebenswerk mit Videos noch einmal ins Gedächtnis rufe, dann möchte ich eben nicht darüber diskutieren, ob ich die persönlich kannte oder wieso ich nicht um die mir unbekannte Frau Schaluppke aus dem Nachbarhaus trauere. Ich möchte überhaupt nicht diskutieren in solchen Momenten. Ich möchte traurig sein, möchte mich erinnern und ja — vielleicht möchte ich auch ein wenig Trost. Den gibt es in der ureigensten Form, wenn mich jemand — auch vielleicht nur verbal — in den Arm nimmt. Den gibt es aber auch dadurch, dass ich sehe, dass der Tod eines solchen Menschen auch viele andere Freunde trifft und erschüttert. Man fühlt sich schlicht ein bisschen weniger allein in seiner Traurigkeit. Und genau das brauche zumindest ich in dieser Situation und ganz sicher nicht Leute, die mir die allgemein gültigen Facebook-Trauerregeln erklären wollen.

All das habe ich euch schon einmal ausführlich erzählt im Jahr 2016 — ein Jahr, welches viele aufgrund der vielen prominenten Toten als Arschloch-Jahr bezeichnet haben. 2019 schickt sich gerade an, ähnlich schlimm zu werden und ja: Selbstverständlich ist das nur ein persönlicher Eindruck. Mir ist auch klar, dass mit zunehmendem eigenen Alter auch mehr Helden der eigenen Jugend versterben und mir ist ebenso klar, dass all diese Geschehnisse in Zeiten des Internets deutlich transparenter sind, als das früher einmal der Fall war.

Liebe Facebook-Freunde: Lasst mich doch trauern…

Wessen Musik darf ich hören, welche Filme darf ich noch sehen?

Der dritte Punkt, auf den ich eingehen möchte, ist ein ziemlich schwieriger für mich und somit einer, bei dem ich selbst noch nicht weiß, wie ich mich da am besten verhalten soll. Es geht um Prominente, die mit ihrer Kunst Millionen Menschen begeistern, die privat aber manches mal alles andere als Saubermänner sind.

Im Fahrwasser der #MeToo-Bewegung trauen sich mehr und mehr Menschen — hauptsächlich Frauen — darüber zu sprechen, in welcher Art und Weise sie persönlich Opfer von sexuellen Übergriffen wurden. Die Liste der Menschen, die am Pranger gelandet sind, ist schon recht lang und wird ständig länger. Kevin Spacey ist so ein Name, Bill Cosby ist ein anderer. Ich schätze Spacey unsagbar als Schauspieler und Bill Cosby ist wie so viele 80er-Institutionen ein Held meiner Jugend.

Diese Bilder geraten — nicht nur leicht — ins Wanken, wenn bekannt wird, welche menschlichen Abgründe sich da auftun. Noch frischer sind die Fälle R. Kelly, Michael Jackson und Ryan Adams und hier zeigt sich besonders deutlich, wie schwierig sich der Umgang mit ihren (vermeintlichen) Taten gestaltet.

Bei R. Kelly scheint alles besonders eindeutig zu sein. Nicht nur, dass er viele Frauen zum Sex genötigt haben soll, er hat das explizit auch wiederholt mit minderjährigen Mädchen getan und vieles davon auf Video dokumentiert. Menschen mit Kenntnis der Geschehnisse sprechen mitunter von sektenähnlichen Zuständen bei der Art und Weise, wie Kelly Frauen um sich geschart hat.

Aber welchen Schluss ziehe ich für mich daraus? Darf ich Songs, die ich damals abgöttisch geliebt habe wie “Bump n’ Grind” oder “You remind me of something” nicht mehr hören und muss sie aus meinen Playlists schmeißen? Was macht es mit mir, wenn ich die Musik weiterhin höre? Bin ich dann jemand, der sich auf die Seite eines Pädophilen und Sexualstraftäters stellt? Oder kann man Kunst und Privatleben eines Künstlers voneinander trennen?

Und wie sieht es aus im Fall Michael Jackson? Derzeit redet in den USA alles über die jetzt ausgestrahlte Dokumentation, in der zwei Menschen auspacken und erzählen, wie es damals auf der Neverland-Ranch zugegangen sein soll. Es gibt — so habe ich es gelesen — keine neuen Vorwürfe und keine wirklich neuen Erkenntnisse als die, von denen Jackson seinerzeit vor Gericht freigesprochen wurde.

Das muss nicht bedeuten, dass Michael Jackson unfehlbar war, bloß weil ich ihn als Künstler so verehre, aber ich würde jetzt auch nicht auf die Idee kommen, seine Musik zu boykottieren. Gerade, weil er einer der ganz großen Stars war, die mich Zeit ihres Lebens zutiefst beeindruckt haben. Woanders sieht man das komplett anders. Sowohl die BBC in England als auch die norwegische Sendergruppe NRK verbannen Michael Jackson aus dem Radioprogramm.

Wobei letztere besonders inkonsequent ist, weil der Bann erst einmal nur für zwei Wochen gelten soll. Ich weiß nicht, ob mein Bild von Jackson in den Grundfesten erschüttert würde, wenn ich selbst diese neue Doku sehen würde. Aber angesichts dessen, was aktuell berichtet wird, halte ich den Boykott seiner Songs für ziemlich überzogen. Der letzte Name, der aktuell so negativ ins Gespräch geraten ist, ist der von Ryan Adams.

Auch hier geht es um sexuelle Übergriffe. Gelitten haben darunter Kolleginnen, also andere Künstlerinnen, nicht etwa vermeintliche Groupies. Ich bin stets ein wenig zwiegespalten, weil es sowohl die Frauen gibt, die erst viele Jahre später den Mut zu solchen Aussagen finden, als auch die Frauen, die vielleicht recht bereitwillig zu einem Star ins Bett gestiegen sind und nachträglich plötzlich Vorwürfe erheben. Bitte nicht falsch verstehen: Ich will hier weder Opfern von sexuellen Übergriffen oder gar Vergewaltigungen in die Parade fahren und ihnen was unterstellen.

Aber ich tue mich schwer damit, wenn Menschen an den riesigen Internet-Pranger gestellt werden. Die sind faktisch verbrannt, lange bevor die tatsächliche Faktenlage verifiziert wurde. Bei Michael Jackson mag ich mir kein Bild erlauben, bei Adams und Kelly scheinen — Stand jetzt — die Dinge leider sehr eindeutig zu sein. Aber selbst, wenn in einem der Fälle die komplette Unschuld nachgewiesen werden könnte: Die Geschichte würde für ewig am Künstler haften bleiben.


Kommen wir somit zur Klammer, die diese drei verschiedenen Punkte für mich zusammenfasst bzw. zum gemeinsamen Nenner. In allen Fällen werden vorschnell Urteile gefällt. Die meisten Menschen können nicht mal so schnell “Headline” sagen, wie sie sich ein Urteil über eine Sachlage bilden.

Wir wissen, was lustig ist und was nicht, wir wissen, wann und wie man bei Facebook welche Menschen betrauern darf und wir senken den Daumen, wenn ein Prominenter sich falsch benommen hat. “Falsch benommen” ist dabei auch schon wieder ein elend großes Feld, denn egal, ob es einfach nur mal ein misslungener Gag ist oder eine Vergewaltigung: Die Empörung im Netz scheint nur noch ein einziges Level zu beherrschen und das heißt “Volle Pulle”!

Egal, ob Twitter oder Facebook: Wir alle waten durch einen Sumpf von Echauffierern, Rechthabern, Internet-Erklärern und Hobby-Richtern. Wann ist uns das alles abhanden gekommen? Das “einfach mal inne halten”? Das “erst überlegen, dann reden”? Das, was man gemeinhin als gesunden Menschenverstand bezeichnet?

Wie gesagt: Es sind ganz verschiedene Ansätze, die ich hier heute aufgegriffen habe, aber die mich dennoch glauben lassen, dass wir unabhängig von Themen viel zu selten besonnen agieren. Lediglich beim letzten Punkt — den in Ungnade gefallenen Promis — hat die Story noch einen besonderen Twist. Vielleicht werde ich den in einem weiteren Artikel noch einmal aufgreifen und da dann mit euch gemeinsam der Frage nachgehen, wie man mit der Kunst dieser Menschen umgehen soll.

Nicht zuletzt das Internet hilft dabei, all diese Stars viel transparenter zu machen. Ich habe ein wenig Angst davor, dass uns dadurch Jahr für Jahr mehr Musik, mehr Filme und mehr Serien abhanden kommen, weil sie durch die menschlichen Verfehlungen seiner Protagonisten zur verbrannten Erde werden. Wie gesagt: Vielleicht kann ich das nochmal an anderer Stelle aufgreifen. Wichtig ist mir heute lediglich, dass bei all diesen Themen immer etwas mehr Besonnenheit gefragt wäre. Lasst die Leute leben, egal ob sie über einen miesen Witz lachen oder selbst einen machen, ob sie trauern oder ob sie einen Künstler feiern, der aktuell in der Kritik steht.

Persönlich hab ich das Gefühl, dass das so gerade alles nicht mehr funktioniert. Egal, ob ich lache oder einen Witz – bzw. den kompletten Karneval – behämmert finde, ob ich um jemanden trauere oder mich sonst wie positioniere: Irgendjemand fühlt sich immer auf den Schlips getreten und es findet sich immer eine Fraktion, die mir erklärt, wieso ich wieder einmal falsch agiert habe.