Taiwanreporter
Wie Du in Taiwan besser Chinesisch lernst als Mark Zuckerberg

Schon gesehen? Neulich hatte Mark Zuckerberg sein Chinesisch-Coming-Out. Vor Studenten in Peking plauderte er eine halbe Stunde lang auf Mandarin über Facebook, das Internet, die chinesische Familie seiner Frau und einiges mehr. Die Reaktion vor Ort und im Netz war: Wow!

Chinesisch zu lernen, das gilt im Westen als eines der letzten großen Abenteuer. Wer es einigermaßen schafft, dem ist Respekt sicher. Schließlich gilt es als unheimlich schwer und eigentlich sowieso fast unmöglich.

Oder?

Ich will Dir etwas verraten: Chinesisch zu lernen ist keine Zauberei. Und schon gar nicht, wenn Du dafür nach Taiwan kommst.

Mein erstes Wort auf Chinesisch habe ich ausgesprochen, als ich schon über 30 war. Heute bewältige ich längst meinen Alltag in dieser Sprache, denn ich lebe seit sechs Jahren in Taipeh. Ich habe chinesische Vokabeln gelernt, Schriftzeichen, und vor allem eines: Um Chinesisch zu lernen, musst Du nicht besonders brillant sein. Wichtig ist vor allem Beharrlichkeit. Und es hilft ganz gewaltig, wenn Du in einer Umgebung lebst, wo Du ständig dieser Sprache ausgesetzt bist.

Deshalb ist Taiwan ein guter Ort, um Chinesisch zu lernen. Ich habe es hier geschafft, so wie viele andere. Ich glaube: Wenn Du es ernst meinst, für ein paar Monate nach Taiwan kommst und Sprachkurse belegst, kannst Du es auch packen. Und sprichst bald besser als Mark Zuckerberg. (Der hat ja nebenbei noch eine Firma zu leiten.)

Zwei Techblogger aus Deutschland, die gerade in Taiwan sind und auch Chinesisch lernen, sind Daniil Matzkuhn (der sich hier auch um den Tablet-Hub kümmert) und Johannes Knapp.

Mein erster Chinesischkurs

Ich hatte niemals auch nur im Traum daran gedacht, Chinesisch zu lernen, bevor ich nach Taiwan kam. Es war 2008, und ich hatte ein Journalistenstipendium der hiesigen Regierung bekommen. Drei Monate lang sollte ich in Taiwan leben, das Land kennen lernen und möglichst in deutschen Medien darüber berichten. Zwei Stunden Sprachkurs täglich gehörten dazu. In unserer Klasse waren wir Japaner, Mexikaner, Ungarn, Deutsche, und einer kam aus Kiribati. Gemeinsam war uns nur, dass wir in Sachen Chinesisch bei Null starteten.

Chinesischkurs Taiwan
Unser erster Kontakt mit chinesischen Schriftzeichen.

Es ging langsam voran. Nach einer Woche war ich verwirrt, nach vier Wochen frustriert: Wie sollte ich mir diese Sprache jemals aneignen? Die Lehrerin sprach so schnell, die Worte klangen fremdartig – es fiel mir schwer, mir irgendetwas zu merken. Wir sind verwöhnt dadurch, dass unsere europäischen Sprachen fast alle irgendwie miteinander verwandt sind. Doch mein Latein half mir hier nicht weiter, die Römer hatten es nie bis China geschafft. Ich sah den Kurs also als Beschäftigungstherapie und war in Gedanken schon wieder in Deutschland.

Aber dann passierte etwas. Pünktlich zur Halbzeit, nach etwa sechs Wochen täglichen Unterrichts, muss sich irgendwo in meinem Gehirn ein Schalter umgelegt haben. Plötzlich sah ich Querverbindungen, wo vorher nur isolierte Begriffe waren. Ich erkannte Vokabeln wieder, die ich in anderem Zusammenhang schon kannte. Je mehr ich dazulernte, desto leichter fiel es mir, Informationen abzuspeichern.

Nur nicht zu schnell aufgeben

Wenn Du einmal diesen Punkt erreicht hast, wo im Kopf ein Synapsenfeuerwerk lodert, willst Du das nicht wieder aufgeben. Gerade hatte ich erkannt, dass Chinesisch lernen tatsächlich funktioniert, da sollte ich zurück nach Deutschland? Um dort vielleicht an zwei Abenden pro Woche einen Volkshochschulkurs zu besuchen?

Speisekarte chinesisch
So eine Speisekarte zu lesen, ist bald eine Deiner leichtesten Übungen.

Ich spürte, dass ich nach drei Monaten einen Punkt erreicht hatte, an dem ich unbedingt am Ball bleiben musste, und das hieß für mich: in Taiwan. Hier weiter Chinesisch zu lernen, das war einer der Gründe, die mich zum Umsiedeln bewogen haben. Und nur deshalb passierte es, dass ich ein Jahr später Sascha traf und nun hier schreiben kann.

Wie funktioniert es also, das Chinesisch lernen? Wie in jeder Sprache musst Du vier Bereiche angehen, die ineinander greifen. Aber nicht alle sind gleichermaßen komplex. Vom einfachsten hin zum anspruchsvollsten sind es im Chinesischen:

  • Sprechen
  • Verstehen
  • Lesen
  • Schreiben

Wie Du Chinesisch sprichst

„Ching chang chong“, klar, das kennst Du als blöden Spruch. Aber es ist was Wahres dran. Das gesprochene Chinesisch – und wir reden hier die ganze Zeit vom auch „Hochchinesisch“ genannten Mandarin – benutzt einen völlig anderen Grundstock an Lauten als Deutsch oder Englisch. Und einige davon klingen wirklich genau so.

Insgesamt gibt es nur etwas mehr als 400 verschiedene Silben. Die musst Du einmal vernünftig lernen und die Aussprache kapieren. Denn „chong“ ist nun mal nicht „zhong“, „jing“ nicht „qing“ und „xi“ nicht „chi“ und schon gar nicht „si“.

So klingt es zum Beispiel, wenn Du auf Chinesisch bis fünf zählst: (links oben Ton an!)

Mandarin und seine vier Töne

Im Chinesischen gibt es kein Alphabet, aus Du nach Belieben Silben bauen kannst, sondern nur den auf 400 Silben begrenzten Lautvorrat. Wenn nun aber viele Worte exakt gleich klingen, erleichtert das nicht das Verständnis. Zum Glück gibt es im Chinesischen „Töne“. Das sind verschiedene Arten, auf die Du jede einzelne Silbe betonen kannst. Mandarin hat nur vier Töne und ist damit ein gutes Stück weniger komplex als zum Beispiel Kantonesisch.

In Pinyin, der gebräuchlichsten Umschrift – wir sind ja noch lange nicht bei Schriftzeichen angelangt – notierst Du für die Töne Symbole über den Silben, die an französische accents erinnern. Die Stadt Beijing schreibt sich dann běijīng.

Ein beliebtes Beispiel dafür, wie wichtig die Betonung ist, ist dieser Satz: „Māma mà mǎ.“ Er bedeutet: „Die Mutter schimpft aufs Pferd.“

Ist doch kinderleicht!

Bischof, Schweinshaxe, Hilfslehrer und Hauptdarsteller werden alle “zhujiao” ausgesprochen

Und auch Bischof, Schweinshaxe, Hilfslehrer und Hauptdarsteller werden alle “zhujiao” ausgesprochen, klingen aber eben auch nur fast gleich – die Töne machen den Unterschied.

Chinesische Grammatik ist nicht das Problem

Viel einfacher als Aussprache und Betonung ist zum Glück die Chinesische Grammatik. Es gibt kein „der, die, das“, nicht einmal „the“. Die Verben und Nomen ändern sich nicht, egal, ob Du von Ein- oder Mehrzahl, Gegenwart oder Vergangenheit sprichst.

Nehmen wir mal den Satz „Ich bin Deutscher“: Wǒ shì déguórén, wǒ xǐhuān chī miàn. Eins zu eins übersetzt heißt das einfach „Ich sein Deutschland Mensch, ich mögen essen Nudeln.“

Das ist doch gar nicht so kompliziert.

Wenn Du also die Aussprache kapiert und die ersten Vokabeln abgespeichert hast, kannst Du recht schnell einfache Sätze bilden und Dich verständlich machen. Du kannst nach ein paar Wochen in Taiwan nach dem Weg zum Bahnhof fragen, nach dem Preis vom Obst oder danach, ob es im Restaurant Reis oder Nudeln gibt. Ob Du die Antworten auch verstehst, ist eine andere Sache.

Wie Du Chinesisch verstehst

Am Anfang Deiner Chinesisch-Laufbahn wirst Du ständig das Gefühl haben: Die sprechen alle viel zu schnell! Das kann doch kein Mensch verstehen. So ist es wohl mit jeder Fremdsprache. Im Chinesisch kommt halt dazu, dass viele Worte sehr ähnlich klingen und sich höchstens in der Betonung unterscheiden (und selbst das nicht unbedingt).

Außerdem hast Du kaum eine Chance, die Bedeutung herzuleiten, so wie das in europäischen Sprachen oft funktioniert. Dass „triste“ auf Französisch „traurig“ bedeutet, kann man sich denken. Aber wenn jemand “nánguò” sagt, wie sollst Du das erkennen?

Du kannst also eigentlich nur Worte verstehen, die Du schon mal gelernt hast. Und dann musst Du in Höchstgeschwindigkeit decodieren, während Dein Gegenüber sie ausspricht.

Irgendwann erreichst Du den Punkt, an dem Du auf Chinesisch immer mehr immer müheloser verstehst. Und ab dann macht es richtig Spaß.

Hier gibt es leider keine Abkürzung. Aber je mehr Du lernst und je mehr Du hörst, desto leichter wird das Verstehen Dir fallen. Podcasts sind ein guter Weg, Dein Hörverständnis zu trainieren. Damals habe ich die Anfängerlektionen von Chinesepod bei jeder Gelegenheit rauf und runter gehört.

Es dauert länger als nur ein paar Wochen, aber irgendwann erreichst Du den Punkt, an dem Du auf Chinesisch immer mehr immer müheloser verstehst. Und ab dann macht es richtig Spaß.

Wenn Du ernsthaft am Ball bleibst, wirst Du nach Deinen ersten drei, spätestens nach sechs Monaten Sprachkurs in Taiwan besser Chinesisch sprechen als Mark Zuckerberg in dem Video!

Aber das ist ja erst der Anfang. Was wäre Chinesisch ohne Schriftzeichen?

Wie Du Chinesisch liest

Es gibt Leute, die behaupten, Du kannst auch Chinesisch lernen, ohne Dich mit den Schriftzeichen zu befassen.

Dazu sage ich: Ja, das geht. Aber dann kannst Du zwar einfache Unterhaltungen führen, wirst aber ab einem bestimmten Punkt vor eine Wand laufen. Dann geht es einfach nicht mehr voran!

Das liegt daran, dass im Chinesischen so viele Worte ähnlich oder sogar gleich klingen. Denk dran, es gibt bei Mandarin nur 400 Silben. Es gibt aber zigtausende verschiedene Chinesische Schriftzeichen!

Dieses Video (Flash) erklärt sehr gut, warum das so ist und wie Schriftzeichen und Alphabet sich unterscheiden.

Chinesische Schilder
Alles klar?

Keine Sorge, die Zeichen musst Du nicht alle lernen. Ein paar hundert, irgendwann vielleicht 1000 oder 2000 reichen aus. Die 2000 wichtigsten Zeichen sollen Chinesen kennen, wenn sie die Schule beenden.

Auf jeden Fall brauchst Du die Schriftzeichen als zusätzliche Gedächtnisstütze. Wenn Du sie kennst, wirst Du nie mehr das shì aus shìchǎng (Markt) verwechseln mit dem shì aus kǎoshì (Test). Denn das eine schreibt sich 市, das andere aber 試.

Apropos “shi” – schau Dir mal dieses berühmte Gedicht an:

Chinesisches Gedicht: Shi shi shi
Hier wird jedes Wort “shi” ausgesprochen.

Es wird wohl klar, dass dieses Gedicht nur versteht, geschweige denn aufsagen kann, wer auch die Schriftzeichen kennt.

Jetzt wieder eine gute Nachricht: Du musst Dir nicht jedes Zeichen von Grund auf, Strich für Strich neu merken. Die meisten bestehen aus bekannten “Bausteinen”, die nur neu kombiniert werden. Natürlich ist es trotzdem keine leichte Aufgabe, hunderte von Schriftzeichen abzuspeichern. Du brauchst Zeit, Wiederholungen und viel Routine.

Und was bringt das? Hier mal ein Beispiel für einen chinesischen Text, den ich nach etwa 1,5 Jahren Sprachkurs auf Deutsch übersetzen konnte: Warum es so wichtig ist, seine Gesundheit zu stärken

Du siehst, das ist dann schon ein anderes Niveau als “Wo geht es hier zum Bahnhof?”

Traditionelle und vereinfachte Schriftzeichen

Und schon wird es wieder kompliziert: Wenn Du in Taiwan Chinesisch lernst, dann sehen die Schriftzeichen anders aus als drüben in der Volksrepublik China. Dort haben die Kommunisten nämlich in den fünfziger Jahren viele Zeichen radikal vereinfacht, um den Analphabetismus zu bekämpfen. Diese “Kurzzeichen” sehen für Neulinge trotzdem noch kompliziert genug aus.

In Taiwan dagegen (und auch in Hongkong) verwenden die Menschen noch immer die traditionellen “Langzeichen”, die seit etwa 1500 Jahren unverändert sind.

Traditionelle und vereinfachte chinesische Schriftzeichen
Vereinfachte und traditionelle chinesische Schriftzeichen

Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, nur so viel: Wenn Du in Taiwan Langzeichen lernst, wird es Dir leichter fallen, auch die Kurzzeichen zu verstehen, als umgekehrt.

Und weil man heutzutage nicht mehr so oft von Hand schreibt, ist es nicht unbedingt ein Nachteil, dass Langzeichen aus mehr Strichen bestehen.

Wie Du Chinesisch schreibst

Chinesisch zu schreiben, das ist mit Sicherheit die Königsdisziplin. Schließlich musst Du die Zeichen nicht nur wiedererkennen, wie beim Lesen, sondern aus dem Nichts abrufen und niederschreiben.

Im Sprachkurs in Taiwan wirst Du auf jeden Fall Schreiben lernen. Du wirst Fragen beantworten und irgendwann ganze Aufsätze zu Papier bringen. Und jeder kleine Strich, der fehlt oder an der falschen Stelle sitzt, wird als Fehler gelten.

Chinesisch Test
Nach einem halben Jahr schrieb ich diesen kleinen Aufsatz als Teil eines Tests. Die Schrift entspricht dem Gekrakel eines Grundschülers.

Muss das wirklich sein?

Ja und nein.

Zum einen ist es wichtig, die Zeichen selbst schreiben zu können, denn erst so speicherst Du sie wirklich ab und erkennst sie später auch beim Lesen sicher wieder.

Zum anderen wirst Du im normalen Leben später eher selten in eine Situation kommen, in der Du komplexe Sätze handschriftlich zu Papier bringen musst. Dafür gibt es schließlich Computer.

Die Tastatur, Dein Freund und Helfer

Selbst viele junge Taiwaner sind so ans Tippen gewöhnt, dass sie oft das Handy zücken und nachschlagen müssen, wie genau ein Zeichen geschrieben wird.

Denn wenn Du nicht ständig von Hand schreibst, vergisst Du sogar einfache Zeichen ganz schnell wieder. Mir geht es jedenfalls so. Du kannst sie dann aber trotzdem noch lesen – und das ist ja viel wichtiger!

Wie tippt man Chinesisch? Dass der PC auch in Taiwan und China keine 2000 Tasten hat, ist wohl klar. Eigentlich ist das Schreiben auf dem Computer ganz einfach. Wie es funktioniert, und wie eine Tastatur aussieht, erkläre ich hier: Gib mir ein “h”! Gib mir ein “ao”!

Wie viel Zeit Du brauchst, um Chinesisch zu lernen

Chinesisch zu lernen ist eine Lebensaufgabe. Wenn Du kein Muttersprachler bist, wirst Du nie fertig sein. Du wirst auch immer noch Fehler machen.

Es sei denn, Du bist ein Genie wie dieser Typ:

Natürlich hilft es, so früh wie möglich anzufangen. Aber auch wenn Du, wie ich, schon über 30 bist, ist es nicht zu spät.

Der Anfang ist zäh, aber dann geht es eine Weile rasant voran. Aus meiner Erfahrung und Beobachtung glaube ich, wenn Du bei Null startest und Montag bis Freitag je zwei Stunden Unterricht hast, ist dies realistisch:

  • Nach zwei Wochen Sprachkurs in Taiwan kannst Du Dich vorstellen und nach dem Weg fragen.
  • Nach sechs Wochen kannst Du ganz einfache Sätze schreiben und lesen.
  • Nach drei Monaten kannst Du einfache Unterhaltungen führen und Referate halten.
  • Nach sechs Monaten benutzt Du Redewendungen.
  • Nach einem Jahr liest Du richtige Geschichten und kannst sie auch schreiben.
  • Nach zwei Jahren ist Dein Chinesisch alltagstauglich.

Danach, wenn Du quasi bei 70 oder 80 Prozent angekommen bist, wird es wieder schwieriger, und es geht langsamer vorwärts. Vielleicht ist dies dann der Zeitpunkt, wo Du sagst “es reicht” und Dich künftig vor allem darauf verlegst, Dein Niveau zu halten und eher fachspezifisches Vokabular dazu zu lernen.

Ob Du Dir ein halbes Jahr Zeit nimmst oder zwei Jahre – Du kannst eine Menge erreichen!

Warum Du in Taiwan Chinesisch lernen solltest

Ganz ehrlich? Natürlich kannst Du auch nach China gehen. Aber dann darfst Du von Sascha oder von mir keine Tipps erwarten. Wir leben nun mal in Taiwan, wir lieben es hier, und wir treffen immer wieder Westler, die das auch so sehen.

Taiwan ist ein Geheimtipp, ein Schatzkästchen, ein Ort, an dem man prima leben kann. Natürlich ist nicht alles perfekt hier, aber wo ist es das schon?

Einige Gründe, warum Ausländer gern in Taiwan Chinesisch lernen, habe ich schon mal für Spiegel Online aufgeschrieben. Lies Dir den Artikel durch, es gilt alles nach wie vor.

Taiwaner

Sicherheit, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, das sind große Pluspunkte. Stell Dir vor, Du lässt Deinen Laptop irgendwo liegen. In Taiwan ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er noch auf Dich wartet, wenn Du zurückkommst!

Bei Spiegel Online kommentierte ein Leser: “Klar, und zum Französisch lernen gehen wir nach Tunesien.” Ja, warum denn nicht? Spanisch kannst Du schließlich auch in Argentinien lernen, Englisch in Australien oder Deutsch in Österreich.

Noch ein paar Argumente: In Taiwan kannst Du im Chinesischunterricht auch politisch heikle Themen diskutieren. Das Internet wird nicht zensiert. Und Du unterstützt mit Deinen Studiengebühren nicht ein antidemokratisches Regime.

Wo Du in Taiwan Chinesisch lernst

In Taiwan haben viele Universitäten eigene Sprachzentren, in denen Ausländer Chinesisch lernen können. Außerdem gibt es private Sprachschulen, in denen Du auch Einzelunterricht buchen kannst. Aber ich empfehle das Lernen in der Gruppe, gerade am Anfang – Du wirst von der Klasse mitgezogen und motiviert. Und Du triffst interessante Leute. Wie sonst hätte ich jemanden aus Kiribati kennenlernen können?

Meine Übersicht der wichtigsten Sprachschulen in Taiwan, sowie Infos zu Stipendien, ist bestimmt interessant für Dich, wenn Du nun ernsthaft mit dem Gedanken spielst, nach Taiwan zu kommen.

Und was kostet das? Für einen dreimonatigen Kurs an einem Sprachlernzentrum mit zwei oder drei Unterrichtsstunden täglich zahlst Du zwischen 500 und 700 Euro. (Nicht pro Monat – für die ganze Zeit!)

Dazu kommen natürlich Miete und sonstige Lebenshaltungskosten. Auch dazu habe ich schon mal was geschrieben.

Also, wann kommst Du?

Wenn Du noch Fragen hast, zum Chinesischlernen oder zum Leben in Taiwan, immer her damit! Schreibe sie in die Kommentare, oder kontaktiere mich auf einem anderen Weg.

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Neugierig auf Taiwan?

Über Themen aus dem ganzen normalen Leben hier habe ich ein kleines Buch geschieben: Tschüß Deutschland, ni hao Taiwan!

Das gibt es auch als E-Book. (Da steht zwar “für iPad”, aber es ist eine epub-Datei, die sich fast überall anzeigen lässt.)

Buchcover: Tschüß Deutschland, ni hao Taiwan!

Jetzt blättern: Zum E-Book, mit Vorschau

Künftig wird hier bei Mobilegeeks jede Woche eine kleine Taiwan-Kolumne von mir erscheinen. Ich freu mich drauf!