Windows Ink Arbeitsbereich

Windows Ink: diese Optionen verbessern die Funktion

Mit Windows Ink spendiert Microsoft seinem Betriebssystem ein neues cooles Feature, welches der Stifteingabe mehr Möglichkeiten bietet. Auch ein alter Bekannter erscheint in neuem Gewand - die Kurznotizen kommen ebenfalls wieder.
von Marco Wilde am 26. September 2016

Update von 10.11.2016
Microsoft weitet das Cortana Insights Feature der Sticky Notes auf weitere Länder aus. Die Integration von Cortana und Bing kommt nun auch nach Deutschland – vorerst aber nur für Windows Insider, die im Fast Ring unterwegs sind. Es wird nun aber sicher nicht mehr lange dauern, bin Microsoft diese Features dann auch auf dem offiziellen Wege ausrollt.

Dabei gibt es bei der Featurevielfalt ein paar kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Die deutschsprachige Cortana kann nun unter anderem Emails, URLs, Flugnummern, oder Telefonnummern erkennen und bietet zu diesen Informationen weitere kontextspezifische Aktionen an. Auch Informationen zu Aktienkürzeln kann Cortana liefern.

Leider müssen wir uns bei der Adresserkennung und der Erstellung von Kalendereinträgen, bzw. Remindern, aber noch gedulden. Denn diese Features sind vorerst nicht enthalten, dürften aber demnächst folgen.

Ursprünglicher Artikel vom 26.09.2016
Mit Windows Ink hat Microsoft dem Anniversary Update eine wirklich interessante Option spendiert, die den Stift in den Vordergrund rückt. Der Ink Workspace vereint die Kurznotizen, den Skizzenblock und die Bildschirmskizzen-Funktion in einer neuen Nutzerumgebung.

Windows Ink ist auf Geräten mit Stifteingabe – das Surface Pro 4 oder das Surface Book unterstützen dieses Feature – standardmäßig aktiviert.

Windows Ink Icon in der Taskleiste

Erkennbar ist dies an dem neuen Icon in der Taskleiste, zu finden ist dies neben der Uhr. Durch einen Klick öffnet sich der Ink Arbeitsbereich und bietet Zugriff auf die bereits genannten Funktionen – Kurznotizen, Skizzenblock und Bildschirmskizze. Zudem werden die zuletzt verwendeten Apps angezeigt und weitere Apps mit Stylus-Unterstützung vorgeschlagen. Über die Schaltfläche „weitere Stift-Apps abrufen“ gelangt man außerdem in eine extra Sektion im Store, in der alle Apps aufgelistet werden, die sinnvoll mit einem Stift genutzt werden können.

Von Hause aus bietet Windows Ink bereits nützliche Funktionen für Stiftnutzer, jedoch lässt sich aus dem Workspace noch etwas mehr herausholen, indem man ein paar Einstellungen vornimmt. Welche das sind, zeigen wir euch hier.

Windows Ink auf dem Sperrbildschirm nutzen.

Windows Ink lässt sich problemlos verwenden, wenn man angemeldet ist, jedoch kann man in den Windows-Einstellungen das Ganze auch auf dem Sperrbildschirm nutzen und muss so nicht jedes Mal das Gerät entsperren wenn man beispielsweise eine Notiz machen möchte.

Windows Ink Einstellungen - Windows Ink auf dem Sperrbildschirm aktivieren

Um dieses Feature zu aktivieren macht folgendes:

  1. Öffnet die Windows Einstellungen (Shortcut: Windows-Taste + i)
  2. Klickt auf Geräte und dann auf den Unterpunkt „Stift & Windows Ink“
  3. Prüft ob unter dem Punkt „Einfachklick“ Windows Ink-Arbeitsbereich steht und wählt aus welches Feature beim Klick auf dem Stiftbutton aktiviert werden soll (Startseite, Skizzenblick, Kurznotizen oder Bildschirmskizze).
  4. Um Windows Ink nun auch bei gesperrtem Gerät zu verwenden muss die Schaltfläche unterhalb vom Einfachklick (Einfachklicken, um auch bei gesperrtem Gerät meine Notizen im Windows Ink-Arbeitsbereich zu öffnen) auf „Ein“ stehen.

Cursor bei Stifteingabe deaktivieren

Bei Nutzung des Stifts wird auf dem Bildschirm per Default der Cursor unterhalb der Stiftspitze angezeigt. Dies kann durch leichte Latenz in der Darstellung zu Verwirrung führen und so das Schriftbild stören. Doch hierfür findet man in den Einstellungen Abhilfe, denn der Cursor lässt sich kurzerhand deaktivieren. Ich fand den Cursor häufig störend und empfinde das Schreiben mit dem Stift auf dem Surface Pro 4 nun noch präziser.

Windows Ink Einstellungen - Cursor deaktivieren

Und so geht’s:

  1. Öffnet die Windows Einstellungen (Shortcut: Windows-Taste + i)
  2. Klickt auf Geräte und dann auf den Unterpunkt „Stift & Windows Ink“
  3. Als dritten Punkt findet ihr nun die Option den Cursor bei der Stifteingabe zu deaktivieren

Cortana Insight – bisher noch nicht in Deutschland verfügbar

Ein weiteres, in meinen Augen wirklich cooles Feature ist die Verknüpfung der Kurznotizen mit Cortana. Durch Zustimmung des Nutzers kann Cortana nämlich auf die Kurznotizen zugreifen und deren Inhalt in Befehle umwandeln. So lässt sich beispielsweise ein Kalendereintrag erstellen, durch simples Beschreiben der Kurznotiz. Das Ganze ist bisher nur in den USA verfügbar, dieses Feature lässt in Deutschland also noch auf sich warten.

Windows Ink Kurznotizen mit Cortana Insight

Sobald es aber soweit ist, kann man nicht nur Kalendereinträge erstellen lassen, sondern sich auch Auskunft über Flüge oder Aktien geben lassen. Wie das Aussehen wird, könnt ihr bei groovypost.com nachlesen. Wir informieren euch entsprechend wenn auch dieses Feature in Deutschland zugänglich ist.

Wir findet ihr den neuen Windows Ink-Arbeitsbereich? Nutzt ihr den Stift dadurch mehr? Was fehlt euch noch an möglichen Features?