Youtube und Blogging-Ausrüstung – Meine Kamera und Equipment *Update: Stand 08.02.2018*

Auf dem Mobile Geeks Youtube-Kanal veröffentlichen wir immer wieder Testvideos, Hands-Ons und vieles mehr. Auch auf Events müssen oft Fotos gemacht, Interviews geführt werden usw. Dabei muss man sich oft an unterschiedliche Situationen anpassen. Hier stelle ich euch mein Video- und Blogging-Equipment vor. Im Video dazu seht Ihr meine Ausrüstung auch einmal im Einsatz.
von Ümit Memisoglu am 8. Februar 2018

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Update vom 08.02.2018:

Vor einer Weile hatte ich mein Video-Equipment für das Bloggen, Youtube und andere Projekte vorgestellt. Den ursprünglichen Artikel und das Video findet Ihr weiter unten. In diesem Update zeige ich euch alles, was seitdem dazugekommen ist und ich generell oder in letzter Zeit oft benutze. So wie beim letzten Mal, präsentiere ich euch diese in Form von Kurztests. Das inhaltsgleiche Video dazu findet Ihr oben, wo Ihr das Ganze auch in Aktion seht. Daher empfehle ich das Video zu schauen. Wer nur lesen möchte, kann das hier aber auch tun.

Zhiyun Crane Plus – Kamera-Gimbal/Stabilisator

Zhiyun Crane Plu

Als erstes in der Liste ist etwas, dass erst vor einigen Wochen erschienen ist. Das Zhiyun Crane Plus. Da ich schon das Zhiyun Smooth 3 als Smartphone Gimbal nutze und sehr glücklich damit bin, wollte ich mir auch etwas für die Camera zulegen und als zur CES das Crane Plus angekündigt wurde, entschied ich mich dafür und bereue es nicht.

Das Crane Plus ist ein update des Crane V2 und kommt mit einer höheren Traglast von 2.5 kg statt 1.8, längerer Akkulaufzeit mit 18 Stunden statt 12 und weiteren zusätzlichen Funktionen auf die ich gleich noch eingehe. Falls die Traglast für euch nicht genug sein sollte, wäre wahrscheinlich das Crane 2 mit 3,5 kg eine Alternative für euch. Die Crane 1-Reihe unterscheidet sich von der Crane 2-Reihe also überwiegend im Anwendungszweck und darin, dass das Crane 2 die Follow Focus-Funktion von Canon Unterstützt.

Im Inneren der Box ist ein Koffer aus hartem Kunststoff mit Schaumstoff im Inneren für den einfachen Transport. Allein das ist schon super, da es das Equipment gut schützt. Im Inneren des Koffers ist das Crane Plus mit zwei wiederaufladbare Batterien (2 x MR 26650 Akku mit 4600 mAh), ein externes Ladegerät, ein microUSB-Kabel, ein Kontrollkabel für Sony- und Panasonic-Kameras, ein Griffband, wie man es z.B. von Badmintonschlägern kennt und ein mini-Tripod, welches eine super nützliche Beigabe ist, um euer Equipment einfach überall abstellen zu können. Gerade weil man es auch per Smartphone steuern kann, ist das sehr nützlich. Es ist auch sehr gut gebaut, sodass man es als Grifferweiterung nutzen kann, was etwas mehr Stabilität bring.

Jedes mal, wenn ihr das Crane Plus aus dem Koffer rausholt, müsst Ihr es zusammenbauen, die Kamera montieren und balancieren. Mein erster Versuch hat etwas länger gedauert, aber nachdem ich es geschafft habe, brauchte ich für den zweiten Versuch ca. 2 Minuten. Mit jedem Zusatz oder Objektivwechsel, müsst ihr nachjustieren. Wichtig ist: Wenn Ihr den Gimbal einschaltet und die Kamera durchgerüttelt wird, liegt es wahrscheinlich daran, dass die Motorstärke auf niedrig gestellt ist, sodass es Probleme mit größeren Kameras hat. Um das zu ändern, nutzt das Zhiyun Calibration Tool auf eurem PC mit verbundenem Gimbal und wählt die mittlere oder hohe Stärke.

Zhiyun Crane Plus

Beim Einschalten wird die Kamera stabilisiert. Mit der Modus-Taste könnt Ihr verschiedene Modi auswählen.

  • Schwenk-Folgen Modus: Schwenker funktionieren, aber Neigen und Rollen ist blockiert
  • Verriegelungsmodus: Alle Achsen sind geblockt, sodass die Kamera immer in die selbe Richtung schaut.
  • Folgen-Modus: Der Stabilisator folgt Schwenk- und Neigbewegungen.

Etwas neues und einzigartiges beim Crane Plus ist der POV oder FPV-Modus. Es erlaubt euch Schrägperspektiven aufzunehmen ohne den Joystick zu nutzen, was euch mehr Freiheiten mit Dutch-Angle-Aufnahmen gibt und mehr Kreativität erlaubt. Dabei erreicht ihr bis zu 45 Grad Winkel zur Seite. Weiter geht es aber nicht.

Zhiyun Crane Plus

In jedem Modus könnt Ihr auch einfach den Joystick zum Positionieren der Kamera nutzen, aber was auch super ist, dass man das Crane Plus per Hand umstellen. So lässt es sich leicht richtig Positionieren.

Ein Kopfübermodus ist auch dabei und wird aktiviert, wenn man den Griff über die Seite nach oben führt. Es erlaubt euch kreative bodennahe Aufnahmen aufzunehmen und macht das Ganze leichter zu tragen. Der Auslöserknopf und der Schalter werden nur von Sony und Panasonic-Kameras unterstützt. Mit Sony-Kameras lässt euch der Schalter den Zoom und Panasonic den Focus einstellen. Canon wird nicht unterstützt, aber ich vermisse es nicht wirklich.

Mit der ZY Play App habt Ihr Zugriff zu den Kalibrierungsoptionen und einigen erweiterten Funktionen. Mit dem Crane Plus kommen zusätzlich einige neue Funktionen.

Zhiyun Crane Plus

Objektverfolgung: Euer Smartphone am Blitzschuh anzubringen und es via Bluetooth mit dem Gimbal zu verbinden, erlaubt euch die Verfolgungsfunktion der App zu nutzen. Am Smartphone müsst ihr nur die Person oder das Objekt einrahmen und es wird automatisch den Gimbal kontrollieren um euren Bewegungen zu folgen. Ihr könnt euch selbst aufnehmen lassen, während Ihr euch bewegt, ein Objekt für Zeitraffer verfolgen lassen, oder was ich auch gerne tue, es auf einen Slider packen und Kamerafahrten simulieren. Funktioniert super für Testvideos. Man sollte nur aufpassen, da das Balancieren mit Smartphone ziemlich schwer ist. Vor allem mit größeren und schwereren Smartphones, da das Gewicht zu sehr in eine bestimmte Richtung gelagert wird. Oft hat es funktioniert, aber einmal fiel mir auch ein Smartphone auf den Boden, weil der Motor nachgegeben hat (nur Panzerglas beschädigt).

Dann gibt es Motion Memory. Mit der App könnt Ihr Wegpunkte für verschiedene Positionen und die Bewegungsgeschwindigkeit für automatisierte Bewegungsabläufe festlegen. Falls Ihr den Intervalometer eurer Kamera nutzt, könnt Ihr diese Einstellungen gleich halten. Das hilft euch tolle Zeitraffervideos aufzunehmen. Vor allem mit RAW Bildern ergibt es sehr gute Zeitraffer. Durch Motion Memory erinnert sich die App an eure letzte Einstellung, sodass Ihr dieselbe Bewegung nicht noch einmal einstellen müsst. Ich nutze dies auch gerne für motorisierte Schwenker, Neiger usw.

Zhiyun Crane Plus

Ich bin sehr zufrieden mit dem Zhiyun Crane Plus weil es das Aufnehmen von Videos auf unterschiedliche Weisen deutlich vereinfacht. Es macht euch zu einer „Ein-Mann-Crew“ und spart Zeit bei wichtigen Aufnahmen, da Ihr meist nur einen Versuch für wichtige Aufnahmen braucht.

 

Comica CVM-WM300 Lavelier Funkmikrofonset

Comica CVM-WM300 Funkmikrofon

Kommen wir zum Thema Audio und beginnen mit dem Comica CVM-WM300 Lavelier-Funkmikrofonset. Ich habe es in einer modifizierten Version, die freie EU-Frequenzen unterstützt und wahrscheinlich bald erhältlich sein wird. Die Version die jetzt online verkauft wird unterstützt 520 bis 578 mAh, die nur nach Anmeldung bei der Bundesnetzagentur genutzt werden dürfen. Im Inneren der Box ist, mal wieder, ein Koffer aus harten Kunststoff zum Transportieren. Genauso wie beim Crane Plus. In diesem Koffer sind zwei Transmitter, was super für Interviews und andere Szenarien ist und ein Receiver. Es kommt zudem mit zwei Kondensator-Lavelier-Mikrofonen mit einem Verschlussmechanismus, zwei microUSB-Kabel zum Laden, ein Mikrofon- und Kamera-Verbindungskabel, ein XLR-Kabel, ein Audiokabel zum Anschließen an eure Kamera oder euren Rekorder, drei Gürtelclips, drei Blitzschuh-Adapter und zweimal Windschutz zum Reduzieren von Windgeräuschen.

Die Transmitter und Receiver bestehen überwiegend aus Aluminium, sind sehr robust und klein, mit Antennen, die aus Gummi und Tasten, die aus Kunststoff bestehen. Sie kommen auch mit LED-Displays auf der Vorderseite, die euch helfen Akkulaufzeit, Ton und mehr überwachen und Viertelgewinde auf der Rückseite. Auf der Oberseite sind zwei Audioausgänge für eure Kamera und Kopfhörer. Receiver und Transmitter haben auch beide einen Infrarotsensor auf der Oberseite.

Das Einstellen ist super einfach. Setzt zuerst euren Kameraverstärker auf fast null, was wichtig bei jedem Mikrofon ist um die beste Qualität zu erhalten, da die meisten Kameras keine Guten Verstärker haben. Montiert den Receiver auf eure Kamera, schließt es an und schaltet es ein. Nehmt den Transmitter und schließt entweder das mitgelieferte Mikrofon oder ein Mikrofon eurer Wahl an und schaltet es ein. Wählt einen sauberen Kanal und synchronisiert beide mit dem Infrarot Sensor und es kann losgehen. Der zweite Transmitter lässt sich genauso einfach verbinden. Nach der Aufnahme müsst ihr das Ganze nochmal am PC normalisieren, um den besten Ton zu erhalten.

Comica CVM-WM300 Funkmikrofon

Der Ton ist klar und hört sich gut an. Es soll bis zu 120 Meter auf Sichtlinie funktionieren. Mit einer Wand oder anderen Hindernissen dazwischen, soll es auf bis zu 80 kommen. Ich persönlich kam auf ca. 100 und hatte keine Probleme. Bis 120 kommt man zwar irgenwie auch, aber sobald man sich umdreht und die Sichtlinie nicht vorhanden ist, bricht der Ton ab. Eine Demonstration dazu findet Ihr auch im Video, auch wenn nicht alles nach Plan gelaufen ist.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit diesem Mikrofonset von Comica. Der Sound ist gut, die Verarbeitung ist super und Akkulaufzeit mit 6-8 Stunden ist toll. Es kommt dazu mit zwei Receivern und viel Zubehör als Bonus, was man sonst nicht bekommt.

Shure SE215 Wireless – Bluetooth-Kopfhörer

Shure SE215 Wireless

Normalerweise schneide ich Videos oft an lauten Orten wenn ich auf Reisen bin und Kabel stören mich auch. Zum Musikhören und für Tonbearbeitung nutze ich die Shure SE215 als kabellose Bluetooth Kopfhörer. Den vollständigen Test dazu findet Ihr hier. Diese kommen mit einer Tragetasche und vielen Ohrstöpseln. Diese sind besonders, da sie zum Isolieren von Ton gemacht sind und isolieren auch wirklich gut. Ihr könnt zwischen Standard Silikon-Ohrstöpseln und Schaum-Ohrstöpseln wählen, die wie Ohropax funktionieren. Besonders mit letzterem hört man fast nichts von seiner Umgebung.

Interessant ist, dass diese Kopfhörer modular sind. Wenn also ein Ohrstück oder das Bluetooth-Kabel kaputt geht, müsst Ihr nicht alles neu kaufen. Ihr könnt sogar die nicht-kabellose Version kaufen, um es an eure Kamera oder andere Geräte anzuschließen.

Sie per Bluetooth zu verbinden ist super einfach und schnell. Latenzen sind nicht bemerkbar, sodass das Videos schneiden kein Problem ist. Der Ton ist wirklich gut und man kann sich nicht darüber beschweren. Der Bass ist überraschend stark, aber nicht zu sehr, und die Höhen und Tiefen sind auch sehr gut. Natürlich kommt es mit einem Mikrofon, was super zum Telefonieren ist und kann auch zum Aufnehmen von Videos verwendet werden. Der Akku hält ca. 7 Stunden.

 

Canon 35 mm f/2.8 IS STM Objektiv

Canon 35mm f2.8 IS STM

Wie Ihr vielleicht schon wisst, nutze ich die Canon EOS 80D, welche noch immer eine Kamera ist, die ich aus verschiedenen Gründen liebe. Das Objektiv, das ich nutze, ist das 18-135 mm Zoom Objektiv, was super für Events ist, weil man weiter weg sitzen kann und trotzdem wichtige Aufnahmen mitnehmen kann. In Hands-on-Bereichen kann man auch leicht B-Roll aufnehmen, während Leute ein Smartphone oder ähnliches Nutzen und man noch warten muss.

Seit kurzem nutze ich aber das Canon 35 mm F/2.8 IS STM Objektiv von Canon für Testvideos und mehr. Es ist ein Cropsensor, weshalb es perfekt auf die 80D passt.

Canon 35mm f2.8 IS STM

35 mm ist eine super Brennweite, denn es gibt euch schöne und natürlich wirkende Aufnahmen und es ist weit genug für Landschafts-Aufnahmen. Bei Gebäuden oder ähnlichem muss man trotzdem noch einiges an Platz nach hinten haben um sie Ganz aufnehmen zu können und zum Vloggen eignet sie sich nicht, außer wenn Ihr nur Mund, Nase und Augen Zeigen wollt. Zudem eignet es sich auch super für Makro-Aufnahmen, da man sehr nah an Objekte herangehen kann. Das erlaubt euch auch z.B. Produkte besser zu präsentieren und mit den zwei LEDs auf der Frontseite, sollte Licht bei Nahaufnahmen kein Problem sein. Das Licht erlaubt es euch bei Macro-Aufnahmen auch ohne Langzeitbelichtung aufzunehmen, weshalb auch kein Stativ nötig ist. Außerdem hilft die eine Blende von f/2.8 einen schönen Bokeh-Effekt zu erhalten und macht es zu einem guten Portrait-Objektiv.

Es kommt außerdem mit einem schnellen und leisen STM Motor, welcher super mit dem Dual Pixel Autofokus funktioniert. Optische Bildstabilisierung ist mit dabei, was vor allem bei Freihandaufnahmen hilft. Das hilft auch bei Fotos im low light. Abgesehen davon ist es gut gebaut, leicht und eine Sonnenlichtblende mit 49 mm Filtergewinde ist mit dabei. Beachtet aber, dass dadurch die LEDs abgedeckt werden.

Insgesamt liebe ich es. Die Bildqualität ist wirklich gut und scharf bei hoher Blende. Das einzige was auffällt ist, dass man mit f/2.8 ein sehr leichten Vignette-Effekt hat und auch eine leichte Verzerrung an den Seiten. Eine Sache auf die man natürlich verzichten muss ist das Zoomen, denn dafür muss man seine Beine nutzen und wegen dem weite Aufnahmewinkel muss man sehr Nah an kleine Objekte herangehen. Bilder von Insekten z.B. aufzunehmen sollte also nicht so leicht sein. Abgesehen von diesen Kleinigkeiten ist es ein super Primär- bzw. Immerdrauf-Objektiv und erfüllt alle meine Erwartungen.

K&F Concept – Variabler ND-Filter / Graufilter

K&F Concept ND Filter / Graufilter

Mit einem Objektiv mit hoher Blende wollt Ihr sicher auch bei der hohen Blende bleiben ohne Verschlusszeit und mehr zu ändern, um einen bestimmten Effekt zu erhalten oder auch den schönen Bokeh-Effekt beizubehalten. Bei Tageslicht kann es passieren, dass Bilder und Videos überbelichtet werden.

Das perfekte Zubehör dagegen ist ein Graufilter. Es ist im Grunde eine Sonnenbrille für eure Kamera, die euch hilft Langzeitbelichtungen und Zeitraffer aufzunehmen. Ich nutze eins von K&F Concept, das variabel ist, sodass ich wählen kann, wieviel ich filtern will. Dadurch kann man auch einen natürlichen Fade-In- oder Fade-Out-Effekt in Videos einbauen.

Es funktioniert super mit Videos, was auch der Grund für mich war es zu kaufen. Bei Fotos hat man einen leichten Weichzeichnungseffekt, welcher bei Videos aber nicht erkennbar ist, sodass das Bild auch scharf bleibt. Bei höheren Einstellungen kann es sein, dass ein X-Muster sichtbar wird, weshalb ihr beim Einstellen etwas aufpassen solltet. Im Video seht Ihr wahrscheinlich besser, wie der ND-Filter funktioniert.

Mophie Juice Pack – Akku-Cover / Case (Note8)

Mophie Juice Pack - Akku-Cover / Case (Note8)

Ihr wisst sicher bereits, dass ich derzeit das Samsung Galaxy Note 8 als täglichen Begleiter. nutze. Und auf langen Arbeitstagen, Events und Reisen muss ich immer sicher sein, dass mein Akku nicht leer geht, weshalb ich an diesen Tagen oft ein Akku-Cover mitnehme, welches in diesem Fall das Mophie Juice Pack ist.

Es ist leicht anzubringen und abzunehmen, und ja, euer Smartphone wird etwas dicker, aber dafür habt Ihr 2950 mAh mehr Akkukapazität, also fast das doppelte als sonst. Es wird über den USB-C Anschluss verbunden und wird durch einen längeren Tastendruck auf der Rückseite aktiviert, während die LEDs den aktuellen Akkustand anzeigen. Beim Laden per Kabel, prioritisiert das Akku-Case zuerst euer Smartphone und lädt sich selbst erst später auf.

Was ziemlich cool für diverse Flughäfen oder Hotels ist, ist dass es kabelloses Laden unterstützt und es ist egal ob euer Smartphone es selbst kann oder nicht. Das Note8 kann es natürlich von Haus aus, aber so müsst ihr nicht darauf verzichten. Andere Geräte, die es nicht unterstützen, könnt ihr so aber aufrüsten. Abgesehen davon ist das Gerät gut geschützt, die Tasten funktionieren ohne Probleme, alle Ports sind frei und es gibt Öffnungen für euren Lautsprecher. Insgesamt ist es nicht nur eine tolle Akkuerweiterung, sondern kommt auch mit coolen Extrafunktionen.

Rollei Compact Traveler No. 1 – Kompaktes Dreibeinstativ / Tripod

Rollei Compact Traveler No 1 Dreibeinstativ Tripod

Da ich viel für Events, Messen etc. herumreise, brauche ich ein Dreibeinstativ, was leicht und klein genug ist, um es den ganzen Tag mit mir herumzutragen. Das Rollei Compact Traveler No. 1. erfüllt meine Anforderungen besser als erwartet. Es besteht zum Großteil aus Aluminium und im gefalteten Zustand ist es nur 31.5 cm hoch mit 32 cm minimaler Höhe und 135 cm maximaler Höhe. Insgesamt wiegt es dabei 1170 g. Wenn man den Kugelkopf mit Schnellwechselplatte und drei Wasserwagen abnimmt, was ich gerne tue um andere Fluidköpfe aufzusetzen, die sich besser für Videos eigenen, wiegt es nur 922 g.

Die Traglast beträgt 5 kg, was genug für die meisten Setups ist, aber bei maximaler Höhe ist es natürlich etwas kopflastig, sodass Ihr bei starkem Wind oder an überfüllten Orten aufpassen solltet. Ihr könnt aber eure Tasche unten am Haken befestigen um etwas mehr Stabilität gegen Wind zu erhalten.

Der Verschlussmechanismus an den Beinen erlaubt leichtes und sicheres Aufstellen. Es ist sicher nicht die schnellste Methode, aber dennoch zuverlässig. Wenn ihr das Zentrum umdreht, könnt Ihr auch näher an den Boden kommen.

Im Inneren der Box befindet sich auch eine Tasche mit Schultergut und Werkzeuge, als gute Beigabe. Insgesamt ist es der perfekte Begleiter für Events und Messen und ich kann es definitiv empfehlen. Falls Ihr es aber noch leichter wollt mit mehr Traglast, gibt es auch eine Carbon Version.

 

K&F Concept – Kamera-Rucksack KF13.080:

K&F Concept Kamera-Rucksack KF13.080

Dieser Rucksack von K&F Concept ist super. Es ist preislich gut und sieht ziemlich gut aus, was die meisten Kamerarucksäcke leider nicht tun und ist dazu noch sehr praktisch in der Nutzung. Es ist z.B. Wasserabweisend, sodass man sich keine Sorgen machen muss, dass das eigene Equipment Nass wird. Falls doch einige Tropfen Ihren Weg hineinfinden sollten, ist im Inneren noch eine weitere Nylon-Schicht zum Schutz. Abgesehen von dem sehr nützlichen Stativhalter und den Air Mesh pads für den Rücken im Äußeren, gibt es noch viel Platz im Inneren.

Ein Notebook-Fach für 14 Zoll Laptops, zwei große Fächer oben und unten, dessen Trennwand sich abnehmen lässt, eine seitliche und vordere Tasche für kleinere Sachen wie SD-Karten, Batterien, Ladekabel und mehr und eine seitliche Öffnung zum schnellen herausnehmen des Kameraeinsatzes. Hier lassen sich Kamera, Objektive und mehr Platzieren.

Schön ist auch, dass ein Kamera-Pflegeset als Zubehör mit dabei ist. Diese Tasche bietet guten Schutz und kann nicht nur als Kameratasche, sondern auch als normale Reisetasche verwendet werden, wenn man die Trennwände abnimmt, sodass es ein schönes zwei in eins ist.

Das war mein Blogging und Youtube – Kamera Equipment Teil 2 und ich hoffe es war etwas Interessantes für euch mit dabei. Weiter unten findet Ihr den ursprünglichen Artikel mit dem ersten Teil.

 

Ursprünglicher Artikel vom 31. Juli 2017:

Canon EOS 80D – APS-C DSLR Kamera:

Als Kamera meiner Blogging-Ausrüstung nutze ich die Canon EOS 80D (mit Kitobjektiv). Die 80D gefällt mir besonders gut, weil man mit ihr nicht nur tolle Videos aufnehmen kann, sondern auch professionelle Bilder. Für Blogging und Youtube-Videos ist beides wichtig. Viele Kameras können nur das eine gut, aber schwächeln in der anderen Disziplin. Hier liefert Canon ein starkes Gesamtpaket, wenn man nicht unbedingt 4K-Aufnahmen benötigt, sondern auch mit 1080p mit bis zu 60 FPS zufrieden ist.

Die Canon 80D keine “einfache” Systemkamera wie z.B. eine GH4 oder Sony a6300, sondern ist mit einem eingebauten Spiegel gleichzeitig auch eine DSLR (nein nicht abwertend gemeint, aber das sollte eigentlich klar sein). Dieser lässt sich auf Wunsch für Fotos hoch oder runterklappen. Bei dem Sensor handelt es sich um einen CMOS-Sensor mit 24 Megapixel. Es setzt auf die Dual Pixel CMOS-AF-Technologie, welche mit der 70D eingeführt wurde. Dabei werden doppelt so viele Photodioden wie Bildpunkte eingesetzt. Das ermöglicht einen super schnellen kontinuierlichen Autofokus im Foto- sowie Videomodus, der die meisten Kameras alt aussehen lässt.

Vor allem im Außeneinsatz ist das sehr wichtig, da man nicht immer die Zeit hat den Fokus manuell einzustellen. Gerade bei Serienaufnahmen mit 7 Bildern pro Sekunde oder Videos mit sich bewegenden Objekten oder Personen ist ein derart schneller Fokus unverzichtbar. Dadurch wirkt der automatische Fokus in Videos auch sehr subtil und ist kaum sichtbar. Im Video zu diesem Artikel demonstriere ich das auch kurz.

Auch im Liveview-Modus, wo der Liveview-Autofokus bei vielen DSLRs oft über einer Sekunde beträgt, stellt die 80D in nur 0,11 Sekunden das Bild scharf. Da ich es gerne einfach habe, erleichtert das meine Arbeit ungemein. Auch für Familien, die gerne spielende Kinder aufnehmen oder für Sportfotografie ist die 80D eine gute Wahl.

Canon Eos 80D

Das ganze funktioniert auch super mit der Gesichtserkennung: Personen werden nicht nur von vorne, sondern auch von der Seite oder von Hinten erkannt. So muss man sich nicht sorgen, dass plötzlich auf etwas anderes fokussiert wird. Vlogger dürften deshalb auch ihren Spaß damit haben. Vor allem, weil sich das LCD-Display drehen und schwenken lässt. Dabei handelt es sich auch um einen Touchscreen, der die Bedienung sehr erleichtert. Für das Navigieren durch die Menüs oder zum Zoomen muss man nicht unnötig lange an Reglern und Knöpfen rumfummeln.

Auch das Fokussieren wird einem dadurch einfacher gemacht. Schön ist auch, dass ich meine aktuellen Kameraeinstellungen dank der beleuchteten Monochromen Kontroll-LCD auf der Oberseite immer im Überblick habe. Zudem sehe ich direkt, wie viel Platz ich auf meiner Speicherkarte noch habe.

Interessant ist bei der 80D auch, dass man hier mit dem ISO-Wert auf bis zu 25.600 gehen kann. Das wird man aber wahrscheinlich gar nicht, bzw. in den seltensten Fällen jemals einstellen. Ich selbst gehe normalerweise auf maximal 6400, wonach das Rauschen langsam erkennbarer wird. In dem meisten Fällen bleibt man, vor allem bei Videos im Bereich zwischen 100 und 800, was unproblematisch ist, da bis 1600 gar kein Rauschen eintritt und das Bild auch bis 3200 kaum an Qualität verliert. Auch erreicht man tolle Belichtungszeiten von 30s bis 1/8000s. So lassen sich gut Videos und Bilder bei guten sowie schlechten Lichtverhältnissen aufnehmen. Dabei sind diese qualitativ wirklich toll und da ich gerne mit einem neutralen Profil aufnehme oder Bilder im RAW Format aufnehme, kann man das ganze dann natürlich super nachbearbeiten, wenn man will. Alternative Profile und Filter gibt es aber auch. Das wichtigste bei Canon und der Grund, warum es so beliebt bei mir und vielen Anderen ist, sind auch generell die Farben, da Canon-Sensoren da wirklich gute Arbeit leisten ohne dass man später aufwendige Farbkorrekturen durchführen muss.

Canon EOS 80D Foto

Ansonsten hat man hier noch eine Blitzschuh, wo ich mein Mikrofon angedocken und am Audioeingang angeschließen kann. Über einen zusätzlichen Kopfhörerausgang kann man den Ton dann überwachen. Außerdem lässt sich eine SD-Karte mit bis zu 256 GB einsetzen.

Der Akku ist 1865 mAh stark und hat eine ziemlich gute Akkulaufzeit. Als ich das verlinkte Video aufgenommen habe, hatte ich nach 2 Stunden Videomaterial und vielen Fotos immer noch 50% übrig. Ein Blitz ist auch integriert und lässt sich einfach durch einen Knopfdruck ausfahren. NFC und WLAN sind natürlich auch mit dabei und erleichtern hier die Datenübertragung oder ermöglichen es auch die 80D per App zu steuern. Als weitere Anschlüsse hat man noch einen microUSB- und einen HDMI-Anschluss.

Und bevor ich es vergesse: Es super verarbeitet und das Handling toll. Insgesamt bin ich mehr als zufrieden damit. Für den Einstieg in Video und Foto und auch für Profis  ist es eine tolle Kamera.

Hier sind noch einige Richtwerte zum Einstellen für Videos (lässt sich auf jede Kamera anwenden):

FPS – Verschlusszeit:
30 – 1/60,
60 – 1/125 (Oft nutze ich diese Einstellung)
Der Nenner ist hier immer das doppelte der FPS. Man kann hier aber je nach Situation und Lichtverhältnissen variieren.

ISO Wert:
Draußen ca. 100-200
Drinnen ca. 800
Bei hohen ISO Werten hat man mit Vielfachen von 160 am wenigsten Rauschen, da es sich dabei um die nativen ISO-Werte handelt. Zu hoch sollte man aber nicht gehen und stattdessen lieber Verschlusszeit oder Blende anpassen.

Sound:
Verstärker auf den kleinsten Wert setzen, der nicht 0 ist und den Ton nachträglich normalisieren für den besten Ton.

 

Canon EF-S 18-135mm F3.5-5.6 IS USM

Bei dem Objektiv handelt es sich um ein Kit-Objektiv von Canon, welches man entweder im Bundle (günstiger) oder einzeln dazukaufen kann. Die meisten Kit-Objektive sind oft nur zweckmäßig gut und man sagt auch oft: Eine Kamera ist so gut wie das angeschlossene Objektiv. In dem Fall habe ich mich aber bewusst für das Kitobjektiv entschieden. Nicht nur weil es günstiger ist, sondern auch ein echt guter Allrounder für Fotos und Videos mit einer tollen Verarbeitung. Dieser arbeitet mit einem Nano-USM-Fokusmotor und ist dazu auch fast Geräuschlos und super schnell. Auch hier gilt, wenn man einen schnellen Fokus braucht, hat man hier einen klaren Vorteil gegenüber anderen Alternativen, denn das Objektiv ist wirklich gut auf die zusammenarbeit mit der 80D optimiert.

Die Abbildungsqualität wird trotz einer relativ großen Brennweite kaum beeinträchtigt. Wie bei den meisten Kit-Objektiven ist die Blende mit f/3.5-5.6 relativ groß und auch nicht fixiert, weshalb sich beim Zoomen die Blende ändert. Wer das vermeiden will, muss mit dem Preis etwas höher gehen. Ich komme aber gut damit zurecht. Dafür kann man nämlich bis zu 7,5-fach zoomen und der optische Bildstabilisator ist wirklich klasse, sodass ich mir weder bei Videos mit Freihandaufnahmen, bei improvisierten Kamerafahrten oder bei Fotos Sorgen machen muss. Wer will, kann sich auch für bessere Zoom-Fahrten einen passenden Zoom-Motor von Canon kaufen.

Sonnenblende und Filter

Als Kamera-Zubehör nutze ich mehrere Dinge. Der UV-Filter von Walimex filtert eigentlich nichts, aber er ist farbneutral und beeinträchtigt vor allem bei Videos nicht die Bildqualität, sodass ich es als Schutz für mein Objektiv nutze. Mittlerweile hat der Begriff Polfilter nämlich seine Bedeutung verloren und hat den Ruf im günstigen Segment nur ein Objektivschutz zu sein. Das hat mir in einigen Situationen auch geholfen, weshalb mein Objektiv auch unversehrt ist. Auch bei Fotos ist der Qualitätsunterschied kaum bemerkbar. Der eine oder andere wird mir in den Kommentaren mit Sicherheit widersprechen und mich fragen, wie man so etwas “billiges” kaufen kann und dass ich keine Ahnung hätte, was beim Thema Filter oft vorkommt (weil man für jeden einzelnen Filter immer “mehr als 100 Euro” ausgeben muss), aber ich habe es gekauft, es sitzt immer auf dem Objektiv und ich nehme es nie ab. Wie es am Ende aussieht, seht Ihr ja in Produktfotos oder Videos. Wer meint, jeder bräuchte echte Fotostudioqualität (nein, lasst euch nichts einreden) würde auch erstmal in eine 5D Mark IV oder ähnliches investieren statt in eine 80D. (Edit: Eine Person in den Kommentaren hat es tatsächlich angesprochen und seinem letzen Post auf dieser Seite selbst auch nachträglich 10 Likes mit (sehr offensichtlichen) fake-Accounts verpasst. Quod erat demonstrandum).

Walixmex UV-Filter

Nützlicher hingegen ist der zirkulare Polarisationsfilter von Amazon Basics, denn den Effekt den man damit erzielen kann, schafft man mit keinem Bearbeitungsprogramm. Durch das Drehen an dem Filter kann man Spiegelungen zum Großteil entfernen und Oberflächen matter wirken lassen. Das ist z.B. gut für Gebäude-Fotographie, weil diese natürlich oft mit vielen Fenstern ausgestattet sind.

AmazonBasics Polarisationsfilter

Die Sonnenblende von Profox hilft dabei, trotz Gegenlicht aus verschiedenen Richtungen ein gutes Bild zu erhalten, da sie verhindert, dass das Licht direkt auf die Linse trifft. Dieses lasse ich immer auf der Kamera.

Profox Sonnenblende

Die Weißabgleichkarten von Kaavie verwende ich vor den meisten Aufnahmen. Damit kann man sicherstellen, dass die Qualität und die Farben des Videos immer richtig sind. Dazu nutzt man vor allem die graue Karte. Diese gefallen mir sehr gut, weil ich sie wegen Ihres Hosentaschenformats immer mitnehmen kann. Wenn ihr nicht viel nachbearbeiten wollt, sind Weißabgleichkarten eure besten Freunde.

Kaavie Weißabgleichkarten

Ersatz-Akkus dürfen unterwegs auch nicht fehlen. Da ein Original-Akku mit 65 Euro nicht sehr günstig ist, nutze ich die Baxxtar-Akkus von Bundlestar, weil ich diese auch schon bei meiner alten Sony genutzt hatte. Im Bundle kam es mit 2 Akkus und einem Ladegerät für fast denselben Preis. Günstige Akkus haben sie für sehr viele gängige Kameras in verschiedenen Bundles oder auch einzeln. Dabei halten die Akkus genauso lange wie das Original und sind gut verarbeitet.

Shure VP83 Lenshopper Richtmikrofon

Kleiner Nachtrag: In aktuelleren Videos ist der Sound etwas repräsentativer, da ich in dem Video hierzu bei den Einstellungen eine Kleinigkeit vergessen hatte.

Das Shure VP83 Lenshopper-Mikrofon ist eine super Alternative für das Rode Videomic Pro, denn qualitativ gefällt mir der Sound nochmal besser. Es wird auch von Internet-Berühmtheiten wie Casey Neistat benutzt. Ich persönlich mag es auch sehr, weil ich den Sound kaum nachbearbeiten muss und ich auch nichts nachsynchronisieren muss. Sehr schön ist es für Situationen, wo man mehr als nur die eigene Stimme aufnehmen will.

Shure VP83 Lenshopper

Das Mikrofon ist sehr schön verarbeitet und kommt mit einem Popschutz und ist stoßgededämpft. Der Blitzschuh-Adapter passt ohne Probleme in den Blitzschuh jeder Kamera und per 3,5 mm großen Klinkenstecker lässt es sich einfach anstecken. Um es in Betrieb zu nehmen, benötigt man eine AA-Batterie und kann damit auch die Vorverstärkerfunktion nutzen. Möglich sind hier +20, 0 und -10 DB. Ein Low-Cut-Filter hilft bei der Reduktion tieffrequenter Störgeräusche. Wenn Ihr draußen arbeiten wollt, kann ich als Extra den Fell-Windschutz von Rycote sehr empfehlen. Dieser lässt sich leicht anbringen und schützt vor Windgeräuschen.

Laveliermikrofon: Rode SmartLav+ Laveliermikrofon

Das Rode SmartLav+ is wahrscheinlich eines meiner Lieblings-Gadgets. Früher hatte ich damit meine alten Videos eingesprochen. Jetzt nutze ich es nur für Außeneinsätze, da ich mich weiter von der Kamera entfernen kann und auch in lauten Umgebungen nur meine Stimme aufgenommen wird. Damit ist es auch perfekt in sehr lauten Umgebungen wie Messen oder Hands-On-Bereichen. Auf dem Matebook-Event hatte ich es kurz Nicole geliehen und auch sie war begeistert, denn es war extrem laut in der Halle (Video).

Rode Smartlav+

Normalerweise ist es für Smartphones gedacht, wobei die Qualität von Smartphone zu Smartphone doch relativ stark variiert – schließlich sind die Soundchips nicht immer gleich gut. Mit iPhones oder Samsung-Smartphones habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Man kann es aber auch an eine Kamera oder einen Rekorder anschließen, wo die Soundqualität dann oft deutlich besser ist. Dafür braucht man aber einen TRRS-zu-TRS-Adapter, sonst funktioniert es nicht. Zum Aufnehmen kann man entweder die eigene App von Rode (iOS) oder eine alternative App wie RecForge Pro (Android) nutzen, wenn man auch gerne einige Dinge per Hand einstellen will.

Mikrofon: Zoom H1 Rekorder

Eine weitere kabellose Lösung ist der Zoom H1 Rekorder mit extra Popschutz. Dieses eignet sich besonders gut für Interviews oder wenn man ein außenreporterartiges Video drehen will, z.B. auf einer Messe. Beim Honor 9-Launch habe ich z.B. damit das Interview für einen Artikel aufgenommen, der demnächst noch erscheint. Manchmal nutze ich es aber auch einfach nur um seriöser zu wirken, so witzig das auch klingt.

Zoom H1 Audiorekorder

Schön ist auch, dass man nicht extra jemanden braucht, der an der Kamera sitzt und den Ton überwacht, sondern kann das Ganze auch selbst übernehmen. Beispielsweise kann man die Empfindlichkeit einstellen oder den Low-Cut-Filter einschalten. Mit einem Kopfhörer lässt sich über die 3,5-mm-Klinkenbuchse live mithören. Wer ein externes Mikrofon anschließen will, kann dies aber auch tun.

Über den USB-Anschluss kann man es auch als ein Audio-Interface nutzen, wenn man es an den PC oder sonstige Hardware anschließt. Mit einer AA-Batterie kann man dabei bis zu 10 Stunden aufnehmen, oder bis die eingesteckte microSD-Karte voll ist. Den Ton kann man am Ende schön auf den PC übertragen, bearbeiten und mit dem Video synchronisieren

Manfrotto MHXPRO-3W 3-Wege-Neiger

Als Stativkopf nutze ich den Manfrotto MHXPRO-3W 3-Wege-Neiger. Er gefällt mir deshalb sehr gut, weil er sehr kompakt ist und man die Hebel auch zum besseren Transport einfahren kann. Wenn sie ausgefahren sind, sind sie zwar nicht sehr lang, aber noch lang genug für kontrollierte Kamerafahrten. Durch das Drehen an den Hebeln und anderen Verschlüssen lässt sich der Kopf entweder in einer bestimmten Position festmachen oder auch die Reibung festlegen, sodass Kamerafahrten um die eigene Achse deutlich einfacher werden. Ein wenig Feingefühl muss man aber dennoch mitbringen. Der Gummibandtrick, wie bei längeren Hebeln, funktioniert hier nicht.

Im Vergleich zu anderen Neigern hat man hier drei Wege, wie der Name bereits vermuten lässt. Das ist vor allem deshalb sehr gut, weil man sich jeder Art von Oberfläche gut anpassen kann und niemals mit einer schräg stehenden Kamera arbeiten muss, außer man will es. Dabei helfen auch die eingebauten Wasserwagen. Mit der Schnellwechselschiene, die im Lieferumfang mit dabei ist, lässt sich die Kamera schnell und einfach an- und ausdocken.

Stative/Tripods

Als Stativ nutze ich ein Q777 Stativ von QZSD, das es anscheinend mehrfach unter unterschiedlichen Herstellernamen gibt.

Das tolle an diesem Dreibeinstativ ist, dass es nicht nur einfach höhenverstellbar und mit 1,58 Meter relativ hoch ist, sondern auch sehr flexibel genutzt werden kann. Mit einfachen Handgriffen kann man es schnell zu einem Mono-Pod umbauen oder die Hauptachse so drehen, dass die Kamera kopfüber steht. Dabei steht es relativ stabil und lässt sich ziemlich klein machen, weshalb man es gut transportieren kann. Neben einer nicht wirklich stylischen Tasche zum Transport ist auch eine separate Tasche für den Kugelkopf dabei.

Der Kugelkopf ist ganz nett, wenn man nur Fotos machen will, aber ich habe ihn nie benutzt, da mir der Manfrotto-Kopf einfach mehr Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Wenn ich mal etwas kleineres brauche, nutze ich ein mini Dreibein-Stativ von igadgitz. Dieser ist recht kompakt, steht stabil und mit dem eingebauten Kugelkopf lässt sich die Neigung der Kamera gut einstellen. Es ist zudem so gebaut, dass man es von der Ergonomie her als Pistolengriff nutzen kann. So lässt sich die Kameraführung leichter stabilisieren. Auch für das Vloggen hat man so einen guten Griff. Dieses Stativ hat mich auch 30 Tage durch China begleitet und dabei nicht enttäuscht.

Das waren die wichtigsten Dinge die ich immer dabei habe. Wenn Ihr das Ganze einmal in Aktion sehen wollt, könnt Ihr gerne auf dem Youtube-Kanal vorbeischauen. Falls Ihr Fragen habt, beantworte ich diese gerne in den Kommentaren.