Yasmina Banaszczuk, Wizorek, Leopold und die Hetzjagd der “Femtrolle”

Der Original Artikel „Yasmina Banaszczuk und die Hetzjagd der “Femtrolle”“ befindet sich in der unteren Haelfte: Was nun folgt ist ein Update, aufgrund der Ereignisse der letzten beiden Tage.

Ein kleines Update vom 31. Januar 2016, welches vielleicht auch ein wenig Licht ins Dunkle bringt, wie ich mich gegenueber Yasmina in der Zeit nach diesem Artikel verhalten habe. Nicht nur bin ich den Forderungen nachgekommen ihr Bild zu verpixeln, ich habe ihr auch erneut angeboten, mich in einer oeffentlichen Diskussion ihr und Anhang zu stellen. Wieso auch nicht? Ich stehe voll und ganz hinter meinen Statements:

Yasmina 2

Yasmina 1

Aber du hast doch gesagt du veroeffentlichst diese Messages nicht. Wieso machst du das denn nun doch?

Yasmina faehrt gerade auf Twitter wieder richtig auf, weil ich ihr angeblich unberechtigte Vorwuerfe gegenueber einem Artikel vorgeworfen habe. Nun wird das komplette Programm durchgezogen: Ich hetze 30k Follower auf sie, stelle ihr nach und wuerde sie praktisch stalken. Nun, so sieht das bei mir aus:

und

Inzwischen geht es soweit, dass in einem Anfall voelliger geistiger Umnachtung die ersten ihres Femtroll Mobs fordern, Twitter moechte doch bitte mein Konto „entverifizieren“:

Yasmina 4

Das kann man sich alles gar nicht mehr ausdenken. Aber es passiert. Taeglich! Jeden Tag wird dieser Mob von der Kette gelassen, tweeted, kommentiert und blockt all das weg, was nicht ins eigene, radikalisierte Weltbild passt. Der Gipfel der Absurditaet ist dann noch, wenn mir vorgeworfen wird, ich wuerde mich aufgrund finanzieller Interessen positionieren:

Yasmina 4

Ja ne, is klar. Miss Banaszczuk, was du und deine Entourage taeglich abziehen, das nimmt psychotische Zuege an. Nicht ich ziehe in einer Tour auf meinem Blog die Victim-Nummer durch und verweise immer und immer wieder auf „diesen Techblogger“. Ich hab fuer so einen Quatsch weder Zeit, noch ist dies fuer mich eine Aufgabe, die mir in irgendeiner Weise erfuellende Momente beschert. Da unterscheiden wir uns fundamental voneinander und das ist auch gut so.

Es gibt aber noch einen gewaltigen Unterschied. Im Gegensatz zu anderen, die du und dein Mob aus dem Netz ballern wollt, mache ich den Mund auf, zeichne praezise die Entwicklungen nach und lasse mich von euch nicht einschuechtern. Toleranz und Meinungsfreiheit, das ist keine Einbahnstrasse. Ebenso helfen dir, Wizorek, Schramm und Leopold, die gebetsmuehlenartig wiederholten Luegen nicht weiter. Zumindest nicht ausserhalb eurer Blase, in der ihr euch gegenseitig auf die Schultern der vermeintlichen Deutungshoheit der Gleichberechtigung klopfen koennt.

Ihr zerstoert mit eurer taeglichen Hetze all das, wofuer fuer mich ein moderner Feminismus steht. Und der definiert Gleichberechtigung als ein Gut, welches fuer alle Geschlechter, Religionen und Ausrichtungen gilt. Wohin das u.a. fuehren kann, das zeigt das erschreckende Beispiel des kanadischen Kuenstlers Gregory Alan Elliott, der bis ins Gefaengnis gemobbt wurde. Eine Liste der verschiedenen Artikel zu dem Fall zeigt u.a. auch, welche Medien hier den Ton angeben. Allen voran die Katzenfoto- und Toplisten-Akrobaten von Buzzfeed. Moment, Buzzfeed? Da war doch was? Richtig, die Ex-Deutschland Chefin Juliane Leopold wurde auch waehrend des kleinen #fappygate Shitstoermchen nicht muede, unreflektierte Luegen ueber mich zu verbreiten.

Juliane Leopold

Genau diese Methoden haben das Leben von Gregory Alan Elliott zerstoert und sind ein fester Bestandteil der Buzzfeed Ideologie! Menschen moeglichst so zu diskreditieren, dass das professionelle Umfeld Konsequenzen zieht. Weiteres Beispiel gefaelligst? Nun, auch Anne Wizorek, also die Frau, die Teil der #aufschrei Kampagne war, in den sozialen Medien zu Bewertungsbetrug aufrief um die Verkaufszahlen ihres Buches hochzutreiben (ich habs uebrigens gelesen. Meine entsprechende Kritik findet sich >>hier<<) bedient sich dieser Strategie und forderte vehement, dass die re:publica Organisatoren von mir keine Panels mehr annehmen:

Anne Wizorek

So laeuft es ab im dt. Netzfemismus. Denunzieren, zerstoeren, kaputtmachen. Ohne Reue und das taeglich!

Solche Attacken sollen die Betreffenden zum Schweigen bringen. Ziel ist, sie mit so viel Hass zu überschütten, dass sie es am Ende bereuen, sich öffentlich geäußert zu haben. – Anne Wizorek aus „Weil ein Aufschrei nicht reicht“

Feminismus ist wichtig und man darf nicht wegsehen, wenn Frauen, warum auch immer, benachteiligt werden. Das hat in einer modernen und weltofffenen Gesellschaft nichts, aber auch gar nichts zu suchen.

Wenn dies aber zu einer Hexenjagd verkommt, dann verpuffen die Aktivitaeten und Lebensleistungen derjenigen, die taeglich fuer genau das einstanden bzw. auch heute noch einstehen. Dann werden auch andere Extremisten angelockt, denen man (und vor allen Dingen auch ich) keine Plattform bieten moechte.

Genau dafuer habe ich keinen Platz. Weder auf meinem Blog, noch in meinem Leben und genau deshalb werde ich mich auch in Zukunft nach bestem Wissen und Gewissen gegen diese Blase voller Hetzer und Trolle positionieren. Eure Ideologie, eure Radikalitaet darf und wird sich nicht durchsetzen.

Nein, ich bin kein Opfer dieser Szene. Ich habe den Mund aufgemacht und musste damit rechnen. Aber vor allen Dingen bin ich eines nicht: Taeter!

P.S. Yasmina, in den Kommentaren meldet sich u.a. auch Gronkh zu Wort. Er war Teil deiner Praesentation, die du zum Anlass fuer deinen digitalen Pranger nahmst, den du fuer den Kollegen Andreas Rickmann installiert hattest. Ein weiterer Beweis dafuer, mit welchen Unwahrheiten du deine Hetze versuchtest zu legitimieren. Mahlzeit!

Original Artikel

Yasmina Banaszczuk und die Hetzjagd der “Femtrolle”

Wenn Anne Wizoreks wichtige #Aufschrei Kampagne konterkariert wird und radikale Feministinnen wie Yasmina Banaszczuk ihre “Femtrolle” aufhetzen und von der Leine lassen, ist es Zeit Stellung zu beziehen.

Hach, was ein Abend voller Popcorn, Beschimpfungen, menschlichen Abgruenden und Drohungen. Um es auf den Punkt zu bringen, der gestrige Sturm im Schnappsglass von Klein-Twitterdorf war eine herrliche Gesellschaftsstudie die vor allen Dingen zeigt in welch seltsamen Universen Teile der Deutschen Feministinnen unterwegs sind.

Aber der Reihe nach…

Es fing alles recht harmlos mit einem Artikel von Andreas Rickmann an, der das vermeintliche Parallel-Universum Youtube in den Mittelpunkt seiner Recherche gestellt hat. Seine Abhandlung ueber die aktuellen Zahlen diverser Youtuber (die natuerlich auch alle anderen Netzwerke “bespielen”) kam seit dem letzten Samstag recht gut in der Deutschen Social Media Szene an und sammelte immerhin ueber 4k Facebook-Likes und fast 600 Tweets ein.

Wir brauchen uns nicht lange mit dem Thema aufhalten. Jeder der in den letzten Jahren Youtube verfolgt hat weiss, dass dort eine mediale Subkultur entstanden ist deren Dynamik in den kommenden Jahren zu einem fundamentalen Problem fuer das klassische, lineare Fernsehen wird.

Andreas hat diese Entwicklung in meinen Augen hervorragend zusammengefasst und vor allen Dingen damit einigen Medienschaffenden den Spiegel vorgehalten.

Dass dies wiederum dann Yasmina Banaszczuk auf den Plan rief schiebe ich mal auf erhoehten Kaffee-Konsum, den sie ja bereits in ihrem Twitter-Profil eingesteht.

dingens 1

Yasmina fuehlte sich ein wenig auf den Schlipps getreten, denn genau diese Passage sollte aus einem ihrer Vortraege stammen.

Da ich mich ungern von Profilfotos in die Irre leiten lasse habe ich noch einmal die Daten in ihrem Blog gegengecheckt und kann, sollten die eigenen Angaben denn stimmen, bestaetigen, dass sie wohl eher eine Kollegin waere und dazu auch noch 5 Jahre aelter ist (Disclaimer, ich kenne “Frau Dingens” nicht, insbesondere nicht innerhalb der Youtube
Szene und muss mich somit selbstverstaendlich auf ihre Ausfuehrungen verlassen).

Yasmina fuehlt sich also ob ihrer Recherchen und Analysen beraubt und das auch oich 1:1, was sie dann gleich noch mit einer Passage eines Vortrags unterstreichen moechte:

>> Hier geht es zum Video <<

Ich habe nun einmal beide Aussagen miteinander verglichen:

Yasmina Banaszczuk: Gronkh ist heute uebrigens in der LANXESS arena, das ist so wie ne O2-Arena zum Vergleich und da ist nen Youtube Treffen. Der hat kreischende 14-jaehrige Fangirls. Das ist ne ganz andere Generation. Da… ich mein ich kannte den bis vor 2 Wochen irgendwie auch nicht wirklich.
Aber da wir alle den nicht kennen, sollten wir uns (unverstaendlich), sollten wir uns alle vielleicht auch mal fragen, aeh, wie nah wir an der Lebenswirklichkeit von manchen Leuten noch dran sind.

und die vermeintliche Kopie:

Andreas Rickmann: 2013 war ein Kollege, damals 25, auf dem Youtube-Treffen in der Kölnarena. Die Halle war ausverkauft. Es war nicht die Welt eines 25-Jährigen: Mein Kollege kannte keinen der Akteure. Nun sah er, wie Tausende junge Menschen Stars anhimmelten, von denen er vorher noch nie gehört hatte. Eine skurrile Situation, die zeigt, in welchen Parallelwelten wir längst leben.

Mal davon abgesehen, dass Yasmina sich mit ihrer Aussage zu Gronkh fuer weitere “Experten-Meinungen” zum Thema Youtube aber sowas von disqualifiziert hat, so haben diese beiden Statements so viel miteinander zu tun wie Schalke und Dortmund. Spielen halt beide Fussball.

Nein liebe Yasmina, du warst nicht dieser Kollege. Du bist viel aelter, ein Maedel und warst vor allen Dingen offenbar nicht auf dem Youtuber Treffen. Warum? Weil du bis wenige Tage vor diesem Event noch nicht einmal wusstest wer die Hauptakteure sind. Wenigstens hast du die Eier die Courage dich oeffentlich als allwissende Youtube-Expertin hinzustellen, das auch noch aufnehmen zu lassen, um dich final auf der von dir zitierten Plattform der Laecherlichkeit preiszugeben. Respekt!

Ihre anschliessende Schimpftirade gegenueber Andreas Rickmann wollte ich dann mit einem kleinen, lockeren Tweet entkrampfen:

Sascha Start

Der nun folgende Dialog fand bereits via Screenshot den Weg auf mein NAS und wird dort fuer die Nachwelt erhalten bleiben.

Yasmina Banaszczuk 2

Nein, Yasmina ich wusste nicht wer du bist aber wer so auf die Kacke haut, der darf auch gerne mal ein wenig gefoppt werden, oder? Nachdem ich deinen oben verlinkten Vortrag komplett konsumiert habe wusste ich aber zumindest, dass du gerne ueber Dinge schwafelst, die dich mal im Vorbeigehen tangiert haben.

Uebrigens, ich muss zu meiner Schande eingestehen dass ich nicht promoviert habe. Bitte sei nicht boese, dass ich dir meinen Bildungsgrad nicht direkt via Twitter vor die Ruebe geschossen habe… diese Schwanzvergleich Nummer Yasmina. Sind wir da nicht zu alt fuer?

Tja und dann kam der verhaengnisvolle #fappygate Tweet und meine finale Antwort dazu:

Yasmina Banaszczuk 3

Ich lass mir diesbezueglich nichts aber auch gar nichts unterstellen. Ich habe keinen obskuren Fetisch der sich auf die Kombination aus Kampf-Feministin und den Auesserlichkeiten von Frau Dingens bezieht. Da regt sich mal sowas von gar nichts und ich glaube das sind auch die wichtigen Details, an denen sich Zeitgenossen wie Yasmina aufgeilen.

Ich beziehe mich rein ironisch auf die Stimulation durch den viel zu kurzen Twitter-Battle und genau das hat Yasmina ja auch eingehend vermutet, oder?

all hell breaks loose

Und so oeffnete ich die Tore zur “Femtroll-Hoelle”, denn nicht nur kam ich in den Genuss einens wunderbaren Spindoctor-Tweet von Miss Banaszuk herself:

 und schliesslich zog ich sogar die Aufmerksamkeit der #Aufschrei Macherin Anne Wizorek auf mich und das offenbar nur, weil ich so frech war ihren Hashtag zu benutzen um meinen Tweet mal in den richtigen Kontext zu packen:

Nicht nur versuchte Frau Dingens auf wunderbare Weise (Was soll eigentlich diese “Techblogger”, >20k Follower Nummer Yasmina?) nun eine #aufschrei und Sexismus-Debatte zu starten, sie erhielt durch ihre ebenso betonkopfartige Community auch noch das entsprechende Feedback.

Da haben wir zum einen den pseudointellektuellen Fluegel der Berliner Bloggerblase, der sich dann gerne als Beschuetzer aller Unterdrueckten positioniert:

Berliner Bloggerblase

Fernab der Tatsache dass ich irgendwie das Gefuehl habe die sehen alle gleich aus, tritt final immer irgendwann ein Minderwertigkeitskomplex zu Tage. Kann ich wunderbar mit leben und motiviert mich auch hier und da.

Richtig heftig sind aber die Hardcore-Femtrolle und deren Anfuehrer duerfte wohl Daniel Doublevé sein, der mit seinen Tweets dann mal so richtig den Vogel abgeschossen hat:

Daniel

und dann auch gleich zusammen mit seinem Spezi Thomas Blank die nonverbale Keule rausholt:

Daniel Doublevé

Einmal in Fahrt gekommen zeigten sich dann bei Thomas Blank durchaus, na sagen wir mal fundamentale Stoerungen zwischen den Ohren und er fuhr sich dann ein wenig in seinem Monolog fest:

Thomas Blank Twitter

Was bitteschoen sind das fuer Kunden? Woher kommen die und vor allen Dingen wo wollen die hin?

Liebe Yasmina Banaszczuk, ich halte dir in gewisser Weise zugute, dass du offenbardurch einen Stalker traumatisiert wurdest. Das ist nicht nur aetzend, sondern das geht ueberhaupt gar nicht. Trotz dem ganzen Schwachsinn den du mir hast zukommen lassen, tut mir das leid fuer dich.

Was aber gar nicht geht ist die Art und Weise wie du hier ein Fass gegenueber Andreas Rickmann aufmachst, behauptest er haette dreist kopiert und ihn an einen oeffentlichen Pranger nagelst.

Wer, der wenigstens einigermassen fehlerfrei bis 3 zaehlen kann wuerde auch nur ansatzweise diesen Quatsch denn du versucht hast in Worte zu fassen kopieren wollen? Du hast dich in deiner Praesentation als absoluter Flachkoepper zu diesem Thema geoutet und forderst nun auch noch ganz oeffentlich dein Recht auf die Eselskappe ein? WTF?

Dann mir final nen Sexismus Stempel aufzudruecken, das nehme ich in der Tat extrem persoenlich.

Ich veranstalte seit Jahren Panels mit Maedels aus dem Techbereich und sehe zu, dass ich alles in Bewegung setze um hier ausgewogene Diskussionsrunden auf die Beine zu stellen. Beispiele gefaelligst.. lass mal sehen 2010 z.B. auf der Webciety. Das war ein paar Jahre vor deiner Youtube Zeit

Joanna Stern hat fuer Gizmodo, Engadget, The Verge und meine Plattformen geschrieben. Ist nun ueber ABC-News zur Leiterin der Tech-Kolumne im Wallstreet Journal aufgestiegen, waehrend Carmen Villadar die Android-Entwicklerszene in Toronto rockt.

Meine Co-Gruenderin Nicole Scott stammt uebrigens ebenfalls aus Toronto und ist mit mir zusammen seit ueber 5 Jahren hier in Taiwan und vor allen Dingen auf Youtube unterwegs. Wenn du wissen moechtest was Sexismus ist, dann schicke ich dir mal gerne einen Wochenauszug von Kommentaren zu, die sie auf Youtube erhaelt.

Meine Mobilegeeks.com Seite wurde nur von Maedels gestartet. Malarie Gokey ist inzwischen bei Staff Writer bei Digital Trends in New York und Cheryl Lindo Jones ist zu Google gewechselt.

Waehrend der CES im Januar habe ich mir Corvida Raven von She Geeks ins Boot geholt und wir werden auch in Zukunft Events ueber die Buehne bringen.

Zur kommenden IFA wird Nicole mit Helena Stone von Chipchick wieder ein “all girls”-Panel zu Techthemen vom Showfloor fahren.

Was willst du von mir? Gefaellt dir so eine radikale Hetzjagd? Dachtest du wirklich ich halte dann die Fuesse still und lasse das so einfach im Sande verlaufen? Ist das deine Masche (oder wie du wohl formulieren wuerdest “Der Anti-Google Artikel gehört bei der FAZ ja mittlerweile dazu wie der Penis zum Jauch Gast“) ?

Es existiert noch eine Welt ausserhalb deines beschraenkten und hasserfuellten Horizontes und glaube mir, die besteht nicht nur aus Schwarz und Weiss, bewussten Spins oder Unterstellungen.

Ergo, ich werde ein Gender-Panel fuer die naechste re:publica einreichen und dich selbstverstaendlich einladen. Bring it on!