Musik Streaming in Deutschland: Die 11 besten Angebote *Update*

Welche Musik-Streaming-Portale können wir in Deutschland nutzen und was können Spotify, Apple Music und Co? Wir vergleichen die angesagtesten Musik-Dienste.
von Carsten Drees am 10. November 2015

Seit ich euch hier die angesagtesten Musik-Streaming-Dienste Deutschlands vorgestellt habe, ist wieder eine ziemliche Weile vergangen. Höchste Zeit also, dass es für diesen Beitrag mal ein Update gibt, denn auch hierzulande passiert in diesem Bereich eine ganze Menge, so gingen seit dem letzten Update Apple Music, Amazon Prime Music und Tidal (vormals Wimp) in Deutschland ins Rennen. 

Für mich war vor Jahren klar, dass eine schnöselige MP3-Datei, die auf dem Rechner liegt, niemals ein ernsthafter Ersatz sein könnte für eine Vinyl-Schallplatte oder eine CD, die ich zuhause meiner Musiksammlung einverleibe. So können sich die Zeiten ändern: Heute fahre ich da eine ganz andere Strategie, bei der ich unterscheide, wie viel mir an der Musik liegt. Gerade bei den weniger bekannten Bands, die ich sehr gerne höre – Mesh und IAMX beispielsweise – greife ich sehr gerne noch zur CD, weil ich a) solche Bands dadurch unterstützen möchte und b) als Musik-Fan und -Sammler gerne CD inklusive Artwork und Booklet zuhause habe. Bei allem anderen reicht mir dann entweder der Download, den ich aktuell entweder per Amazon oder Google Music abwickle, oder aber Musik-Streaming, bei dem ich dann sehr gut damit leben kann, die jeweiligen Songs nicht wirklich zu besitzen – also weder im ursprünglichen Sinne noch auf meiner Festplatte.

Genau damit beschäftige mich in meiner heutigen Top-Liste und nenne euch die attraktivsten, bekanntesten Angebote, die wir in Deutschland nutzen können. Wie immer bei meinen Listen, ist die Reihenfolge eher zufällig und nicht wertend, zudem sind es aus meinem subjektivem Blickwinkel die “besten” Dienste – ich bin also für eure Meinungen und Argumente völlig offen!

Spotify:

Spotify-schwarz-Titel

Anzahl Songs30 Millionen
Anzahl Nutzer75 Millionen, davon 20 Millionen zahlende
Probe-AboZwei Monate
Tarifekostenlos, 9,99 Euro, Familien- und Studenten-Rabatte

Fast schon natürlich, dass ich mit Spotify anfange, ist es doch der Service, den ich selbst täglich nutze und damit deutlich mehr als jedes andere Musikportal im Netz. Lange haben wir neidisch in Länder wie die USA oder vorher schon Schweden geschaut, weil wir da als deutsche Nutzer in die Röhre geschaut haben. Seit einer Weile sind wir mit im Boot und können uns an der Song-Auswahl von mittlerweile über 30 Millionen Tracks erfreuen.

Wie bei den meisten Streamingdiensten gibt es hier sowohl die Möglichkeit, kostenlos Musik zu hören, als auch kostenpflichtige Tarife auszuwählen. Entscheidet ihr euch für die kostenlose Variante, könnt ihr auf den vollen Katalog zurückgreifen, müsst aber alle drei, vier Lieder einen kurzen Werbespot über euch ergehen lassen. Halte ich für die kostenlose Nutzung aber für mehr als fair. Spotify selbst erfreut sich natürlich mehr an der zahlenden Kundschaft – irgendwie muss der Rubel ja auch rollen. Daher gibt es einen 9,99 Euro teuren Tarif, den ich persönlich derzeit auch nutze. Dieser sogenannte “Premium”-Tarif berechtigt euch dazu, die Musik auch offline verfügbar zu machen bei bis zu vier verschiedenen Devices und logischerweise fällt hier die Werbung weg. Von 75 Millionen Usern des Dienstes bezahlen aktuell immerhin über 20 Millionen diesen Premium-Tarif.

spotify free vs premium

Spotify ist derzeit die angesagteste Geschichte, was Musik-Streaming angeht – nicht umsonst finde ich dort fast die Hälfte all meiner etwa 2000 Facebook-Freunde wieder. Für alle populären Plattformen bekommt ihr sowohl die Software als auch die mobile App, und auch über den Browser könnt ihr Spotify dank Web-Interface hören. Seit geraumer Zeit wird für die Anmeldung kein Facebook-Konto mehr benötigt, die E-Mail-Adresse reicht hier. Für Familien und Studenten gibt es besondere Tarife: Addiert zu euren 10 Euro monatlich pro Familienmitglied einen Fünfer hinzu und ihr könnt Spotify mit mehreren Personen nutzen. Für fünf Personen werden somit dann knapp 30 Euro monatlich fällig, Studenten bezahlen mit 5 Euro auch nur den halben Preis für Spotify Premium.

Die Apps hat Spotify leider aus dem Programm geworfen, Songtexte kann man sich mittlerweile aber wieder innerhalb der Desktop-Version anzeigen lassen.

 

Simfy:

Simfy war lange, lange Zeit meine erste Wahl  für Streaming, bevor ich zu Spotify wechselte. Mittlerweile gibt es Simfy nicht mehr als eigenständiges Angebot, Neuanmeldungen sind nicht mehr möglich. Stattdessen geht man komplett in Deezer auf, wo man seit Mai 2015 die Kräfte bündeln möchte.

Rdio:

Rdio

Anzahl Songs35 Millionen
Anzahl Nutzerkeine Angaben
Probe-AboEin Monat
Tarife9,99 Euro

Rdio hat auf die Erstgenannten aufgeholt, was die Auswahl angeht bzw. ist sogar dran vorbeigezogen. Mittlerweile 35 Millionen Songs stehen euch zur Verfügung, also definitiv mehr als genug, um über den Tag zu kommen.

Für feine Ohren sollte erwähnt werden, dass ihr bei Rdio mit 128 Kilobit in der kostenlosen Variante auskommen müsst, während die anderen verfügbaren Tarife des Dienstes 320 Kilobit bieten. Ihr findet hier auch wieder den Tarif zu 10 Euro monatlich, die uns unbegrenzt und werbefrei Musik hören lassen und in der teureren Variante kommt hier wieder dazu, dass ihr die Musik auch auf mobilen Devices nutzen könnt.

 

Deezer:

Deezer

 

Anzahl Songs35 Millionen
Anzahl Nutzer16 Millionen, davon 6 Millionen zahlende
Probe-AboEin Monat
Tarifekostenlos, 9,99 Euro

Deezer ist ein echtes Urgestein – die Jungs aus Frankreich sind schon sehr lange im Geschäft, in Deutschland hingegen allerdings weit weniger lange und dadurch auch deutlich weniger bekannt und etabliert. Der Service hat sich über die Jahre ziemlich gemacht, auch hier könnt ihr beispielsweise mittlerweile die verschiedensten Apps nutzen, so wie man es lange von Spotify gewohnt war.

Die Songauswahl ist auf die obligatorische Größe angewachsen – Deezer spricht von mittlerweile sogar 35 Millionen Songs – genutzt wird der Service aktuell von 6 Millionen zahlenden Menschen aus 180 Ländern. Wenn ihr kostenlos dabei sein wollt, dann nutzt das “Discovery”-Angebot. Hier bekommt ihr zwischendurch Werbung eingespielt und müsst mit einer Qualität von 128 kb/s leben. Wer 9,99 Euro monatlich investiert, kommt mit dem Premium+-Tarif in den Genuss von Werbefreiheit, 320 kb/s-Qualität und erhält die Möglichkeit, seine Musik sowohl offline als auch auf mobilen Devices genießen zu können. 6 Millionen Menschen nutzen aktuell das kostenpflichtige Angebot von Deezer. Zuletzt war man eifrig auf Einkaufs-Tour und hat sich die Angebote von Simfy und Ampya einverleibt.

Microsoft Groove:

Microsoft Groove

Anzahl Songs40 Millionen
Anzahl Nutzerkeine Angaben
Probe-AboEin Monat
Tarife9,99 Euro

Diesen Service – Microsoft Groove, vormals Xbox Music – habe ich persönlich noch nicht oft selbst angetestet, wenngleich ihr hier mit über 40 Millionen Songs auch eine riesengroße Auswahl habt. Kostenlos könnt ihr hier ein halbes Jahr lang unbegrenzt hören, danach sind dann nur noch 10 Stunden monatlich für euch drin. Mit dem Xbox Music Pass könnt ihr dann für 10 Euro monatlich wieder auf alles zugreifen und das natürlich werbefrei. Die Qualität ist bei Microsoft Groove mit 256 kbit/s auf CD-Level und somit absolut in Ordnung.

Ihr könnt Xbox Music mittlerweile über nahezu jede Plattform und auf jedem Gerät hören, auch Apps für iOS und Android sowie ein Web-Interface gibt es. Im Gegensatz zu den anderen Angeboten auf dem Markt könnt ihr hier nicht nur durch euren monatlichen Betrag auf die Songs zugreifen, sondern könnt die Lieder darüber hinaus auch kaufen – insgesamt könnt ihr hierbei aus 18 Mio kaufbarer Tracks wählen.

 

Google Play Music All Inclusive:

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Anzahl Songs30 Millionen
Anzahl Nutzerkeine Angaben
Probe-AboZwei Monate
Tarife9,99 Euro

Auch Google bietet euch für den obligatorischen Zehner im Monat nahezu unbegrenztes Musikvergnügen mit über 30 Millionen Songs. All das, was ihr von Spotify und Co kennt, gilt auch hier: Sprich, ihr könnt Playlists zusammenstellen, Songs sharen, Musik offline und auf mobilen Devices hören. Zudem könnt ihr bis zu 20.000 eigene Songs in die Cloud schaufeln, auf die ihr dann überall dank Google Play Music zugreifen könnt.

Google wirbt mit 320 kbit/s, das ist allerdings ein Höchstwert, der von manchen Tracks doch sehr drastisch unterschritten wird. Ich hab es persönlich auch eine Weile genutzt, vergnüge mich aber jetzt lieber wieder mit Spotify. Von den Features bietet mir das schwedische Streaming-Angebot einfach mehr als das von Google. Immerhin habt ihr aber auch bei Google Play natürlich die Möglichkeit, sehr viel Musik nicht nur zu streamen, sondern auch tatsächlich kaufen zu können.

 

TuneIn Radio:

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Anzahl Songs100.000 Sender, 4 Millionen Podcasts
Anzahl NutzerÜber 60 Millionen Hörer
Probe-Abo
Tarifekostenlos

TuneIn Radio hab ich nur mal ganz kurz angetestet vor einer Weile, das Angebot hat aber durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient. Es unterscheidet sich von den anderen Diensten, weil es – ähnlich Pandora – ein reines Radio-Angebot ist. Ihr könnt hier also keine eigenen Playlisten mit euren gewünschten Songs und Alben zusammenstellen. Dafür habt ihr hier aber die Wahl zwischen 100.000 richtigen Radio-Sendern, wo von Musik über Talk-Radio bis Zu (Sport-)Nachrichten alles vertreten ist. Außerdem könnt ihr hier auch zahlreiche (aktuell 4 Millionen) Podcasts hören und selbstverständlich findet ihr hier Sender in allen möglichen Sprachen. So ist für deutsche Fußball-Fans beispielsweise sport1.fm am Start, wo ihr euch die Reportagen zu den Bundesliga-Spielen reinziehen könnt.

Mittlerweile freut sich TuneIn Radio über 60 Millionen monatliche Hörer, durchaus also schon eine Größe im Streaming-Haifischbecken und wird auch in Deutschland immer beliebter. TuneIn Radio ist kostenlos und ihr könnt euch über Facebook oder Google+ sowie mit eurer Email-Adresse registrieren. Es ist euch möglich, euren Freunden zu folgen, das Gleiche gilt für die Radio-Stationen, die ihr am liebsten hört. Ich hab mir jetzt erst einmal eine Armada aus 80er-Radios zusammengestellt, dazu ein paar Depeche Mode-Sender, Sport1.fm und auch große Sender wie beispielsweise 1Live.

Wenn ihr nicht immer auf euren Wunsch-Song angewiesen seid, sondern euch von bestimmten Sendern berieseln lassen wollt, dann habt ihr mit TuneIn Radio eine feine, kostenlose Lösung an der Hand. Kostenlos sind auch die Apps für iOS und Android, allerdings gibt es jeweils auch kostenpflichtige Pro-Versionen, die deutlich mehr auf der Pfanne haben.

 

last.fm:

lastfm

Anzahl Songs
Anzahl Nutzerkeine Angaben
Probe-Abo
Tarifekostenlos

Puh, last.fm habe ich selbst früher lange, gern und intensiv genutzt. Das Angebot hat sich aber bis zum heutigen Tag stark verändert, seit der Dinosaurier unter den Musikdiensten 2002 an den Start ging. Ich meine mich zu erinnern, dass ich monatlich drei Euro abgedrückt habe, um es als Premium-Kunde nutzen zu können.

Mittlerweile haben wir es hier mit einer komplett veränderten Plattform zu tun, die Abos für unbegrenztes Streaming sind auch Geschichte. Man hat sich hier zweifellos den Schneid von Spotify und Co abkaufen lassen, will nun aber aus der Not eine Tugend machen. Die lautet: Back to the roots und so konzentriert man sich wieder darauf, was man anfangs auch war – eine Plattform, auf der Musik-Fans ausgerichtet an ihren eigenen Musik-Neigungen neue Künstler entdecken können. Kernstück ist nach wie vor die Scrobble-Funktion, mit der alle Musik erfasst wird, die ihr woanders hört, wenn ihr mit last.fm verbunden seid. Musik könnt ihr auf der neuen Beta aber auch hören und zwar Stücke, die dann via YouTube oder Spotify abgespielt werden.

Apple Music:

Apple-Music-vs-Adele

Anzahl Songs30 Millionen
Anzahl Nutzer15 Millionen (6,5 Millionen zahlende, Rest Testphase)
Probe-AboDrei Monate
Tarifekostenlos, 9,99 Euro, Familien-Tarif 14,99 Euro

Apple ist mit Apple Music ein neuer Player auf dem Streaming-Markt, allerdings natürlich dank iTunes generell im Musik-Bereich ein ganz alter und erfahrener Hase. Nachdem Apple Music auch in Deutschland gestartet ist, können wir festhalten, dass viele Parameter – über 30 Millionen Songs, 10 Euro monatlich – ähnlich klingen wie bei den Angeboten anderer Unternehmen.

Von der Konkurrenz absetzen möchte man sich beispielsweise durch Beats 1 – einem Radiosender, der euch 24 Stunden am Tag Musik, News und Interviews bieten soll, natürlich möglichst exklusiv. Für mich persönlich ist dieses Radio-Feature nicht sonderlich spannend, auch wenn man einige Top-DJs engagieren konnte, die für das Programm sorgen. Die Qualität ist mit 256 Kbit/s unter den Spitzenwerten der Konkurrenz, aber dennoch im absolut ausreichenden Bereich.

Punkten kann Apple auch mit seinem Familien-Tarif: Gegenüber den üblichen 10 Euro bezahlt ihr für eine 6-köpfige Familie lediglich knapp 15 Euro. Das mag weder für Apple noch die Musikindustrie besonders rentabel sein, die Familien freuen sich jedoch drüber, muss man bei Spotify doch für fünf Personen das Doppelte hinblättern.

Amazon Prime Music:

Amazon Prime Music

Anzahl Songs1 Million
Anzahl Nutzerkeine Angaben
Probe-AboEin Monat
Tarife49 Euro/Jahr innerhalb Amazon Prime-Abo

Erst seit wenigen Tagen kommen wir in Deutschland in den Genuss, Amazon Prime Music nutzen zu können. Das Angebot, welches in den USA vor einem Jahr gestartet ist, unterscheidet sich aber signifikant von den meisten anderen Services: Lediglich eine Million Songs bietet euch Amazon, kann in Sachen Auswahl also gegen Apple Music, Spotify, Deezer und Konsorten nicht anstinken. Vorteil Amazon: Prime Music ist Bestandteil des normalen Prime-Pakets, welches euch neben Premium-Versand beispielsweise auch den Video-Streaming-Dienst bietet. Prime Music kommt mit seinem Angebot nun dazu, so dass Prime-Kunden, die bereits die knapp 50 Euro gelöhnt haben, nicht nochmal zusätzlich zur Kasse gebeten werden.

Das bedeutet, wer Prime nutzt, bekommt werbefrei eine Million Songs, nach Stimmung und Genre sortiere Playlists und Radio-Stationen geboten, ohne einen Cent dazu zu bezahlen. Wer nach einer Spotify-Alternative auf Augenhöhe sucht, ist mit Prime Music vermutlich falsch beraten, für jeden Prime-Kunden und allen, die an dem Gesamtpaket von Amazon Prime interessiert sind, ist der Musik-Service als kostenlose Dreingabe vermutlich sehr willkommen.

Genutzt werden kann es auf iOS- und Android-Geräten, ebenso per Browser und auf den Fire-Devices von Amazon. Wie ihr euch denken könnt, findet ihr außer den kostenlosen Streaming-Songs auch die Lieder und Alben vor, die ihr bereits via Amazon gekauft habt.

saavn:

Saavn

Anzahl Songs3 Millionen
Anzahl Nutzer13 Millionen
Probe-Abo7 Tage
Tarifekostenlos, 3,99 Dollar

Kurz vor Ende dieser Auflistung ist nun Zeit für Geständnisse: Weder diesen noch den folgenden Dienst kannte ich vor meiner Recherche zu diesem Artikel und hab dementsprechend keinen von beiden je selbst genutzt. Der erste der Beiden heißt saavn, verfügt über drei Millionen Songs, die gestreamt werden können und kann immerhin 13 Millionen Kunden vorweisen.

Auch hier gibt es wieder eine kostenlose Möglichkeit, bei der ihr Werbung erdulden müsst und eine kostenpflichtige Alternative, die euch knapp 4 Dollar pro Monat kostet und somit günstiger ist als die meisten anderen Anbieter. Auch hier könnt ihr Playlisten anlegen, Musik offline oder auf den mobilen Devices hören und das, was ihr eben bei den anderen auch tut. Dennoch gibt es hier eine Besonderheit: saavn (steht für South Asian Audio Visual Network) konzentriert sich auf den heimischen Markt und stellt somit Bollywood-Musik und andere indische Musik in den Vordergrund. Vermutlich nicht wirklich spannend, wenn man kein Fan dieser Musik ist.

Tidal:

Tidal 2

Anzahl Songs35 Millionen Songs, 85.000 Musik-Videos
Anzahl Nutzerkeine Angaben
Probe-AboEin Monat
Tarife9,99 Euro, 19,99 Euro HiFi

Tidal – ehemals Wimp – ist der zweite der hier gelisteten Dienste, den ich selbst noch nie ausprobiert habe. Auch hier haben wir es wieder mit einem Streaming-Dienst im Spotify-Stil zu tun, der über 35 Millionen Songs, aber auch über 85.000 Musik-Videos verfügt. Ende März 2015 ging der Start von Tidal bzw. der Relaunch über die Bühne unter der Fittiche von Rapper Jay Z, der sich diesen Dienst geschnappt hat. Wer einen Zehner pro Monat investiert, kann wie gehabt auch offline und auf mobilen Endgeräten seine Musik abfeiern.

Tidal hat darüber hinaus aber noch einen Tarif zu bieten, den die versammelte Konkurrenz nicht am Start hat: Einen HiFi-Tarif für den optimalen Hörgenuss! Hierbei wird die Musik als verlustfreie Flac-Datei angeboten, was für euch bedeutet, dass ihr hier deutlich bessere Soundqualität geboten bekommt als bei irgendeinem anderen Streaming-Dienst. Das lässt man sich bei Tidal logischerweise entsprechend bezahlen: 19,99 Euro werden für die HiFi-Version monatlich fällig. Im Video aus Wimp-Zeiten bekommt ihr den Unterschied zum normalen Streaming-Sound demonstriert:

How good is lossless sound quality? (WiMP HiFi) from WiMP Music on Vimeo.

Wer auf wirklich tollen Sound steht – egal ob auf dem Rechner, auf dem Smartphone, Tablet oder auf Sonos, der Squeezebox etc, sollte vielleicht mal bei Tidal vorbeischauen: Den HiFi-Tarif kann man ebenfalls wie den normalen Tarif 30 Tage kostenlos antesten.

 

 

Wie ihr oben lesen konntet, ist Spotify unter den hier genannten mein Favorit und täglich im Einsatz. Falls ihr hier noch weitere Alternativen vermisst: Ich habe mich an Find the Best orientiert und mir dort die zehn angesagtesten Streaming-Dienste rausgepickt, die auch offiziell in Deutschland am Start sind und nachträglich um ein paar Anbieter ergänzt. Sagt mir, welche Services ihr darüber hinaus gern nutzt oder zumindest kennt und hier noch mit aufgenommen sehen wollt – ich werde dann diese Topliste erweitern. Ansonsten möchte ich als Fazit soviel sagen, dass man jeden dieser Dienste unter die Lupe nehmen sollte, was Auswahl, Bezahlmöglichkeiten, Design etc angeht – überall könnt ihr mal kostenlos reinschnuppern und dann sollte die persönliche Präferenz ausschlaggebend sein.