AER verleiht Deiner GoPro Flügel

Sieht aus wie das Ende eines überdimensionierten Dart-Pfeils, oder? Mit AER könnt ihr eure GoPro Kamera schmeissen und - mit ein wenig Übung - grandiose Luftaufnahmen anfertigen, ganz ohne Drohne.

Kameras von GoPro sind immer noch ein Maßstab, wenn es um Outdoor-Aufnahmen geht, ganz besonders unter widrigen Bedingungen. Mit unzähligen Halterungen und Befestigungs-Kits lassen sich die verschiedenen Modelle auf Helmen, an Fahrrad- und Motorradlenkern, auf Skateboards oder Surf-Brettern, auf Autodächern und an Seitenspiegeln befestigen. Mit der Karma hat GoPro unlängst auch den Luftraum erobert, muss sich dort allerdings der DJI Mavic stellen.

Man muss sich nicht unbedingt eine entsprechend teure Drohne zulegen, wenn man mit der GoPro Luftaufnahmen anfertigen will. Während einem in der Vergangenheit auch noch Fallschirmsprünge oder eine professionelle GoPro Kanone als Alternative blieben, gibt es nun mit AER eine weitaus günstigere Alternative.

Bei AER handelt es sich um ein Wurfgeschoss, das an einen überdimensionierten Dart-Pfeil erinnert. In eine vorderseitig angebrachte Kunstoffkugel wird eine der kompatiblen GoPro-Kameras eingelegt und entsprechend fixiert. Zwei Kunststoffteile werden zu einem “Flight” zusammengesteckt, dann schraubt man das Kunstoffgehäuse mit einer Viertelumdrehung auf – fertig.

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Die vorne eingelegte GoPro zeichnet nun durch eine vordere Öffnung alles auf, was sie während des Fluges vor die Linse bekommt. Man wirft die (den, das?) AER einfach wie einen American Football in die gewünschte Richtung oder nach oben, im Innern läuft die Kamera. Im Idealfall ist man selbstverständlich mindestens zu zweit, so dass einer z.B. Fahrradfahren oder Laufen kann, während der andere davon die entsprechenden Aufnahmen “anfertigt”.

Man kann wohl davon ausgehen, dass der Speicher der GoPros nach einiger Zeit mit viel Videomaterial gefüllt ist, das völlig unbrauchbar ist. Erst mit ein wenig Übung, einer besseren Ziel- und Treffgenauigkeit und Erfahrung dürften sich die Ergebnisse signifikant verbessern. Das bedeutet auch, dass man in der Regel um eine nachträgliche Bearbeitung der Videos und ein Schneiden der besten Sequenzen nicht herumkommt – das dürfte aber für die typischen Interessenten kein Thema sein. Die Resultate können sich dann jedenfalls sehen lassen.

Das Kickstarter Projekt läuft noch fast dreißig Tage und sollte in dieser Zeit das avisierte Finanzierungsziel von 70.000 Euro locker erreichen.