Es gibt in dem Film “The Dark Knight” eine Reihe von Szenen, in denen sämtliche Smartphones von Gotham City dazu genutzt werden, um Ultraschall-Signale auszusenden und den Joker zu suchen. Nun haben Forscher der Technischen Universität Braunschweig herausgefunden, dass die Technik gar nicht so realitätsfern ist. Sie wird in einer ähnlichen Weise tatsächlich von mehr als 230 (!) Android-Apps verwendet, um das Verhalten von Werbekonsumenten auszuspähen. Das Interesse an der Technologie scheint enorm gestiegen zu sein, im vergangenen Jahr waren es noch weitaus weniger Apps.
In der Praxis lauschen die Apps auf Ultraschallsignale im Frequenzbereich zwischen 18 und 20 Kilohertz, dieser Bereich ist für Menschen unhörbar. Die Töne werden während einer Fernseh- oder Radiowerbung unter die hörbare Tonspur gemischt und dann von den Apps mitgehört. Auch Webssites und lokale Geschäfte nutzen die Technik. Mittels der gesammelten Daten wird dann ein entsprechendes Profil angelegt, das zeigt, welche Werbung ihr wo und wann gesehen oder gehört habt.
Die Forscher der TU Braunschweig sagen zwar, dass sie noch keine Fernsehanstalt in Europa gefunden haben, die die Signale ausliefert. Prinzipiell verboten ist das Verfahren aber wohl nicht, auch in einigen Geschäften soll es schon verwendet werden. Dabei muss die App des Shops geöffnet sein, was bei der Suche nach Angebote oder Deals im Rahmen eines Bonusprogramms durchaus wahrscheinlich ist.
Ultrasound Cross-Device-Tracking (uXDT)
Das Verfahren für die Ultraschall-Spionage nennt sich Ultrasound Cross-Device-Tracking (uXDT) und ist Bestandteil diverser Software Development Kits, welche die Basis zur Entwicklung von Apps bilden. Die bekanntesten Anbieter sind die Unternehmen Silverpush und Shopkick, die mit einer Reihe von Werbepartnern zusammenarbeiten. “Zusammenarbeiten” darf man dabei ohne Weiteres mit “Nutzerdaten verkaufen” gleichsetzen, denn nur darum geht es.
Welche Apps genau die Technik nutzen, hat die TU Braunschweig nicht bekanntgegeben. Einige davon sollen aber mehr als eine Million Mal heruntergeladen worden sein.
Und wenn ihr euch vorsorglich vor dieser perfiden Überwachungsmethode schützen wollt, dann entzieht den Apps die Berechtigung zur Nutzung des Mikrofons, wenn es für die App eigentlich keinen Sinn macht. Diese Seuche, dass Apps zu viele Berechtigungen wollen, grassiert leider auch in aneren Bereichen, hier erlebt man eine der daraus resultierenden Konsequenzen.
Quelle: wressnegger.info



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