Wearables
Ankkoro Emotion Sense: Emotionsgesteuerte Spiele durch neues Wearable

Das französisch-amerikanische Start-up Ironova hat das am Handgelenk zu tragende Wearable „Ankkoro Emotion Sense“ für Videospiele entwickelt, das die Emotionen des Trägers erfasst und kontinuierlich in das Videospiel einfließen lässt. Dies könnte dabei helfen, das Spiel noch realistischer zu gestalten.
von Vera Bauer am 15. Januar 2017

Spiele in der virtuellen Realität sollen sich so echt wie möglich anfühlen. Entwickler wollen dem Nutzer ein Spielerlebnis zeigen, dass er nicht mehr missen möchte. Wir haben hier auf Mobile Geeks bereits über die Hardware und die Software gesprochen, sowie Steuerungsmöglichkeiten für Virtual Reality. Auch, dass Avatare für die fiktive Welt wichtig sind, haben wir festgestellt. Was fehlt nun noch? Das französisch-amerikanische Start-up Ironova hat die Antwort: Emotionen, die fehlen.

Dazu hat das Unternehmen auf der CES 2017 in Las Vegas ein neues Wearable vorgestellt. Man trägt das sogenannte „Ankkoro Emotion Sense“ am Handgelenk, wo es für Videospiele aller Art eingesetzt werden kann. Mit Hilfe einer eigens entwickelten Technologie erfasst das Gerät die Emotionen des Spielers und lässt sie kontinuierlich in das Spiel einfließen. Dies geschieht durch biometrische Signale, also beispielsweise die Herzfrequenz.

Das wiederum beeinflusst das Spielerlebnis. Ein Nutzer kann beispielsweise nur verschwommen sehen, wenn er in Panik gerät, und präziser spielen, wenn er entspannt ist. Das Gerät kann insgesamt sechs Emotionen erkennen: Angst, Stress, Ruhe, Konzentration, Überraschung und Gelassenheit. Das Wearable ist aber auch in der Lage den Gemütszustand des Spielers zu beeinflussen. Mit Hilfe von Vibrationen und Licht, die das Armband abgibt, kann eine Emotion verstärkt oder abgeschwächt werden.

Das Ankkoro Emotion Sense kann auch als Spielcontroller eingesetzt werden, da es mit einer Gestenerkennung ausgestattet ist. Außerdem hat das Armband einen leistungsfähigen Mikroprozessor (nRF52) sowie einen 3D Beschleunigungs-Sensor verbaut. Mit dem Computer, einer Konsole oder etwaiger anderer Spielehardware wird das Armband über Bluetooth verbunden. Der Akku in dem Gerät hält, laut Hersteller, mehrere Tage durch. Muss es dann doch mal an den Strom, wird das Wearable über eine Docking Station aufgeladen.

Das Armband zielt darauf ab, Virtual- und Augmented-Reality-Spiele mit zusätzlichen Nutzerdaten aufzuwerten. Dies könnte dabei helfen, das Spiel noch realistischer zu gestalten. Außerdem könnten auch Esport-Gamer von dem Ankkoro Emotion Sense profitieren. Man könnte so herausfinden, ob die Spieler den optimalen Zustand zum Gewinnen erreicht haben. Auch die Bewegungen pro Minute und die zurückgelegte Distanz mit der Maus, lassen sich mit dem Armband erfassen.

Bis jetzt ist das Wearable noch nicht auf dem Markt, es sollen aber bald Prototypen verfügbar sein. Wann genau das Ankkoro Emotion Sense Armband in den Handel kommt, ist noch unklar.

Quelle: ironova