Apple: Wer hatte die Idee für iPhone und iPod? Na Moby natürlich

Mit dem iPod und dem iPhone hat Apple die Welt verändert. Jetzt macht die Story die Runde, dass ursprünglich Popstar Moby für beide Devices die Idee hatte. Moby selbst erzählt die Geschichte selbst ein wenig augenzwinkernd. 

Als begnadeten Musiker, Künstler und Produzenten kennen wir Moby schon viele, viele Jahre. Auch zum Soundtrack meines Lebens hat er einige tolle Tracks beigesteuert. Songs wie diesen zum Beispiel:

Wenn man zuletzt aber das Tun des New Yorkers verfolgt hat, ging es dabei nicht immer um Musik. Für Aufsehen sorgte der bekennende Veganer zum Beispiel dadurch, dass er davon sprach, dass er Freunde bei der CIA habe, die ihm Infos zukommen ließe, die er verbreiten solle, weil er in den sozialen Medien so eine große Reichweite habe. In diesen Infos, die sich gegen Präsident Trump richten, gehe es um dessen Russland-Machenschaften.

Jetzt kommt er mit einer neuen Geschichte um die Ecke, die sich mit Apple beschäftigt. Der altehrwürdige Guardian, der kürzlich ein Interview mit Moby führte, berichtet nämlich dort auch darüber, wie niemand Geringeres als Moby den iPod erfunden hat — und anschließend auch das iPhone.

Klingt nach wilder Räuberpistole, aber im Kern ist da wohl wirklich was dran, zumindest wenn man Mobys Worten Glauben schenkt. Im Interview erzählt er, dass er mit Jimmy Dickson von Apple (dort auch nach wie vor als Senior Director, Music Marketing tätig) gesprochen habe, als Apple gerade iTunes vorgestellt hatte. Er machte ihn darauf aufmerksam, dass Apple zwingend jetzt auch einen eigenen MP3-Player bräuchte.

Ein, zwei Jahre später wurde Moby dann von Apple in ein Hotelzimmer im New Yorker Crosby-Hotel eingeladen. Dort wurde ihm dann mit den Worten “Steve möchte, dass Du den bekommst” der erste iPod überreicht. Moby entgegnete, dass ihnen sicher klar sei, dass dieses Gerät irgendwann auch mit Kamera und Telefon-Funktion ausgestattet sein würde, was die Apple-Mitarbeiter mit einem Lachen quittierten. Ihrer Meinung nach würde so etwas niemals passieren, entgegneten sie dem Musiker.

Happy Birthday, Apple iPhone – Du hast die Welt verändert

Der Guardian hat aus dieser Anekdote die Legende gestrickt, dass Moby in der Tat den iPod und das iPhone erfunden habe. Das ist natürlich eine Nummer zu groß. Aber sollte sich alles tatsächlich so zugetragen haben, wie Moby es erzählt, könnte er zumindest für sich in Anspruch nehmen, dass er den Jungs und Mädels aus Cupertino seinerzeit ein paar mehr oder weniger wichtige Impulse geliefert habe.

Ganz so ernst nehmen will Moby selbst die Geschichte aber nicht, wie er auf Instagram erzählt. Dort amüsiert er sich darüber, dass ihm die Erfindung der Apple-Gerätschaften nachgesagt wird und erklärt, er wäre sicher schon ziemlich wahnhaft, aber eben auch nicht so wahnhaft. Er bestätigt zwar nochmal seine im Interview getätigte Aussage, ergänzt aber eben auch noch, dass er einfach nur das Offensichtliche gesehen habe und wohin sich die Technik entwickle. Und er stellt nochmal klar: Nein, ich habe ganz sicher nicht das iPhone oder den iPod erfunden.

Hahaha, I saw a news item earlier wherein I claimed to have invented the iPod and iPhone. Hahaha, I may be delusional, but I'm not that delusional. Here's what happened, in 1998 or 1999 I was having dinner at Native Foods by UCLA with my friend Jimmy who worked at @apple . Apple had released iTunes, but not the iPod, and I simply told him that Apple needed to release an MP3 player because all of the other MP3 players in the market were terrible. Then a couple of years later I was brought to a hotel room in New York and handed one of the first iPods, and was told "Steve wanted you to have this". I played around with it for a while and said "you do know that at some point this will be a phone and camera, too", at which the Apple employees laughed at me… so I don't think that I had any role in inventing the iPod for the iPhone, I think I just simply saw the obvious, where technology was going. Oh, they videotaped me at the hotel room and I think it's on YouTube somewhere…Again, I may be utterly delusional but I don't think I had any role in inventing either of these devices..hahaha.

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Sei es drum: Eine gute Geschichte ist es allemal — und während ich die Befürchtung hatte, dass Moby tatsächlich ein wenig unserer Welt entrückt wäre, klingt er dann in seinem Instagram-Posting doch so, als stehe er ziemlich im Leben und beweist auch Humor.

So oder so: Heute erscheint sein neues Album “Everything was beautiful and nothing hurt” und dazu erklärt Moby, dass sämtliche Einnahmen aus den Verkäufen an Tierschutzunternehmen gehen. Und egal, ob er der normalste Mensch der Welt ist, eine komplette Vollmeise hat oder irgendwas dazwischen: Das ist so oder so eine stattliche Ansage und uneingeschränkt begrüßenswert.

Moby – Everything Was Beautiful And Nothing Hurt (Album Trailer)

'everything was beautiful and nothing hurt' is released today! just a reminder, 100% of the profits generated from the album go to animal rights organizations. http://moby.la/ewbanhFa

Posted by Moby on Freitag, 2. März 2018

via Vice