Gadgets
Atmet mein Kind noch? – Der Raybaby gibt Antworten mit Radar-Technologie

Der Raybaby ist ein Baby-Monitor, der auf Kickstarter nach finanzieller Unterstützung sucht. Er kann die Vitalwerte, Atemfrequenzen sowie Schlafgewohnheiten des Kindes tracken und sie an die dazugehörige App auf dem Handy der Eltern schicken. Um die Daten aufzuzeichnen müssen aber keine Sensoren am Baby angebracht werden, das Ganze passiert über ein spezielles Radar. Aber sind soviel Informationen wirklich nötig, um das Wohl des Kindes zu sichern?
von Vera Bauer am 19. Februar 2017

Frischgebackene Eltern machen erstmal eine große Umstellung durch. Klar, das Baby ist da, natürlich ändert sich der Tages- und Nachtablauf. Um zu hören, oder auch um das Kind gegebenfalls zu sehen, nutzen viele Eltern ein Babyphone. Das gibt es in verschiedenen Ausführungen: Manche konzentrieren sich nur auf die Geräuschaufzeichnung, können Schlaflieder vorsingen und haben ein Nachtlicht. Andere warten dann noch mit einer Nachtsichtkamera auf. Dort reiht sich auch der Raybaby ein. Ein Produkt das gerade auf Kickstarter Unterstützung sucht und noch mit ein paar mehr Funktionen ausgestattet ist, als herkömmliche Babyphones.

Im Prinzip ist der Raybaby ein Baby-Monitor, der auch die Vitalwerte, Atemfrequenz und Schlafgewohnheiten des Kindes aufzeichnet sowie auswertet. Die Informationen fließen dann an eine dazugehörige App auf dem Handy der Eltern. Der Hersteller stellt das Besondere gleich in den Slogan des Produkts, denn der Raybaby kann die Daten berührungslos aufnehmen. Das bedeutet, um beispielsweise die Atemfrequenz zu erkennen, müssen keine zusätzlichen Sensoren am Baby angebracht werden. Laut Hersteller, soll die Genauigkeitsrate bei 98 Prozent liegen.

Das Ganze stützt sich im Wesentlichen auf die gleiche Technologie, wie sie beim Ultraschall verwendet wird, um die Bewegungen des Kindes zu erkennen. Dort werden Schallwellen gesendet, wobei Knochen und Gewebe den Schall wie ein Echo komplett zurückwerfen. Das Produkt funktioniert also wie eine Art Radar und auch noch aus fünf Meter Entfernung kann Raybaby erkennen, ob sich die Brust des Kindes bewegt und es folglich noch atmet.

Der Raybaby ist mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgestattet, sendet aber nicht durchgehend einen Livestream ans Handy. Bilder und Videos werden nur gemacht, wenn das Kind wach ist und sich beispielsweise hinsetzt oder lächelt. Daraus entsteht dann eine Art Highlight-Galerie des Tages, die Eltern über das Smartphone abrufen können.

Über die App können die aktuellen Vitalwerte eingesehen werden und sie alarmiert, wenn das Kind zum Beispiel Fieber bekommt. Mit Hilfe von Statistiken können Eltern einsehen, wie viel das Baby schläft und wie lange es eigentlich schlafen sollte. Der Raybaby wird per Kabel mit Strom versorgt, hat aber auch eine Notfall-Powerbank verbaut, die mindestens drei Stunden durchhält. Außerdem wird das Gerät über WiFi oder Bluetooth mit dem Handy verbunden.

Der Raybaby sucht auf Kickstarter finanzielle Unterstützung und wird zu einem Preis von 149 US-Dollar angeboten. Man verspricht, „die dringend benötigte Kontrolle über die Gesundheit des Kindes“ in das Leben der Eltern zu bringen und das Team dahinter hat ohne Zweifel gute Absichten. Das Verkaufsargument schlechthin ist natürlich, dass der Baby-Monitor einen benachrichtigt, wenn das Kind aufhört zu atmen – ein Albtraum jeder Eltern!

Aber es bietet auch Features, die man nicht unbedingt benötigt. Handybenachrichtigungen werden auch gesendet, wenn das Baby wach ist oder Fieber hat. Ich denke in dem Fall, braucht man den Raybaby nicht unbedingt, denn Babys haben ihre eigene integrierte Technologie, um auf sich aufmerksam zu machen: Sie schreien. Man kann das Thema von unterschiedlichen Seiten betrachten, aber letzendlich muss jedes Elternpaar das für sich selbst entscheiden.

Quelle: kickstarter via: mashable